Drei Auszeichnungen für die Mittelschule

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Die strahlenden Gewinner von links nach rechts: Markus Hiebl, Projektleiter, Christian Binder, EDV-Verantwortlicher, Reinhard Wierer, Statik und Brandschutz, Peter Gerlach, HSL- Technik, Erster Bürgermeister Josef Flatscher, Bernhard Putzhammer, Architekt, Fred Meier, Architekt, Heinz Mayer, Elektroprojektant, Jürgen Hilse, Landschaftsarchitekt.

Freilassing - Alle Planer, die an der Sanierung der Mittelschule beteiligt waren, können sich freuen: Aufgrund der hervorragenden Energieeffizienz gab es gleich drei Auszeichnungen:

Ein Ort an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich gerne aufhalten, in angenehmer Atmosphäre lernen und arbeiten oder manchmal einfach nur spielen oder sich unterhalten können. Eine Schule, die Schule machen kann, ist mit der Generalsanierung der Mittelschule in Freilassing entstanden. Der Stahlbeton-Skelettbau mit Sichtbetonfassade von 1972 wurde 2011 zum Passivhaus umgebaut und die Außenanlagen sowie die nun angrenzende Stadtbücherei neu gestaltet.

Ein engagiertes Planerteam unterstütze Projektleiter Markus Hiebl vom Bauamt der Stadt Freilassing. Erster Bürgermeister Josef Flatscher freute sich daher, dass er gleich drei Auszeichnungen an die Freilassinger Architekten Fred Meier und Bernhard Putzhammer, dem Rosenheimer Elektroprojektant Heinrich Mayer, dem Rosenheimer HSL-Techniker Peter Gerlach, dem Traunsteiner Landschaftsarchitekt Jürgen Hilse, sowie dem Statiker und Brandschutzexperten Reinhard Wierer aus Übersee weiterreichen konnte.

Grund der Auszeichnungen ist das beispielgebende Energiekonzept, das die Stadt Freilassing gemeinsam mit den Planern aus der Region erarbeitete und umsetzte. Im Landkreis Berchtesgadener Land hat die Generalsanierung den zweiten Platz bei der diesjährigen Verleihung des Sparkassen Energiepreises erhalten. Mit dem Preis werden zukunftsorientierte Projekte oder Initiativen ausgezeichnet, die Vorbildfunktion haben, übertragbar sind und deutlich über die gesetzlich vorgeschriebenen energierechtlichen Anforderungen hinausgehen.

Die Generalsanierung zum Passivhausstandard wurde außerdem mit dem Label „Good Practice Energieeffizienz“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) in der Kategorie „Gebäudebezogene Projekte“ ausgezeichnet. Dieses Zertifikat wird für Aktivitäten und Projekte vergeben, die zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung des Endenergieverbrauchs beitragen und die als ausgezeichnete Energieeffizienzprojekte verstanden werden, die zu Ressourcenschonung und zum Klimaschutz beitragen. Gesellschafter der dena sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, KfW Bankengruppe, Allianz SE, Deutsche Bank AG sowie die DZ BANK AG.

Und schließlich ist die Stadt Freilassing Gewinner bei „Kommunaler Klimaschutz 2012“. 40.000 Euro Preisgeld hat die Stadt vom Bundesumweltministerium in Kooperation mit dem „Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz“ erhalten. Bundesweit wird es als herausragende Leistung gesehen, dass ein Schulgebäude aus den 70er Jahren zum Passivhaus saniert werden kann. Die Preisverleihung in Berlin war nicht nur eine Ehre, sondern auch eine gute Möglichkeit andere innovative Gemeinden und ihre Strategien kennenzulernen und sich zu vernetzen.

Das Preisgeld von 40.000 Euro ist wieder in die Umsetzung von Klimaschutzvorhaben zu investieren. 10.000 € fließen in den Neubau der Kinderkrippe als Plusenergiehaus. Freilassing baut hier eine 45 KWp PV Anlage, die über die Jahresbilanz den Verbrauchsstrom der Gebäudetechnik und der Nutzer produziert und erzeugen die Wärmeenergie mit Erdsonden und Wasser/Solepumpe. 30.000 Euro gehen in die Planung eines Energieverbundes der städtischer Liegenschaften, die in unmittelbarer räumlicher Nähe zueinander liegen: Bücherei, Mittelschule, Grundschule, Schwimmbad und Turnhalle, Vereinsjugendheim sowie eine Kläranlage. Mittelfristig werden hier neue Wärmeerzeugungsanlagen notwendig. Hierzu soll ein Gesamtkonzept zur optimalen Wärme- und Stromversorgung mit einer zukunftsorientierten, wirtschaftlichen und regenerativen Energieerzeugung angestrebt werden. Verschiedene Möglichkeiten müssen dazu untersucht und berechnet werden. Aktuell wird an einer Fallstudie gearbeitet. Die dafür notwendigen Planungsmittel können zum Teil vom Preisgeld gedeckt werden.

Pressemitteilung Stadt Freilassing

Quelle: BGland24.de

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