Münchener Straße gemeinsam.gestalten

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Freilassing - Die Münchener Straße muss erneuert werden - dafür setzt sich derzeit das Bürgerprojekt gemeinsam.gestalten ein. Auch die Gemeinde sieht Handlungsbedarf:

Die Münchener Straße ist die am meisten befahrene Straße in Freilassing. Sie ist als Staatsstraße eine wichtige Verbindung, hat aber auch ihre Funktion für die innerörtlichen Wege. Der Straßenbelag ist in die Jahre gekommen und auch das Staatliche Straßenbauamt, in dessen Verantwortungsbereich die Straße fällt, sieht Handlungsbedarf. Optimal erscheit die derzeitige Gestaltung der Straße den allerwenigsten. Konzepte zur Verbesserung gab es in den letzten Jahren schon mehrere.

Aus der Erkenntnis, dass nun etwas umgesetzt werden kann, die ultimative Lösung aber nicht auf dem Tisch ist, traf sich eine Runde aus Bürger/innen, Lenkungsgruppenmitgliedern, Stadträten und Vertretern vom Staatlichen Bauamt und der Polizei gemeinsam mit Planern im Gestaltungsspielraum. Besonderes Gewicht erhielten bei der Vorschlagserstellung die Bürgerwünsche.

Einen flüssigeren und dennoch langsameren Verkehrsfluss mit Wunschgeschwindigkeit 30 km/h, ein nichtsignalisiertes Ausbaukonzept, sowie leistungsfähige Knotenpunkte soweit möglich ohne Lichtsignalanlagen regten die Bürger/innen an. Ebenso wichtig war bei den Vorschlägen die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen auf der Münchener und Laufener Straße. Insbesondere wichtige Querungsstellen, die auch als Schulwege genutzt werden, an der Augustinerstraße, Lindenstraße und am Salzburger Platz berücksichtigen sollten berücksichtigt werden.

Zu bedenken gegeben wurde außerdem von Bürgerseite, dass die wichtige Hauptradwegroute längs der Wasserburger-/ und der Münchener Straße von West nach Ost in Richtung Salzburg verläuft und entsprechend ein durchgängiges, beidseitiges Angebot für Radfahrer/innen längs der Münchener Straße zwischen Industriestraße und Salzburger Platz geschaffen werden sollte.

Die Arbeitsgruppe nahm diese Anregungen sehr ernst. Herausgekommen ist eine Empfehlung, die Fußgänger/innen, Auto und Fahrrad als gleichberechtigt sehen will. Für den östlichen, schmäleren Bereich der Straße vom Salzburger Platz bis zum Rathaus wird ein Schutzstreifen für Radfahrer/innen auf der Fahrbahn mit 1,5 m Breite vorgeschlagen. Ein Schutzstreifen ist kein Radweg im rechtlichen Sinne, sondern Teil der Fahrbahn. Durch eine mögliche Einfärbung wird der Schutzstreifen aber sehr auffällig.

Für den Bereich Rathaus/Sonnenfeld wird anstelle des bisherigen Geh-Radweg ein extra Gehweg und ein extra Radweg vorgeschlagen, der von der Fahrbahn durch einen Grünstreifen getrennt ist. Im Grünstreifen ist Platz für Bushaltestellen und einige, wenige Parkplätze.

Anstelle der Ampelanlagen werden Kreisverkehre an den Kreuzungen Augustinerstraße, Obere Feldstraße und Industriestraße, ergänzt um einen Bypass, vorgeschlagen. Vorteile des Kreisverkehrs gegenüber einer Signalanlage, ist eine Reduzierung der Fahrbahnbreite wegen der Einsparnug der Linksabbiegespuren. Dadurch entsteht mehr Freiraum für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen. Die Verkehrssicherheit wird durch Wegfall von Linksabbiegekonflikten erhöht. Die Geschwindigkeit wird geringer und in der Regel gibt es nach einem Umbau zum Kreisel weniger schwere Unfälle, insbesondere weniger Personenschäden. Insgesamt wird der Verkehrsablauf flüssiger. Und nicht zu vernachlässigen sind die geringeren Betriebs- und Unterhaltskosten von Kreiseln im Vergleich zu Signalanlagen.

Pressemitteilung Stadt Freilassing

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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