Bahnhof gemeinsam gestalten

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Freilassing - Der Bahnhof soll eine wichtige Funktion im öffentlichen Raum wahrnehmen. Aber: Überrollen lässt sich niemand gerne:

... Weder im buchstäblichen noch im übertragenen Sinn. Entsprechend ist es wichtig bei größeren Veränderungen im Verkehrswesen der Stadt möglichst früh zu informieren und einzubinden. In Freilassing ist am Bahnhof einiges in Bewegung gekommen. Das dritte Gleis kommt. Der Bahnhof und die bestehenden Bahnsteige sollen zeitgemäß überarbeitet werden, um barrierefrei und sicher die An- und Abfahrt zu ermöglichen. Die Busbetreiber wollen ihr Angebot kundenfreundlich einbringen. Fahrradfahren wird sowohl ökologisch als auch finanziell und gesundheitlich positiv gesehen und soll so ausreichend Platz haben. Und Autos gehören für die nächsten Jahrzehnte auch noch zur Mobilität und brauchen Platz zum Fahren und zum Parken. Treffpunkt aller Bewegungen ist der Bahnhofsvorplatz.

Als öffentlich nutzbarer Stadtraum hat er viele Funktionen und erfüllt wichtige Aufgaben: Menschen kommen an und gewinnen ihren ersten Eindruck vom Ort. Sie gehen weg und nehmen die Erinnerung mit. Möglichst entspannt und ohne Stauungen soll das gehen. Egal, ob jemand zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto oder Bus und Bahn ankommt oder weiter will. Verkehrsplaner Alexander Süßmuth sieht hier gute Potentiale. Nach Beschluss des Freilassinger Stadtrats soll dort ein urbanes Zentrum aus Wohnen, Bildungseinrichtungen, Dienstleistung und lediglich der Versorgung des Gebiets dienenden Läden entstehen. Für diese Nutzung gibt es genug Raum, um den Verkehr störungsfrei zu führen. Eine hochwertige Gestaltung des Platzes selbst ist ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Wertigkeit des Standorts Freilassing. Die Gespräche der Stadt mit Günther Pichler, dem Leiter des Regionalbereich Bayern, der DB Station & Service AG, den Stadt- und Verkehrsplanern, spielen Szenarien durch, die ein harmonisches Miteinander von öffentlichem und individuellem Verkehr ermöglichen sollen und einladend wirken.

Die Idee eines Bahnhofsvorplatzes, der eine weitere wichtige Funktion des öffentlichen Raums in Freilassing wahrnimmt, ist auf dem Tisch: Der Platz als die Bühne des öffentlichen Lebens. Ein Ort, an dem sich Urbanität abspielt. Das verträgt sich gut mit dem Willen der Stadt in diesem Areal den Bildungsstandort Freilassing weiter auszubauen. Erste Gespräche mit Landrat Georg Grabner hat Erster Bürgermeister Josef Flatscher zu diesem Thema bereits geführt und ist auf Sympathie getroffen. Wird diese Idee umsetzungsreif, dann mischen sich in ein paar Jahren Schüler/innen, Studierende und Fortbildungswillige mit Berufspendler/innen, Geschäftsreisenden und Flanierenden  Die Ruhe und Abgeschiedenheit einer ländlichen Region hat so ein Areal nicht. Es ist dynamisch und voller Bewegung. Menschen kommen und gehen. Züge, Busse, Fahrräder und Autos gehören zu einem Bahnhof. In Freilassing fliegen auch noch Flugzeuge darüber hinweg. Die Verkehrsplaner/innen müssen alle Verkehrsteilnehmer/innen gleichermaßen im Blick behalten, egal ob schnell und wendig oder langsam und bedächtig. Barrierefrei und praktisch. Praktisch auch, da die Verdichtung rund um den Bahnhof als Wohn und Bildungsstandort in den Augen von Verkehrsplaner Alexander Süßmuth eine ansprechende Variante im Hinblick auf Freilassings Entscheidung für eine verkehrsminimierende Siedlungsentwicklung ist. Zum Arbeiten und Lernen sind die Menschen in aller Regel bereit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren - sofern die Takte passen. Die Zeiten sind gut abschätzbar. Die Größe der Tasche und der Dinge, die mitzunehmen sind, ist klar zu definieren. Bus oder Zug können hier gut die Bedürfnisse abdecken.

Pressemeldung Stadt Freilassing

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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