Freie Wähler Heimatliste Freilassing

Freie Wähler für Erhalt von Tradition

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Freilassing - Die Freien Wähler haben einen Rundgang im traditionsreichen Salzburghofen gemacht. Ob es bald ein neues Ortsschild "Stadt Freilassing-Salzburghofen" geben wird?

Mit den Worten, Salzburghofen könne man durchaus als die Keimzelle Freilassings bezeichnen, begann Hias Kreuzeder den Rundgang von Bürgermeisterkandidat Florian Löw, Stadtrat Ludwig Unterreiner und mehreren Stadtratskandidaten der FWG.

Hias Kreuzeder schlug einen weiten Bogen von der Salzburghofener Tradition zur heutigen Freilassinger Realität. Beim Gang durch die Keimzelle von Freilassing beschrieb er diesen heutigen Ortsteil der Stadt Freilassing als ehemaliges Zentrum bäuerlicher Kultur und Lebensart. Sämtliche Gewerke, vom Schmied bis zum Wagner, hätten den Bürgern zur Verfügung gestanden. Bauern säten und ernteten, die vielfältigen Erträge wurden auf dem Dorfplatz beim Bauernmarkt auf „schragn Brettern“ abgelegt und verkauft. Von dieser Bezeichnung leitet sich wohl auch der Strassenname „Schragnweg“ ab. In der Albrecht’schen Molkerei wurde aus heimischer Milch Joghurt und Trinkmilch erzeugt. Beim Rieschen- und Mirtlwirt wurde geschlachtet.

Im Gegensatz zu heute war kein Herkunftsnachweis notwendig, kannte doch nahezu jeder den Erzeuger seiner Lebensmittel persönlich. Keiner wäre auf die Idee gekommen, seinen Weizen in die Ferne zu verkaufen, um dann das eigene Brot wieder von jemand Anderen aus der Ferne einkaufen zu müssen.

Ludwig Unterreiner informierte darüber, dass nahezu jeder ältere Verein der heutigen Stadt Freilassing seine Gründung in Salzburghofen erlebte. Auch erinnerte er daran, dass der überregional bekannte Alois Irlmaier ein Salzburghofener Ur-Gestein war und gegenüber dem Rieschenwirt wohnte.

Den Freien Wählern Freilassings gehe es in erster Linie um den Erhalt des Platzes zwischen Peterskirche, Rieschen- und Mirtlwirt als Dorfplatz sowie des dörflichen Charakters des ganzen Ortsteils.

Auf dem Weg in die „Moderne“ begann das große Bauernsterben. Unter der Preisgabe der möglichen Selbstversorgung der Stadt Freilassing wichen immer mehr Bauernhöfe dem sogenannten modernen Wohnungsbau. Da es bis zum heutigen Tag kein wirkliches, städtebauliches Konzept für Salzburghofen gäbe, müsse man heute mit diversen „Bausünden“ leben.

Florian Löw ging auch auf die historische Bausubstanz des Mirtlwirts ein, die noch immer nicht als für die Nachwelt gesichert, angesehen werden könne.

Die FWG Heimatliste stehe für den Erhalt des dörflichen Charakters unter Erhalt des baulichen Ensembles um den Dorfplatz herum und möchte diese Örtlichkeit zu einem intensiv genutzten lebendigen Mittelpunkt dieses, für Freilassing so wichtigen Ortsteile erhalten und weiterentwickeln. Damit dies gelingen könne, sei es aber sehr schnell notwendig, die bauliche Entwicklung Salzburghofens und der restlichen Stadt auf den Prüfstand zu stellen.

Es seien vom neuen Stadtrat die Voraussetzungen zu schaffen, endlich das Sonnenfeld einer umfassenden Nutzung zuzuführen. So könne man der immer heftiger um sich greifenden Nachverdichtung in Salzburghofen, aber auch anderen Freilassinger Stadtteilen, entgegengewirken.

Mit dem heutigen Tag kann man laut Florian Löw nämlich unumwunden feststellen, dass das angebliche Ziel der Nachverdichtung bestehender Siedlungen, nämlich bezahlbaren Wohnraum und günstigere Mietpreise zu ermöglichen, gründlich verfehlt worden sei.

Vielmehr sei der Spekulation Tür und Tor geöffnet worden, für mehrköpfige Familien brauchbare Wohnungen seien in Freilassing mittlerweile gesuchte Mangelware.

Wer seine Vergangenheit zerstört, hat keine Zukunft.“ Mit diesen Worten beschlossen Florian Löw und Ludwig Unterreiner mit ihrer Gruppe den Rundgang durch einen Ortsteil an dem auch in Zukunft die Brauchtumspflege lebendig erhalten werden könne. Wenn man es wolle.

Einen gewissen Charme habe der Gedanke, Salzburghofen im Namen der Stadt Freilassing zu führen. Der Gedanke an ein Ortsschild „ Stadt Freilassing-Salzburghofen“ sei so manchem Besucher des Rundgangs nicht mehr aus dem Kopf gegangen.

Übrigens: Freilassing hat 18 Gemeindeteile: Neben Salzburghofen und dem Hauptort und Namensgeber Freilassing sind dies die Dörfer: Hofham, Saalbrück, Sailen und Untereichet, die Weiler Brodhausen, Eham, Hagen, Klebing, Lohen, Obereichet, Schaiding und Stetten sowie die Einöden Aumühle, Hub, Oedhof und Wassermauth.

Sie zu kennen und wertzuschätzen, sei den Freien Wählern mit dem nicht von ungefähr kommenden Zusatz „Heimatliste“ ein besonderes Anliegen.

Pressemitteilung FWG Heimatliste Freilassing

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Freie Wähler Heimatliste Freilassing

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