18 Schülerinnen wurden ausgezeichnet

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Freilassing - Für die Absolventinnen der Mädchenrealschue Freilassing stand nun die Abschlussfeier im Waginger Strandkurhaus an. Dabei wurden 18 Schülerinnen ausgezeichnet.

„Ein Hoch auf das, was vor uns liegt“, bezog sich Schülersprecherin Katharina Enzinger in ihrer Ansprache auf den Refrain der WM-Hymne „Auf uns“ von Andreas Bourani. „Meiner Meinung nach spiegelt der Text des Liedes wider, dass man mit dem Glauben an sich selbst alles erreichen kann“. Nicht alles, aber eine wichtige Etappe in ihrem Leben haben die neunundneunzig jungen Damen der Freilassinger Mädchenrealschule mit dem Bestehen der Mittleren-Reife-Prüfung geschafft. Im Rahmen einer stimmungsvollen Verabschiedungsfeier im vollbesetzten Saal des Waginger Strandkurhauses erhielten sie nun ihre Zeugnisse.

Die anwesenden Ehrengäste hoben in ihren Grußworten allesamt den guten Ruf hervor, den die Schule weit über Freilassings Stadtgrenzen hinaus genießt. Ein Ruf, der sich auch daran ablesen lässt, dass achtzehn Schülerinnen für hervorragende Leistungen ausgezeichnet werden konnten. Zehn Jahre Schulzeit lagen hinter den Absolventinnen der Mädchenrealschule Franz von Assisi. Grund genug, sich zum Finale nochmals von der besten Seite zu zeigen. Dies betraf sowohl die Bühnenpräsenz, aber auch - und vor allem - das anmutige Erscheinungsbild der jungen Damen, hatten sie sich doch für diesen besonderen Tag allesamt fein herausgeputzt. Und es lag nicht etwa an der Angst vor schlechten Noten, die manchem Mädl schon vor Beginn der Feier kleine Schweißperlen auf die Stirn trieb, sondern am heißen Sommerabend, der den Saal zur Sauna werden ließ.

Mit dem Traditional „Oh happy Day“ begrüßte der Schulchor unter Leitung von Monika Wiedecke und Robert Jäger die Gäste im brechend vollen Saal. Im Namen der Zehntklass-Lehrer wandte sich dann Alexander Posch an die Abschlussschülerinnen. „Ihr braucht keine Angst zu haben, dass ich in meiner Begrüßung lange darüber philosophieren werde, welche „Berge“ wir erklommen haben, welche Kreuzfahrt wir zusammen unternommen haben oder welche schwere Reise noch vor euch liegt“, begann er seine launige Rede und landete gleich mit seinem nächsten Satz einen Heiterkeitserfolg: „Auch werde ich euch nicht bedauern für sechs Jahre Sklaverei, die ihr erdulden musstet.“ Er wolle einfach seinen Dank zum Ausdruck bringen – und zwar nicht nur den Dank für hervorragende Prüfungsleistungen, sondern auch dafür, „dass ihr in den letzten sechs Jahren unsere Schule außerordentlich gut repräsentiert habt“.

Abschlussfeier der Freilassinger Mädchenrealschule

„Euer Engagement im Schulleben, eure Mitarbeit bei sozialen Projekten und eure Leistungsbereitschaft sind das wesentliche Aushängeschild für unsere Schule, auf das wir stolz sein dürfen“, fasste Alexander Posch zusammen. Den Dankesworten schloss sich auch Schulleiter Günter Kronawitter an und bezog alle mit ein, die zum reibungslosen Verlauf des Schulalltags beitragen und „somit auch euren schulischen Erfolg ermöglicht haben“. Ob Hausmeister, Reinigungsteam und Sekretärinnen, ob Lehrer und Eltern, ob Diözese und Landkreis, allen sei ein herzliches „Vergelt’s Gott“ gesagt. Erfreut zeigte sich der Schulleiter, dass unter den Ehrengästen auch sein Vorgänger Bernhard Hauser und die langjährige Kollegin Schwester Mansueta Mangstl weilten. „Mit dem heutigen Abschluss habt ihr alle Möglichkeiten offen, ihr müsst sie nur nutzen“, hatte Günter Kronawitter zuvor die Absolventinnen angesprochen und dies mit einem Zitat des Autobauers Henry Ford untermauert: „Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.“

