Freilassing: Neben Biomasse auch Öko-Energiepark?

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Direkt neben der Kläranlage in Freilassing will die Salzburg AG zusammen mit der Stadt einen Ökoenergiepark errichten.

Freilassing - Vor einem Jahr ist eine Kooperation mit der Salzburg AG in Sachen Biomasse im Freilassinger Stadtrat abgelehnt worden. Jetzt könnte es doch eine geben.

Die Salzburg AG wollte damals im Bereich Eham ein Biomasse-Heizkraftwerk errichten, dass sowohl Salzburg als auch Freilassing mit Fernwärme versorgt. Der Widerstand in der Bevölkerung brachte letztlich den Ausschlag, dass sich der Stadtrat gegen eine solche Kooperation ausgesprochen hat.

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und wollen den Freilassingern jetzt eine Lösung nur für Freilassing vorschlagen", sagte Gerald Tscherne von der Salzburg AG im Bgland24-Interview. Der Vorschlag ist ein kompletter Ökoenergiepark direkt neben der Kläranlage. Es soll also das geplante Biomasse-Heizkraftwerk entstehen, dazu eine Biogas- und eine Photovoltaikanlage. Abrunden soll das Energie-Angebot eine Biogas- und eine Ökostrom-Tankstelle. Damit könnte dann auch der öffentliche Personen-Nahverkehr versorgt werden, so Tscherne.

Der Stadtrat hat sich mit 16 zu fünf Stimmen für die Prüfung einer Kooperation ausgesprochen. Neben der Salzburg AG sind e.on und die Firma Max Aicher im Gespräch. Grundsätzlich zeigte sich das Gremium den Plänen der Salzburg AG gegenüber positiv. Bürgermeister Josef Flatscher betonte, dass das Thema Biomasse jetzt nicht von vorne aufgerollt werde, es werde nur aufgesetzt. "Wir werden die Feder nicht aus der Hand geben", so Flatscher. Jetzt werde eine Kooperation erstmal geprüft, sie nicht zu untersuchen, wäre fahrlässig.

In rund zwei Monaten sollen neue Fakten auf dem Tisch sein, bzw. soll der Stadtrat wieder über das Thema Ökoenergiepark entscheiden. Ein Vorteil der Kooperation wäre vor allem der niedrigere Wärmepreis für den Abnehmer. Die Salzburger würden dann vor allem von der Erschließung Ehams durch einen Kreisverkehr an der B20 profitieren.

Allerdings könnte der Bürgerarbeitskreises Biomasseheizkraftwerk Freilassing schon aktiv werden, bevor etwas entschieden ist. Im Anschluss an die Stadtratsitzung am Montagabend formulierten die Mitglieder die Fragestellung sowie die Unterschriftenliste zum anstehenden Bürgerbegehren. Nach einer notwendigen juristischen Prüfung der Formulierung soll diese öffentlich gemacht werden. Die Durchführung des Bürgerbegehrens werde sehr zeitnah stattfinden, heißt es.

red-bgl24/cz

Alles weitere zum geplanten Biomasse-Heizkraftwerk finden Sie hier.

Quelle: BGland24.de

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