Betreutes Wohnen in der Böhmerwaldstraße

FWG Thomas Ehrmann: „Sind Nachbarn informiert?“

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Diese Art Reihenhaus aus dem Jahr 1969 soll einem Appartementhaus für betreutes Wohnen Platz machen, der Bauausschuss ist grundsätzlich einverstanden.

Freilassing - Zwei Varianten standen im Bauausschuss am Dienstagnachmittag für einen Neubau in der Böhmerwaldstraße zur Auswahl, eine Stiftung möchte hier anstelle des jetzigen Gebäudes ein Appartementhaus für betreutes Wohnen bauen.

Es sollen in beiden Varianten zwei Vollgeschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss mit insgesamt zwölf Wohnungen entstehen. Die acht Mitglieder des Bauausschusses stimmten einstimmig dafür, dass die Stadt mit beiden Varianten leben kann.   

Die Bauvoranfrage kommt von der Thomas-Wimmer-Stiftung, die anstelle eines länglichen Gebäudes mit drei Eingängen aus dem Jahr 1969 ein modernes Appartementhaus errichten will, in der zwölf Einheiten für betreutes Wohnen zur Verfügung stehen sollen. 

Aus städtebaulicher Sicht seien beide Varianten von der Dichte her verträglich, allerdings werde die Variante B bevorzugt, so der Städteplaner. Diese Variante sieht vor, dass der neue Bau näher an die Böhmerwaldstraße, also Richtung Norden rutscht und damit im Süden eine größere Gartenfläche entstehen kann. Da es sich um ein betreutes Wohnen handelt geht die Verwaltung davon aus, dass nicht die übliche Zahl an Parkplätzen vorgeschrieben werden muss sondern eine verringerte Stellplatzzahl in der Variante B in einer Tiefgarage untergebracht werden kann.

Edeltraud Rilling von den Grünen plädierte in der Bauausschusssitzung ebenfalls für die Variante, in der der Bau nach Norden verschoben wird, auch wenn sie leise Kritik anbrachte, warum ein 50 Jahre altes Haus eigentlich abgerissen werden müsse. 

Ob das Nutzen des Neubaus für betreutes Wohnen mit den Nachbarn abgesprochen sei wollte Thomas Ehrmann von den Freien Wählern wissen, immerhin könnte es Anrainer geben, sie sich vielleicht daran stören, „es ist vielleicht nicht jedermanns Sache“.

Bürgermeister Josef Flatscher bezeichnete es als „gesellschaftliche Aufgabe“, Menschen eine Wohnung zu bieten, die nicht mehr alleine zu Hause wohnen können aber auch nicht in ein Pflegeheim müssten. Schließlich stimmten die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig dafür, beide Varianten gut zu heißen.

Michael Hudelist

Quelle: BGland24.de

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