230 Fachbesucher beim 2. Tourismustag Chiemgau

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Waging - Bereits zum zweiten Mal hat der Chiemgau Tourismus e.V. das größte regionale Branchentreffen für Touristiker und Politiker aus dem Chiemgau veranstaltet.

Der Tourismustag am 3. Dezember fand dieses Mal im Strandkurhaus in Waging am See statt. Er gilt als Branchenbarometer und wichtigste Kommunikationsplattform für Entscheidungsträger und vermittelt viele neue Markterkenntnisse. In seiner Begrüßung dankte Landrat Hermann Steinmaßl, Vorsitzender des Chiemgau Tourismus e.V., den politischen und touristischen Akteuren für die gute Arbeit. „Nach bisher vorliegenden Zahlen wird der Chiemgau 2010 - erstmals wieder seit acht Jahren – ein leichtes Plus bei den Tourismuszahlen aufweisen. An dieser sich abzeichnenden positiven Trendwende haben viele mitgewirkt, und dafür möchte ich heute allen Beteiligten herzlich danken.“

Neue Studie „Themenkompetenz Chiemgau“

Mit Spannung wurde die neue, repräsentative Studie von Professor Bernd Eisenstein zur „Themenkompetenz deutscher Urlaubsziele“ mit relevanten Kernergebnissen für den Chiemgau erwartet. Bundesbürger im Alter von 14 bis 74 Jahren wurden in den letzten von der Hochschule Westküste in Heide Mehr als 8200 zwei Monaten über 122 deutsche Tourismusziele befragt. Dabei ging es um die Fragestellung, mit welchen Urlaubsthemen der Chiemgau im Bewusstsein der Deutschen verankert ist. Eine überwiegende Mehrheit der Befragten verbindet mit der Region Natur-, Aktiv, Familien- und Winterurlaub. Im Bereich Aktivurlaub stehen das Wandern und Radfahren im Mittelpunkt. Überraschend ist, dass der Chiemgau als bevorzugte Mountainbike-Destination gesehen wird und hier bundesweit auf dem dritten Platz rangiert. anderen genannten Themenbereichen liegt der Chiemgau im guten Mittelfeld und hat damit eine gute Ausgangsposition auf dem Weg zur Spitze, obgleich noch gemeinsame Anstrengungen im Marketing und Produktbereich zu unternehmen sind. Auf der anderen Seite zeige die Studie jedoch auch, dass die Ausrichtung des Chiemgau Tourismus e.V. auf die Bereiche Aktiv-, Natur-, Familien- und Winterurlaub richtig seien, so Eisenstein.

Weichenstellungen im Chiemgau Tourismus

In einem Vortrag stellte Geschäftsführer Michael Lücke die Arbeit des Chiemgau Tourismus e.V. und wichtige Marketingaktivitäten vor. „Die Studie von Professor Eisenstein und die Auszeichnung mit dem ADAC-Tourismuspreis für das Fahrrad-Verleihsystem „Chiemgauer Rückenwind“ nehmen wir zum Anlass, um im nächsten Jahr mit einer umfangreichen Kampagne den Chiemgau als Radregion bekannter und attraktiver zu machen“, versprach Lücke. Hier gibt es noch Nachholbedarf. Darüber hinaus soll die Machbarkeit einer einheitlichen Chiemgau Card für Gäste geprüft werden. Damit sollen Chiemgauer Gäste – ähnlich wie heute schon in Ruhpolding und Inzell – attraktive touristische Leistungen erhalten, den öffentlichen Nahverkehr inbegriffen. Die Anbieter von Gästekarten – sowohl Regionen als auch Orte – sind sich einig, dass diese nachhaltig zur Steigerung der Tourismuszahlen beitragen können. „Natürlich bedarf es einer intensiven Vorbereitung und Abstimmung, um eine Gästekarte auf regionaler Basis einzuführen“, erklärt Lücke im Nachmittagsworkshop und ergänzt: „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir ab 2013 eine attraktive, umlagefinanzierte Karte für die Urlauber anbieten können, an der sich die Mehrheit unserer Vermieter und die Freizeiteinrichtungen beteiligen werden.“

Zu den Vorträgen fand begleitend eine Fachausstellung statt, in der rund 35 Tourismus- und Freizeitbetriebe aus dem Chiemgau über ihre Angebote und Produkte informierten. Der Tourismustag endete mit einem Überraschungsbesuch der neu gewählten Miss Chiemgau Monika Kaiser.

Mitgliederversammlung

Dem Tourismustag vorgeschaltet war die Mitgliederversammlung des Chiemgau Tourismus e.V., in der Vorstand und Geschäftsführung entlastet sowie der Rechnungsprüfungsbericht präsentiert, der Haushalt 2011 mit einem Volumen von 1,8 Millionen Euro beschlossen wurde. Am Ende der Versammlung verabschiedete Landrat Hermann Steinmaßl Eduard Klauser mit großem Dank für die geleistete Arbeit und sein regionales Engagement in den Ruhestand. Klauser war 38 Jahre für die Gemeinde Grassau tätig, zuletzt als Leiter der dortigen Tourist-Information.

Pressemittleilung Chiemgau Tourismus e.V.

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