Offene Jugendarbeit im Web 2.0

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Freilassing - Die Stadt Freilassing bemüht sich um ihre Kinder und Jugendlichen. Auch wenn die nicht tun und lassen können, was sie wollen, nutzen sie doch gerne das Angebot.

Den Kindern gehört nicht nur die Zukunft, sie sind heute schon ein wichtiger Teil der Stadt. 1.463 Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren lebten 2011 in Freilassing. Entsprechend ist es der Stadt ein Anliegen ihre Bedürfnisse zu kennen, ihnen Möglichkeiten zu geben ihre Ideen zu verwirklichen und ein Teil der Stadtgemeinschaft zu sein. Wichtigste Einrichtung ist das Kinder- und Jugendbüro der Stadt, das dezentral mit den verschiedenen Einrichtungen vom Aquarium über den Jugendtreff bis zum Werk 71 arbeitet. Bei gemeinsam.gestalten Stadtentwicklung Freilassing gingen auch für diesen Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit Ideen ein.

Freilassing tut sehr viel, ist die Überzeugung von Stadtjugendpfleger Michael Schweiger. Die Angebote haben aber auch einen Haken: Die Jugendlichen können nicht tun und lassen, was sie wollen. Anders als es bei einer Hütte auf einem Privatgrund sein kann, wird bei Angeboten der offenen Jugendarbeit beständig darauf geachtet, dass das Jugendschutzgesetz seine Geltung hat. Nicht der pädagogische Zeigefinger, sondern die gemeinsamen Absprachen mit den Jugendlichen stehen für das Team des Kinder- und Jugendbüros im Vordergrund.

Die Jugendlichen können gut damit umgehen. Aktuell sind es 100 Jugendliche, die mehr oder weniger regelmäßig im Jugendtreff aus und eingehen und mit dem zuständigen Sozialpädagogen, Rudi Hiebl, in Kontakt stehen. Auch im Werk 71 ist das Jugendcafe im Betrieb, verschiedenste Jugendbands proben in den Räumen und Iris Nowak bietet Interessent/inn/en einen Ort an dem gestaltet werden kann. Der Skaterplatz wird genutzt. Trotz weiterer offener Einrichtungen für Jugendliche, wie etwa dem Blue House Cafe der evangelischen Kirche, wurde bei der Ideensammlung für die Stadtentwicklung der Wunsch nach einer Ausweitung des Jugendtreffs und nach mehr Raum für die Jugend mehrfach geäußert.

Bereits seit langem wird in der Stadt mit der Erkenntnis gearbeitet, dass es die Jugendlichen nicht als homogene Gruppe gibt. Entsprechend hat sich die Entscheidung dezentrale Einrichtungen zu schaffen bewährt. Obwohl auf diese Weise versucht wird möglichst vielen gerecht zu werden, sind offenbar Lücken spürbar.

Ein Signal für alle Jugendlichen, die diese Lücke spüren, die sich engagieren wollen, die ihre Belange anders vertreten sehen wollen, die etwas besprechen wollen oder einfach wissen wollen, was so alles los ist, wird mit der Jugendsprechstunde gesetzt. Stadtjugendpfleger Michael Schweiger startete sie nach den Osterferien. Jeden Freitag von 18 bis 20 Uhr ist er für alle Jugendlichen als Ansprechpartner im Jugendtreff im Werk 71 in der Reichenhaller Straße 71.

Nicht nur real, sondern auch auf Facebook ist das Kinder- und Jugendbüro für Jugendliche da (www.facebook.de/kjb.freilassing). Eine der Anregungen für gemeinsam.gestalten Stadtentwicklung Freilassing hat mit der Facebookgruppe Freiwand ihre eigene Plattform. Legale Sprayerflächen in Freilassing und ein guter Weg dorthin sind hier das Thema.

Auf Facebook werden auch die zahlreichen Veranstaltungen insbesondere im Werk 71 beworben. Klassische Plakatwerbung oder Anzeigen, wie als mehrfacher Wunsch an die Stadtentwicklung herangetragen, wird von der Stadt nur sehr begrenzt finanziert. Bands, die Konzerte geben, werden auf Wunsch bei der Werbung beraten. Einen größeren Etat gibt es dafür nicht. Ideen, wie man es besser machen kann, nimmt das Kinder und Jugendbüro gerne auf.

Eine Anregung, die das Kinder- und Jugendbüro auch mitträgt, ist der Wunsch nach einer größeren Küche für den Kidskochclub, sowie generell mehr Raum für Jugendliche sowie das Zusammentreffen der Generationen. Das wird als positives Signal verstanden: Freilassing will gemeinsam.gestalten.

Quelle: BGland24.de

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