Mehr als 100.000 Euro müssten investiert werden

Lokwelt-Montagehalle als Stadthalle für Freilassing?

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Die 1000 m² große Montagehalle auf dem Gelände der Lokwelt aus dem Jahr 1905 soll öfters für Veranstaltungen genutzt werden können, fordert Pro Freilassing.
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Freilassing - Nach dem „Aus“ für den Gasthof Rieschen mit einem großen Veranstaltungssaal steht in Freilassing nur noch der Rathaussaal mit offiziell genehmigten 199 Sitzplätzen für größere Veranstaltungen zur Verfügung.

„Es heißt immer es müsse mehr Veranstaltungen geben aber wo, warum gibt es keine Stadthalle?“ war die Frage eines Besuchers beim Hearing der vier Bürgermeisterkandidaten durch das WiFo. Die Antwort kam prompt von Thomas Wagner (CSU): „Das Zauberwort heißt Montagehalle“, gemeint ist eine 1 000m² große ehemalige Montagehalle der Deutschen Bahn auf dem Gelände der Lokwelt.

Bereits 2017 hatte ‚Pro Freilassing‘ in einem Antrag gefordert, die Halle für Veranstaltungen zu ertüchtigen, damals war von rund 30.000 Euro die Rede um zumindest den Brandschutz für Veranstaltungen sicherzustellen. Im November 2019 hatte ‚Pro Freilassing‘ gemeinsam mit der SPD und den Grünen neuerlich beantragt, dass die Stadt „eine Nutzungsänderung für die Montagehalle in eine Veranstaltungshalle beschließen möge“. Behandelt wird dieser Antrag in der Stadtratssitzung am 24. Februar, die geschätzten Kosten für die genehmigte Nutzung als Veranstaltungshalle dürften aber mittlerweile weit höher sein als die 30.000 Euro, von mehr als 100.000 Euro ist die Rede, wobei unklar ist ob es sich dabei um Kosten für nötige Investitionen oder nur um Planungskosten handelt.

Genau 199 Personen dürfen derzeit bei Veranstaltungen in die Montagehalle, aus Brandschutzgründen. Platz hätten fünfmal so viele.

Bisher wurden in der ehemaligen Montagehalle der Deutschen Bahn bei der Lokwelt nur vereinzelt Konzerte und Events genehmigt, allerdings jedes Mal mit einem Riesenaufwand, um Brandschutzbestimmungen zu erfüllen. Zuletzt hatte die Vorsitzende des Wirtschaftsforums, Anni Klinger, eine Hochzeitsmesse in der Montagehalle veranstaltet, im Vorfeld sagte sie damals „da dürfen dann mit den Models insgesamt 199 Personen in die Halle, im Vorfeld musste ich ein Brandschutzgutachten erstellen lassen, das zum Beispiel vorschreibt, wie viele Feuerlöscher und wie viele Ordner da sein müssen“.

Die 1905 erbaute Montagehalle diente ursprünglich der Wartung und Reparatur von Lokomotiven, sie gehört zum 1902 bis 1905 erbauten Rundlokschuppen. Beides ist seit 2003 im Eigentum der Stadt Freilassing, nachdem die Deutsche Bahn in den 1990-er Jahren diese Einrichtungen in Freilassing aufgelöst hat. Der Rundlokschuppen wird seither als Lokwelt in Kooperation mit dem Deutschen Museum vermarktet. Das Dach der Montagehalle wurde 2007 vom Orkan Kyrill zerstört und danach im Auftrag der Stadt für 1,3 Millionen Euro erneuert, Lokschuppen und Montagehalle stehen unter Ensemble-Denkmalschutz.

hud

Quelle: BGland24.de

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