Pressemitteilung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

BRK-Bereitschaft knackt 2018 die 100-Helfer-Marke

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Freilassing - Fast 13.000 ehrenamtliche Stunden - 13 SEG-Einsätze, 25 Sanitätsdienste und 52 Patienten - Die freiwilligen Sanitäter blicken bei ihrer Jahreshauptversammlung auf ein gewohnt arbeitsreiches, aber durchschnittliches Jahr zurück.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaft Stadt Freilassing rund um ihre beiden Chefs Stefan Fuchs und Moritz Jellinek haben bei ihrer Jahreshauptversammlung auf ein arbeitsreiches, aber im Vergleich zu den Vorjahren durchschnittliches Jahr zurückgeblickt. "Wir hatten auf gewohnt hohem Level viel zu tun", berichtet der Bereitschaftsleiter, der vor allem Jugendwart Christian Koller für seine seit Jahren außergewöhnlich engagierte und geduldige Nachwuchsarbeit lobte. Koller und sein Team zeichnen maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich aktuell entgegen des demographischen Wandels sehr viele junge und gut ausgebildete Leute in der Rotkreuz-Gemeinschaft engagieren und mit vielfältigen Kursen, Übungen und Einsätzen in ihre Aufgabe hineingewachsen sind.

Gemessen an den Sanitätsdiensten und Einsätzen war 2018 nicht außergewöhnlich: Es war nicht mehr oder weniger zu tun, als in den Vorjahren. Das Arbeitspensum für die Helfer war hoch, aber insgesamt rückblickend im Jahresdurchschnitt. Das Leitungsteam der BRK-Bereitschaft, in dem sich die Arbeit auf mehrere verantwortungsvolle Schultern verteilt, blieb 2018 gleich besetzt, wurde aber im Herbst mit Sebastian Hafner als Gerätewart und Timo Schuld als stellvertretender Taktischer Leiter vervollständigt. "Wir sind aktuell mit unserem Fuhrpark, der Mannschaft und den Gebäuden sehr gut aufgestellt und zufrieden und können gut arbeiten, auch wenn es eine Menge Freizeit kostet, diese guten Bedingungen organisatorisch und finanziell langfristig am Laufen zu halten", erklärt Fuchs.

100-Helfer-Marke geknackt

Aufgrund der seit Jahren sehr guten Jugendarbeit konnte die Bereitschaft 2018 ihre Personalstärke auf 100 Helfer (2017: 97) steigern - davon sind 35 Kinder und Jugendliche und 51 aktive Einsatzkräfte. Dass die Mitglieder der Bereitschaft auch auf hohem Niveau ihren Dienst versehen, konnte Fuchs anhand der Ausbildungsstatistik belegen: So sind unter anderem zwei Ärzte, sechs Notfallsanitäter, ein Rettungsassistent, 21 Rettungssanitäter, neun Rettungshelfer sowie zwölf Sanitätshelfer in der Rot-Kreuz-Gemeinschaft aktiv.

13 SEG-Einsätze und 25 Sanitätsdienste 

Die Ehrenamtlichen waren bei 25 Sanitätswachdiensten bei Veranstaltungen sowie bei dreizehn Einsätzen der mobilen Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) gefordert - zur Spitzenabdeckung des regulären Rettungsdienstes und Krankentransports, aber auch bei größeren Unfällen und Bränden. Die Ehrenamtlichen übernahmen auch als Rettungsdienst-Unterstützung drei Krankentransport-Fernfahrten. Insgesamt versorgten die Freiwilligen 2018 52 Patienten und transportierten zehn Patienten zur weiteren Versorgung in verschiedene Kliniken. "Diese Einsätze sind oft akute Notfälle, bei denen es auch um Leben und Tod geht; wir bilden unsere Leute entsprechend aus, da sie in sehr unterschiedlichen Lagen viel können müssen - mit einem Pflaster kleben ist es meistens nicht getan", erklärt Fuchs, der für seine Mannschaft deshalb 53 Ausbildungsabende und Übungen organisierte.

Über 3.570 Stunden leisteten die Ehrenamtlichen im regulären Rettungsdienst an den Rettungswachen in Freilassing und in Berchtesgaden. Dabei machen sie wichtige Erfahrungen und sammeln die notwendige Routine, die in den Sanitätsdiensten und bei SEG-Einsätzen absolut notwendig sind und den Patienten zugutekommen. Mit diversen Weiterbildungen qualifizierten sich die Helfer der BRK-Bereitschaft Stadt Freilassing für spezielle Aufgaben: In dreizehn verschieden, überregionalen Ausbildungen wie dem Truppführer-Lehrgang oder dem Fachlehrgang Betreuungsdienst eigneten sich die Ehrenamtlichen zusätzliches Können und Wissen an. Direkt in Freilassing fanden ein Grundlehrgang für psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) sowie eine "REBEL-Schulung" (Rettungsdienst-Einsätze bei Besonderen Einsatz-Lagen) statt - dabei wurden 20 Ehrenamtliche für besondere Einsatzlagen wie Terroranschläge oder einen Amoklauf geschult.

