Noch immer kein endgültiger Standort

Bundespolizei Freilassing hat schon wieder zu wenig Platz

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Erst Anfang August ist der zweite Stock fertig geworden, ein weiteres aufstocken ist nicht möglich.
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Freilassing - Rund 300 Beamte sind derzeit der erst Anfang 2018 neu geschaffenen Bundespolizei-Inspektion Freilassing zugeteilt, und es werden noch mehr. Am Ende sollen über 350 Beamte unter anderem die 21 Grenzübergänge zwischen Marktschellenberg und Mühldorf kontrollieren. Die provisorische Inspektion in Modulbauweise an der Lokwelt wurde zwar eben erst aufgestockt, platzt aber nach Angaben von Inspektionsleiter Edgar Dommermuth schon wieder aus allen Nähten.

Waren viele der Meinung, die eigene Inspektion der Bundespolizei in Freilassing gehe auf die Flüchtlingsbewegung zurück erinnert Dommermuth jetzt daran, dass die Planungen für die eigene Inspektion schon 2014 begonnen hätten, „also in einer Normal-Lage“. Mit der Reform der Bundespolizei 2008 sei auch die Inspektion Rosenheim gegründet worden, die für 650 Kilometer Grenze von Lindau über Kufstein und Freilassing bis Mühldorf zuständig war. Das stellte sich schon vor der beginnenden Migration als zu groß heraus. „Ohne die Migration im Herbst 2015 wäre die neue Inspektion in Freilassing schon früher gekommen“, räumt Dommermuth jetzt ein, der angeordnete Grenzeinsatz seit dem 13. September 2015 habe die Umsetzung jedoch deutlich verzögert. Neben dem derzeit nach wie vor laufenden Grenz-Einsatz sei die Bundespolizei auch Bahnpolizei für die vier Landkreise Mühldorf, Altötting, Traunstein und das Berchtesgadener Land.

Im Frühjahr diesen Jahres stockte die Bundespolizei ihr Gebäude erstmals auf, eine weitere Etage ist allerdings nicht mehr möglich.

Mit dem aufgestockten Gebäude habe man zwar jetzt die Raumsituation verbessern können, doch mit der beschlossenen Stärkung der Inneren Sicherheit rechnet Dommermuth mit weiteren, neuen Mitarbeitern, denn bundesweit gehe die Einstellungsoffensive weiter. Erst vor kurzen seien in ganz Deutschland über 3.000 Männer und Frauen eingestellt worden. „Das Gebäude hier in Freilassing ist, auch wenn es eine Modulbauweise ist, sehr gut, es ist hell und hat eine gute IT-Ausstattung“, so Dommermuth, „aber der Ermittlungsdienst mit rund 30 Beamten ist nach wie vor in Bad Reichenhall untergebracht, weil wir ihn hier nicht unterbringen können“. Außerdem ist die Bundespolizei noch immer im Gebäude der Bayerischen Polizei am Zollhäusl eingemietet, „das ist unsere Übergabestelle an die österreichische Polizei. Ein endgültiger Standort steht indes noch immer nicht fest.

Auch wenn bereits jetzt knapp über 300 Beamte der Inspektion fix zugeteilt sind gibt es nach wie vor Einheiten, die aus anderen Bundesländern für den Einsatz an der Grenze wochenweise dienstzugeteilt sind, „in der Migrationslage wären wir ohne diese Unterstützung nicht handlungsfähig und könnten den 24-Stunden-Betrieb am Walserberg nicht aufrechterhalten“.

Michael Hudelist

Quelle: BGland24.de

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