Freilassings Bürger vor Fluglärm schützen

Fluglärm: "Katz-Maus-Spiel muss ein Ende haben"

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Hubert Aiwanger (links) stellte im Bayerischen Landtag einen Antrag auf Regelung der Überflüge beim Salzburger Flughafen über Freilassing; der Antrag kam auf Bestreben von Landtagskandidat Michael Koller aus Berchtesgaden und der FWG Heimatliste Freilassing mit Bert Enzinger und Bettina-Oestreich-Grau zustande.

München/Freilassing - Die Freien Wähler stellten im Landtag nun einen Antrag zum Fluglärm durch den Salzburger Flughafen: Der Flugbetrieb soll damit per Verordnung geregelt werden.

Vor einigen Wochen war der Landeschef der Freien Wähler Bayern, Hubert Aiwanger, zu Gast in Freilassing. Nicht zuletzt bei diesem Termin wurde dem Landespolitiker die drastische Situation vor Ort in Freilassing vom Landtagskandidat der Freien Wähler im Berchtesgadener Land, Michael Koller, der FWG Heimatliste Freilassing mit ihrem Vorsitzenden Bert Enzinger sowie von Bettina Oestreich-Grau, selbst FWG-Politikerin und Vorsitzende des Verbandes zum Schutze der Bevölkerung des Rupertiwinkels gegen die Gefahren des Flughafenbetriebes Salzburg e.V. dargelegt. Dabei konnte sich Aiwanger beim Lokaltermin auch selbst ein Bild von der Belastung der Bürger und den Gefahren durch den Flughafen machen.

Diese Eindrücke haben letztlich dazu geführt, dass die Freien Wähler im Bayerischen Landtag einen Antrag eingebracht haben. Sie setzen sich damit für die vom Salzburger Flughafen lärmgeplagten Bürger auf bayerischer Seite ein. Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Landtagsfraktion der Freien Wähler: „Das Katz- und Mausspiel auf Kosten der Freilassinger Bürger muss endlich ein Ende haben. Entweder einigt sich Deutschland mit Österreich zeitnah auf akzeptable Überflugbedingungen oder Deutschland muss das Thema per Durchführungsverordnung regeln.“

Rund 90 Prozent der jährlich knapp 20.000 großen Verkehrsflieger donnern knapp über die bayerische Stadt Freilassing hinweg, zum Teil nicht höher als 200 Meter. Hinzu kommt ein Großteil der 40.000 kleineren Flugzeuge, die in Salzburg pro Jahr starten und landen. Besonders hoch ist die Belastung frühmorgens und spätabends. Kaum auszuhalten ist es an Wintersamstagen, wenn die Skiurlauber in die Alpen strömen. Seit Jahren kämpfen die Freilassinger für mehr Lärmschutz, bisher ohne Erfolg. Die österreichische Seite blockt erfolgreiche Verhandlungen mit Verweis auf einen bestehenden Staatsvertrag von 1967 sowie schwieriger Anflugbedingungen aufgrund der besondere Lage des Flughafens mit den Alpen im Süden ab. Allerdings enthält der Staatsvertrag keine für Deutschland zufriedenstellenden Regelungen und der technische Fortschritt macht auch bei der Verbesserung von Präzisionsanflugverfahren nicht halt.

„Wir vermuten stark, dass man die noblen Wohngebiete im Salzburger Süden auf Kosten der Freilassinger Bürger schont. Dies kann von deutscher Seite nicht hingenommen werden. Wenn es auf freiwilliger Basis nicht funktioniert, muss der deut- sche Staat seine Bürger mittels Verordnung schützen“, so Aiwanger.

Pressemitteilung Freie Wähler Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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