Eine eigene, kleine, aber ebenfalls wichtige Aufgabe der Bereitschaft ist die Betreuung, Registrierung und Verpflegung der Blutspender. Ein zehnköpfiges Team kümmerte sich im vergangenen Jahr bei sechs Terminen um das Wohl von über 800 Blutspendern aus Freilassing und Saaldorf-Surheim. "Mit ihrer Hilfe konnte der Blutspendedienst 701 Konserven Blut gewinnen", lobt Fuchs. Darüber hinaus war die Bereitschaft bei sehr vielen, oft bereits traditionellen Terminen wie dem Kinder-Ferienprogramm, mit dem Loswagen am Kirchweihmarkt, mit einem Verkaufsstand am Christkindlmarkt und beim Großunfallsymposium in Bodelsberg gefordert, wobei auch der geselligen Teil nie zu kurz kam. "Rechnet man alle Stunden aus allen Bereichen zusammen, so haben wir 12.940 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.", berichtet Fuchs, der allen seinen Leuten für ihr außergewöhnliches Engagement dankte.

35 Jugendmitglieder wachsen langsam in den aktiven Dienst hinein 

Die Jugendgruppe rund um Christian Koller besteht aktuell aus 35 Buben, Mädchen und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren, die langsam und mit viel Geduld ihrer Betreuer und Ausbilder in den aktiven Dienst hineinwachsen. In 76 Ausbildungsabenden übten sie in Theorie und Praxis und leisteten insgesamt rund 2.400 Stunden ehrenamtliche Arbeit, wobei sie jüngst auch in der Verpflegung der Einsatzkräfte beim Schnee-Katastropheneinsatz tatkräftig mithalfen und damit bereits in jungen Jahren sehr verantwortungsvolle Aufgaben übernahmen. Ob beim Besuch der Feuerwehr Freilassing, beim Besuch des Technischen Hilfswerks (THW), beim Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuzes (JRK) oder beim gemeinsamen 24-stündigen Berufsfeuerwehrtag mit der Jugendfeuerwehr Saaldorf - überall waren die jungen Sanitäter vorne mit dabei und zeigten Ihr Interesse an der gemeinnützigen Arbeit und ihr Rotkreuz-Können. Neben den vielen Ausbildungen und Aktivitäten hatten die Jugendlichen außerdem bei einem Jugendausbildungs-Camp der Bereitschaften und Fachdienste am Abtsdorfer See sehr viel Spaß.

Sebastian Wimmer produziert professionellen Image-Film 

Im Anschluss an seinen Vortrag präsentierte Christian Koller einen neuen Imagefilm der Bereitschaftsjugend, der federführend von Sebastian Wimmer produziert und professionell geschnitten wurde. In unzähligen Stunden Dreharbeit über das ganze Jahr hinweg entstand ein sehr spannender Kurzfilm, der zur Mitglieder-Werbung in den Sozialen Medien veröffentlicht wurde; wer sich ein Bild von der Bereitschaftsjugend machen will, findet den Film seit dem 21. Februar auf der Facebook-Seite: www.facebook.com/BereitschaftsjugendFreilassing. Fuchs und Jellinek ehrten Wimmer für sein außergewöhnlich gutes und gelungenes Projekt mit einem Geschenkkorb.

Ehrenamt gibt es nicht ohne sehr engagierte Menschen, die dafür ihre Freizeit einbringen: Kreisbereitschaftsleiter-Stellvertreter Walter Söldner (Zweiter von links), Stefan Fuchs (rechts) und Moritz Jellinek (links) ehrten (von links) Erich Baringer (35 Jahre aktiver Dienst), Rosmarie Huber (25 Jahre), der Arzt Dr. Stephan Strebl (25 Jahre), Markus Stummer (20 Jahre) und die Ärztin Wiebke Marx (20 Jahre). Walter Söldner (links), Stefan Fuchs (rechts) und Moritz Jellinek (Zweiter von rechts) zeichneten auch (von links) Frank Feldkirchner (zehn Jahre), Patrick Schünhoff (zehn Jahre), Jakob Löw (fünf Jahre), Marcel Hasenbein (fünf Jahre), Felix Klein (fünf Jahre) und Lukas Karl (fünf Jahre) für ihren jahrelangen aktiven Einsatz aus.

Der zweite Bürgermeister der Stadt Freilassing, Gottfried Schacherbauer, lobte vor allem die die außergewöhnliche Jugendarbeit der Bereitschaft und zeigte sich beeindruckt von den fast 13.000 Stunden Freizeit, die die Mitglieder der BRK-Bereitschaft Stadt Freilassing nur in einem Jahr ehrenamtlich geleistet haben. Saaldorf-Surheims Bürgermeister Bernhard Kern sprach den Ehrenamtlichen hohe Anerkennung für ihre Arbeit aus und lobte die gute Verzahnung der Einsatzorganisationen und ihre unkomplizierte Zusammenarbeit. Feuerwehr-Kommandant Harald Langwieder aus Surheim, der auch für seine Kollegen der anderen Ortsfeuerwehren sprach, bedankte sich genauso wie THW-Ortsbeauftragter Ulrich Hasenöhrl für "die immer gute Zusammenarbeit!"

Pressemitteilung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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