Bahnhof: Realistisches Unfallszenario

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Großübung am Freilassinger Bahnhof.

Freilassing - Eine groß angelegte Übung gab es für die Feuerwehren Freilassing, Ainring und Surheim, das THW sowie das Rote Kreuz am Bahnhof - ein Zugunfall wurde nachgestellt. *Neue FOTOS*

Übungsannahme war die Kollision eines Güter- und Personenzuges. Dabei wurden der Lokführer des Güterzuges sowie alle Insassen des Personenzuges unterschiedlich verletzt und teilweise im Zug eingeklemmt. Zur Darstellung des Szenarios des deformierten Personenzuges wurden Pkw auf einem Güterzugwaggon verwendet.

Fotos von der Übung:

Unfallszenario am Bahnhof

Schnelle Rettung

Den Einsatzkräften der Feuerwehr wurden vom Einsatzleiter zunächst zwei Einsatzabschnitte zugewiesen. Im ersten galt es, die Oberleitung zu erden und nach Freigabe durch den Notfallmanager der Bahn die Rettungsarbeiten zur Betreuung der eingeklemmten Zugpassagiere durchzuführen. Mit mehreren hydraulischen Rettungssätzen, Rettungsgerüsten und vor allem Man-Power wurden insgesamt sechs Personen zügig und dennoch schonend gerettet.

Das BRK hatte ein Behandlungsgelände eingerichtet, auf dem die Verletzten anschließend versorgt und in Krankenhäuser abtransportiert wurden. Parallel zu diesen Arbeiten rettete eine weitere Löschgruppe den Lokführer des Güterzuges. Dabei kamen Steckleiterteile und eine Schleifkorbtrage zum Einsatz.

Enge Zusammenarbeit

Im zweiten Einsatzabschnitt galt es, die in den restlichen Waggons des Personenzuges befindlichen Personen zu retten. Die große Anzahl an Passagieren und der unterschiedliche Schweregrad der Verletzungen machten eine sogenannte Sichtung notwendig. In enger Zusammenarbeit wurden von Feuerwehr und Rotem Kreuz zunächst alle lebensbedrohlich verletzten Zuginsassen gerettet und wiederum am BRK-Behandlungsplatz versorgt.

Mittelschwer- und Leichtverletzte wurden im Anschluss ebenfalls aus dem Zug gebracht und den Einsatzkräften am Behandlungsplatz übergeben. Insgesamt 19 Personen wurden auf diese Weise gerettet.

Mit der Übung zufrieden

In der abschließenden Übungsbesprechung zeigte sich Übungsorganisator Kreisbrandmeister Leonhard Schaller über den guten Übungslablauf erfreut. Auch der Freilassinger Feuerwehr-Einsatzleiter Rochus Häuslmann sowie BRK-Einsatzleiter Andreas Rautter nahmen zur Übung Stellung und bedankten sich bei den Einsatzkräften für die professionelle Arbeit. Lob und Anerkennung sprachen ebenso die anwesenden Notfallmanager der Deutschen Bahn aus.

Fazit der Großübung auf Kreisebene: Wichtige Schnittstellen zwischen Deutscher Bahn und den Einsatzkräften konnten an diesem Tag auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. Auch das Vorgehen zur Menschenrettung und technische Hilfeleistung auf schwer zugänglichen Bahnanlagen war eine wichtige Erfahrung für Feuerwehr und BRK.

schl/bit

Quelle: BGland24.de

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