Polt: "G'schicht scho lang im Kopf"

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Gerhard Polt bringt alle rasch zum Lachen: Auch Freilassings 2. Bürgermeister Karlheinz Knott.

Freilassing - In der Grenzstadt dreht sich in diesen Tagen fast alles um Gerhard Polt. Der bayerische Kabarettist und Autor produziert hier einen Kinofilm: "... und Äktschn!" **Interview folgt**

Gerhard Polt is back: Am 22. Januar begannen in Freilassing die Dreharbeiten zu Polts neuer Kino-Satire "... und Äktschn"! Der hochkarätig besetzte Film von und mit Gerhard Polt - Regie führt der gebürtige Salzburger Frederick Baker - wird noch bis 22. Februar an insgesamt 24 Drehtagen in Freilassing, Salzburg, Bad Reichenhall und Berchtesgaden produziert. Die Geschichte habe er schon lange im Kopf, so Gerhard Polt im Rahmen eines Pressegesprächs heute in Freilassing (Inhalte des Gesprächs veröffentlichen wir in einem separaten Artikel).

Um das geht es im Film: Finanzblase und Umschuldungsprogramme, die mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar sind, findet man nicht nur in der Hochfinanz. In der kleinen Gemeinde Neufurth (Freilassing/Bad Reichenhall/Berchtesgaden) beobachtet einer den anderen ganz genau, sozialer Neid bestimmt das Leben und letztlich steht allen finanziell das Wasser bis zum Hals.

Der letzte Kinosaurier

Hans A. Pospiech (Gerhard Polt), leidenschaftlicher Amateurfilmer und letzter Kinosaurier, hält sich nur über Wasser, indem er Weltkriegs-Memorabilien aus dem Nachlass seines Vaters verscherbelt. Sein größter Konkurrent um den Rang des Filmexperten im örtlichen Amateurfilmclub ist dessen Direktor Nagy (Nikolaus Paryla), erfolgloser Immobilienmakler mit missgünstigem Charakter. Dieser baut seinen Expertenruf darauf auf, die Großen des Films gekannt zu haben - in Wahrheit ist er ihnen aber nur als Bratwurst-Verkäufer auf dem Bavaria-Studiogelände begegnet.

Treffpunkt des täglichen Provinz-Hahnenkampfs ist die Schwankwirtschaft von Grete Neuriedl (gespielt von Polts beruflicher Dauer-Partnerin Gisela Schneeberger), die mit lauter klammen Kunden auch keinen Blumentopf gewinnen kann. Das mitspielende Publikum besteht aus ebensolchen Pleitegeiern: Pospiechs Neffe Alfons (Maximilian Brückner), der Musikgeschäfts-Besitzer Fleischbauer (Robert Meyer) und Hobbyhistoriker Brunnhuber (Olaf Krätke).

Es soll ein Kassenschlager werden

Die Posse beginnt, als Bankdirektor Faltermeier (Michael Ostrowski) ein äußerst kreatives Finanzmanöver ersinnt, das seine Bilanzen wieder auf Vordermann bringen soll: Kulturförderung heißt der Trick. Er schreibt einen Filmwettbewerb aus, wobei der Sieger für ihn schon feststeht... - der mit dem größten Schuldenberg. Doch das weiß keiner. Pospiech sieht seine Chance, Filmgeschichte zu schreiben und denkt groß: Ein Kassenschlager soll sein Film - wie der "echte" Streifen - werden. Und während allein das Thema seines Vorhabens im Ort für Furore sorgt, entwickeln sich die Dreharbeiten zu einem Desaster, das alle ins Verderben zieht...

Gerade hat der Großmeister des deutschen Kabaretts seinen 70. Geburtstag gefeiert, da schickt sich Gerhard Polt an, das Medium wiederzuentdecken, mit dem er in den 80er-Jahren mit seinen legendären Filmen „Kehraus“ und „Man spricht deutsh“ große Erfolge feierte: „... und Äktschn!“ - so der Arbeitstitel, der Filmname kann sich also noch ändern - ist ein bitterböses Portrait kleinbürgerlicher Abgründe und eine Real-Satire über Amateurfilmer.

Ein Potpourri bekannter Filmschauspieler

Neben dem Drehbuch, das Polt zusammen mit Regisseur Frederick Baker geschrieben hat, spielt er auch die Hauptrolle. An Polts Seite versammelt sich eine Riege hoch angesehener Film-, Kabarett- und Theatergrößen, darunter Maximilian Brückner („Räuber Kneissl“, „Resturlaub“), Robert Meyer („Winterschläfer“), Michael Ostrowski („Same same but different“), Nikolaus Paryla („Wer’s glaubt wird selig“) oder Olaf Krätke („Wickie auf großer Fahrt“). Und natürlich ist auch Gisela Schneeberger („Eine ganz heiße Nummer“) dabei, mit der Polt seit Jahrzehnten große Erfolge feiert.

„... und Äktschn!“ ist eine deutsch-österreichische Co-Produktion der Rat Pack-Filmproduktion (München), der Filmbäckerei (Wien), der B. A. Produktion (München) und von Viafilm (München) in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und dem ORF (Film/Fernseh-Abkommen). Gefördert wird der Film vom FilmFernsehFonds Bayern, dem Österreichischen Filminstitut, dem Land Salzburg, dem Deutschen Filmförderfonds, dem Filmstandort Austria und der Filmförderung des Bundeslandes Salzburg. Majestic Filmverleih wird den neuen Polt-Streifen 2014 in die Kinos bringen.

BGLand24 war bei einem Teil der Dreharbeiten dabei und veröffentlicht weitere Infos sowie ein Interview mit Gerhard Polt.

Hans-Joachim Bittner / Pressemeldung LimeLight PR

Quelle: BGland24.de

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