Aktionsbündnis wird gegen Flughafen aktiv

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Freilassing - Das Aktionsbündnis "Lebensqualität ohne Fluglärm" hat eine Unterschriftenaktion gegen Flugplan und Ausbau des Salzburger Flughafens gestartet.

Das Aktionsbündnis „Lebensqualität ohne Fluglärm“, bestehend aus dem Fluglärmschutzverband Rupertiwinkel und dem Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) besprachen bei ihrem monatlichen Treffen die von Verkehrsminister Dr. Ramsauer angekündigte Durchführungsverordnung zum Flughafen Salzburg.

Die Spekulationen in den Medien insbesondere auf österreichischer Seite haben lediglich das Ziel, einen Schuldigen zu suchen, sagte Bettina Oestreich. Die Schutzverbandsvorsitzende begründete ihre Aussage mit dem jahrzehntelangen Versäumnis der Eigentümervertreter Land und Stadt Salzburg, die notwendigen Infrastruktureinrichtungen zu realisieren und den ständigen Ausbau des sogenannten Regionalflughafens zum zweitgrößten Flughafen Österreichs uneingeschränkt zuzulassen.

Aber man behält das Geld lieber in Salzburg, denn die Belastung haben ja die bayerischen Anwohner, meint das Aktionsbündnis dazu.

Unterschriftenaktion gegen Fluglärm

Und gerade dieses als zügellos empfundene Treiben hat das Aktionsbündnis veranlasst, eine Unterschriftenaktion zur Kündigung des Staatsvertrags zu starten. Diese Unterschriftenaktion ist laut Erich Prechtl die Konsequenz nach dem Antrag des Schutzverbandes auf Erstellung einer Durchführungsverordnung.

Bettina Oestreich zog eine Zwischenbilanz der Unterschriftenaktion: "Neben den erfolgreichen Sammlungen an den drei Ständen am Wochenmarkt kamen laufend Unterschriften ohne Aufforderung." Die Unterschriftenaktion, so die Teilnehmer des Arbeitstreffens, werden sie bis zu den ersten Wochenenden des Winterflugplans fortsetzen. Eine Veranstaltung, auch veranlasst durch den neuen Winterflugplan vor den Adventswochenenden, soll den Abschluss der Unterschriftenaktion bilden.

Das Aktionsbündnis war sich einig darüber, dass der Winterflugplan und das Prahlen des Flughafenmanagements mit den Erweiterungsplänen verschiedener Destinationen zeigt, dass die Belange der deutschen Seite und insbesondere die Bestrebungen des deutschen Verkehrsministers in keiner Weise ernst genommen werden – "Als wenn wir alle nicht existieren würden", stellte Bettina Oestreich fest.

Bestärkt wird die Aussage der Vorsitzenden des Schutzverbandes durch die Flugspuren in den vergangenen Wochen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass derzeit beliebig und extrem gestreut geflogen werde.

Keine prozentuale Aufteilung gewünscht

"Unter all diesen Entwicklungen am Salzburger Flughafen kann eine prozentuale Regelung wie 70:30 oder 30:70 oder irgendeine andere Aufteilung kein Verhandlungsziel mit der österreichischen Seite sein", so Bettina Oestreich. "Alle Mitglieder des Arbeitstreffens waren sich darüber einig, dass wir bei einer prozentualen Aufteilung unter dem Damoklesschwert der Erweiterungspläne des Flughafens nur als Aufgabe gegenüber der Republik Österreich gewertet werden könnten." Bettina Oestreich erklärte, dass sie diese Position auch an die politisch Verantwortlichen mitgeteilt habe.

"Auch unser Stadtrat hat einstimmig in der Sitzung vom 23. April 2012 einer Überprüfung und Überarbeitung des Staatsvertrags zugestimmt." Fraglich ist deshalb, wieso die Stadträte erst einstimmig zustimmen und dann nicht unterschreiben, fragen sich die Sprecher des Aktionsbündnisses.

"Lasst uns den Kampf gemeinsam weiter kämpfen und klären wir die Bürger auf der bayerischen Seite und die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen der Republik auf! Wir können die Machenschaften des Salzburger Flughafens und seiner Eigentümervertreter nicht länger hinnehmen: Geben Sie uns Ihre Unterschrift.", fordert Oestreich.

Pressemitteilung Bund Naturschutz Freilassing

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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