Neues aus dem Stadtrat Freilassing

Für mehr Einheitlichkeit - So wird zukünftig in Freilassing gepflastert

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Freilassing - In Freilassing wurden in der letzten Zeit viele Straßen ausgebaut,bzw. restauriert. Allerdings nicht immer einheitlich, was die Art des Pflasters angeht. Der Stadtrat hat sich nun mit einer Vereinheitlichung beschäftigt:

"Eine Vereinheitlichung der Materialien bei zukünftigen Pflasterarbeiten bringt nicht nur optisch ein schöneres Bild, sondern hat auch finanzielle und organisatorische Vorteile. Statt unzähliger unterschiedlicher Varianten würde die Vorhaltung der Materialien vereinfacht". So die einhellige Meinung der Verwaltung der Stadt Freilassing zum Thema einer möglichen Vereinheitlichung des Strassenbildes.

Je nach Anforderung durch den Fußgänger-, bzw. Straßenverkehr hat der Stadtrat nun einen Beschluss gefasst, welche Materialien für welche Oberfläche bei künftigen Straßenausbauten verwendet werden sollen.

Fahrbahnen 

Anforderung

Fahrflächen für PKW und LKW sollten grundsätzlich mit Asphalt (Trag- und Verschleißschicht) gestaltet sein. Die Vergangenheit hat bei Pflasterflächen zum Beispiel in der Innenstadt deutlich gezeigt, dass vor allem Brems- und Scherkräfte von Fahrzeugen den Plattenbelägen nach etwa 10 - 15 Jahren derart zusetzen, dass Platten locker werden und zu kippen, bzw. wackeln beginnen

Dies ist selbst bei Straßen mit einem geringen Verkehrsaufkommen durch PKW ́s oder kleineren Lieferfahrzeugen der Fall. Da eine partielle Sanierung lockerer Pflastersteinen relativ aufwendig ist oder häufig gar nicht möglich, muss in der Regel stets ein größerer Bereich ausgebaut, neu aufgebaut und anschließend neu verlegt werden.

Beschlussfassung

Fahrbahnen für überwiegend LKW- und PKW-Verkehr werden mit mindestens zweischichtigem Asphalt hergestellt, die Bemessung erfolgt gemäß der Strassenklasse.

Fußgängerzone

Anforderung

Innenstadtbereiche obliegen in der Regel einer architektonischen Ausarbeitung mit eigenem Gestaltungsvorschlag zu Material und Farbe. Für diese Bereiche gibt es  häufig Einzelbeschlüsse mit Erklärungen der jeweiligen Planer.

Beschlussfassung

Oberflächen für Fußgängerzonen in Innenstadtbereiche werden nach Angabe von jeweiligen Architekten eigens beschlossen.

Gehwege

Anforderung

In Sammel- und Wohnstraßen sollten in der Zukunft die Gehwege grundsätzlich mit einer Oberfläche aus Betonsteinpflaster hergestellt werden. Dies sollte nicht nur bei der erstmaligen Herstellung, sondern auch Erneuerungen, bzw. Verbesserung eingebaut werden. Gerade in Gehwegen finden Leitungen von Sparten (Telekomunikation, Gas, Strom) vermehrt ihren Platz. 

So lassen sich die Oberflächen nach Aufgrabungen (zum Beispiel Kabelschaden, oder Neueinlegung) in der Regel fast im Originalzustand wiederherstellen, anders wie bei Asphaltflächen. So hat die Erfahrung gezeigt, dass farbige oder sehr helle Beläge im Laufe der Zeit grau werden, daher sollte gleich von Anfang an ein mittelgrauer Belag gewählt werden. Dazu eignen sich sickerfähige Betonsteinpflaster in einer Größe von circa 200 x 200 mm und einer Dicke von circa 80 - 100 mm.

Beschlussfassung

Oberflächen von Gehwegen sollten bei Neu- und Erneuerungsmaßnahmen mit grauen, sickerfähigen Betonpflastersteinen hergestellt werden. Stark beanspruchte Überfahrten (Grundstückszufahrt) hingegen mit Granit auf Beton.

Stellplatzflächen

Anforderung

Stellplatzflächen sollten nach Möglichkeit optisch anders wie Fahrbahn-, bzw. Gehwegeflächen aussehen, um diese dem Verkehrsteilnehmer als Sonderfläche zu suggerieren. Als gutes Material eignet sich ein sogenannter Rasenfugenstein aus Beton. Eingefasst werden die Flächen mit einem sickerfähigen Graniteinzeiler auf Beton, welche Scherkräfte von PKW ́s beim Ein- und Ausparken aufnehmen. Die grauen Steine sind in der Regel ca. 160 X 160 mm groß und haben eine Dicke von 80 mm.

Beschlussfassung

Stellplatzflächen für PKW sollen zukünftig mit Rasenfugensteinen aus Beton hergestellt werden.

Knotenpunkte 

Anforderung

Innerstädtische Knotenpunkte, bzw. Kreuzungen sollten optisch hervorgehoben werden. Hierzu wurden zum Beispiel in der Watzmannstraße gute Erfahrungen hinsichtlich einer Verlangsamung des Verkehrs als sogenannte „optische Bremse“ gemacht. Damit können unübersichtliche Kreuzungen besser hervorgehoben werden. Als geeignetes Material haben sich für diese Flächen Granitgroßpflastersteine auf entsprechendem Betonunterbau gut bewährt. Granit zählt zu wiederstandfähigsten Materialien im Straßenbau überhaupt. Die Verlegung in Beton mit ausgeschlemmten Fugen punktet mit langen Standzeiten hinsichtlich Brems- und Scherkräften. Die grauen Granitsteine haben eine Größe von circa 160 x 160 mm und eine Dicke von circa 160 mm Farbe

Beschlussvorschlag

Knotenpunkte / Kreuzungen sollen nach Möglichkeit mit Granitsteinpflaster auf Beton hergestellt werden.

Außerdem sollen für verkehrsberuhigte Bereiche nach Möglichkeit die gleichen Beläge Anwendung finden, während kombinierte Geh- und Radwege in Asphalt hergestellt werden sollen. Technische oder rechtliche notwendige Abweichungen gehen diesem Beschluss vor.

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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