„Ich bitte euch, nein ich fordere euch auf, gebt für eure Zukunft mit eurem Motor, das heißt mit euren Begabungen, mit euren Talenten und eurer Bildung, Gas“, richtete der Schulleiter einen flammenden Appell an die Schülerinnen. Auf das Thema „Eigenverantwortung“ ging auch Landrat Georg Grabner in seinem Grußwort ein. „Sie sind jetzt frei von der Schule. Freiheit bedeutet aber immer auch ein Wagnis. Und Freiheit und Selbstbestimmung sind untrennbar mit Verantwortung verbunden.“ Viel Lob hatte der Landrat für das „außerordentliche Engagement“ der Lehrkräfte an der Franz-von Assisi-Schule übrig: „Hier werden noch Werte vorgelebt und vermittelt, die für unser Zusammenleben wichtig sind. Es kommt nicht von ungefähr, dass Absolventinnen dieser Schule gefragte Auszubildende für viele Firmen sind.“

Dieser Einschätzung schloss sich auch Bürgermeister Josef Flatscher an: „Freilassing ist stolz auf den guten Ruf, den die Mädchenrealschule weit über die Stadtgrenzen hinaus genießt.“ Gegründet wurde die Franz von Assisi Realschule von der Kongregation der Franziskanerinnen in Au am Inn. Generaloberin Schwester Dominica Eisenberger ließ es sich nicht nehmen, in einem Grußwort den erfolgreichen Schülerinnen zu gratulieren. „Zu eurer neuen Wegetappe wünsche ich euch viel Schwung und Kraft, Freude und Lust zum Neubeginn und den begleitenden Segen Gottes“, gab sie den Absolventinnen mit auf den Weg. „Heid is a bsonderer Dog”, unter dieses Motto stellte Elternbeirats-Vorsitzende Barbara Geigl ihre herzerfrischend vorgetragene Gratulation. „Vor zehn Jahr ham mir Eltern kloane laffade Meterzwanzge in da 1. Klass o’gehm – und heit sand’s pubertierende, ab und zu nervende junge Erwachsene.“

Barbara Geigl bedankte sich bei der Schulleitung und den Lehrkräften für die gute Zusammenarbeit und den Schülerinnen rief sie zu: „Ihr Mädels geht’s eian Weg!“ Den Weg, der nun hinter ihnen liegt, ließ Schülersprecherin Katharina Enzinger in ihrer Rede noch einmal in all seinen Höhen und Tiefen Revue passieren. Da durften natürlich die Lehrer nicht fehlen: „Auch wenn wir nicht immer ganz einfach waren und die Lehrer vielleicht manchmal an den Rand der Verzweiflung trieben, haben sie uns zu unserem Ziel gebracht. Danke für eure Geduld, Ausdauer und Hartnäckigkeit.“ Und an ihre Mitschülerinnen gewandt meinte Katharina Enzinger: „Ich glaube, wir können stolz auf uns sein und uns nun neue Ziele setzen.“ Ihren Stolz, aber auch ihre Rührung konnte man den jungen Damen dann auch wirklich ansehen, als sie auf die Bühne gebeten wurden, um aus den Händen ihrer jeweiligen Klassenleiter das Zeugnis der Mittleren Reife entgegenzunehmen.

Ja, und dann waren da noch achtzehn Mädchen, die ein zweites Mal auf die Bühne durften. Grund: Sie hatten es geschafft, einen Notendurchschnitt von 1,42 und besser zu erreichen (siehe Kasten). Dafür wurden sie von Bürgermeister Josef Flatscher mit Buchgeschenken ausgezeichnet. „Spitzenreiter“ waren Vanessa Prechtl und Julia Eder mit einem Schnitt von 1,08. „Ein Zweier hat den runden Einser vermasselt“, merkte dazu Schulleiter Günter Kronawitter schmunzelnd an. Nicht vergessen werden dürfen der Schulchor und die verschiedenen Solistinnen, die mit ihren musikalischen Zwischenspielen begeisterten. „Auf uns“, mit dem WM-Hit, eindrucksvoll interpretiert von Silvia Gruber und Julia Rehrl, ging die stimmungsvolle Verabschiedung zu Ende. Der offizielle Teil zumindest, denn rasch wurden Stühle beiseite geräumt, um Platz zum Tanzen zu schaffen. Disco mit „DJ Murat“ war angesagt!

nh

Quelle: BGland24.de

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