Freilassing: gemeinsam.gestalten

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Freilassing - gemeinsam.gestalten - Stadtentwicklung Freilassing: ein Slogan auf den sich der Freilassinger Stadtrat am Montagabend schnell geeinigt hatte, obwohl mit wesentlich mehr Feuer im Vorfeld diskutiert worden war.

Deutliche Kritik von Seiten der FWG gab es im Vorfeld am Vorgehen in Sachen Stadtentwicklungskonzept. Die Freien Wähler kritisierten das frühe Beteiligen eines Planungsbüros. Ein übliches Unterfangen, so Bürgermeister Josef Flatscher. Damit schien sich die Heimatliste abgefunden zu haben, denn am Montagabend blieben die Diskussionen im Stadtrat aus.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für Freilassing: a) Ablauf und Form der Bürgerbeteiligung; b) Funktion und Besetzung der Lenkungsgruppe; c) Name und Slogan - so stand es auf der Tagesordnung. Nach jeweils kurzer Präsentation wurde das Vorgehen einstimmig beschlossen. Lediglich Anregungen äußerten die Stadträte, die gerne in die bisherige Planung aufgenommen wurden.

Demnach wird am 18. März eine Bürgerversammlung stattfinden, in der alle Bürger ihre Ideen und Vorstellungen zur Zukunft Freilassings einbringen können. Die Ergebnisse dieser Versammlung wird das Büro Arc-Architekten zusammen mit einer Lenkungsgruppe besprechen. Der Lenkungsgruppe gehören die drei Bürgermeister und je ein Vertreter der vier Stadtratfraktionen an. Außerdem sollen 16 Vertreter aus den Reihen der Bürger zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten wie Kirche, Jugend, Senioren, Menschen mit Behinderung und Wirtschaft gewählt werden. Die Lenkungsgruppe stellt ihre ersten Erkenntnisse dann dem Stadtrat vor. Danach haben wieder die Bürger das Wort und das Ganze wiederholt sich vier Mal. Am Ende soll ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept für Freilassing stehen und umgesetzt werden. Ein Ziel, dass die Stadträte mit Einigkeit verfolgen.

Deshalb einigten sie sich auch sofort auf den vorgeschlagenen Slogan "gemeinsam.gestalten - Stadtentwicklung Freilassing". "Das drückt die Aktion sehr gut aus", lobte Bernhard Schmähl.

"Vom Halbkreis zum Vollkreis"

Einig war sich das Gremium auch, der Stellungnahme zum geänderten 'Masterplan - kooperatives Raumkonzept für die Kernregion Salzburg' zuzustimmen. Allerdings wollten die Räte betonen, dass "der Grundgedanke, die Entwicklung vom 'Halbkreis zum Vollkreis'" richtig sei, der Austausch zwischen der österreichischen und bayerischen Seite aber auch "Augenhöhe" stattfinden müsse.

Vor allem der Bereich 'Verkehr' sei widersprüchlich anzusehen. "Die im Bereich der Stadt Salzburg vorhandenen Möglichkeiten zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur sind auch wirklich zu nutzen, wie z.B. den vierspurigen Ausbau der Münchner Bundesstraße. Generell ist dem ÖPNV ein deutlicher Vorrang einzuräumen, jedoch ist auch darauf Bedacht zu nehmen, dass die bestehenden Straßen verkehrsgerecht ausgebaut werden", formulierten die Stadträte.

Letztlich wurde noch deutliche Kritik an der Nichtbeachtung des Salzburger Flughafens und der Flugbewegungen geübt. Dann verabschiedete das Gremium die Stellungnahme.

Ein Antrag der FWG auf Bestandsaufnahme zum Stand der Energieversorgung und bereits getroffener energieeinsparender Maßnahmen im Stadtgebiet soll in das Stadtentwicklungskonzept eingebunden werden.

Christine Zigon

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © cz

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