Hochwasser: Stadt ergreift kurzfristige Maßnahmen

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Freilassing - Für den Schutz vor einem hundertjährigen Hochwasser laufen die Planungen auf Hochtouren. Bis diese konkret stehen, ergreift die Stadt jedoch bereits kurzfristige Maßnahmen:

Die Stadt Freilassing hat bereits im August 2013 Hochwasserschutz für Freilassing beantragt. Das Ziel ist der Schutz vor einem 100jährigen Hochwasser (HQ 100). Dies wird ein Projekt des Freistaates Bayern, die Stadt Freilassing muss sich an den Kosten beteiligen. Die Planungen sind schon am laufen: Drei Varianten für einen Hochwasserschutzdeich werden vom Wasserwirtschaftsamt untersucht. Nach Festlegung der endgültigen Variante wird ein Genehmigungsverfahren eingeleitet. Es müssen deutsche und österreichische Behörden beteiligt werden, da es sich bei der Saalach um einen Grenzfluss handelt. Bis der Hochwasserschutz steht, wird also noch einige Zeit vergehen.

Um den Hochwasserschutz Freilassings bis dahin zu verbessern, hat der Stadt folgende kurzfristige Maßnahmen beschlossen:

Ein Dammbalken zur Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Einmündung des Saalbachs in die Saalach wurde schon angebracht. Um bei einem Aufstau der Saalach einen Rückstau in den Saalbach zu verhindern, wurde eine Stauelementkonstruktion mit Klappe eingebaut. Diese lässt das Wasser des Saalbaches im Regelfall abfließen. Bei einem Aufstau der Saalach wird die Klappe durch den Wasserdruck geschlossen. Im Alarmierungsfall wird die Klappe bis an die Sohle abgesenkt.

An der Rad- Fußwegunterführung an der Bundestraße 20 zum Heideweg wurde eine mobile Dammbalkenkonstruktion angebracht. Die Unterführung kann im Katastrophenfall in wenigen Minuten abgedichtet werden.

Hochwasserschutzmaßnahmen in Freilassing

Eine Wegeerhörung am Wirtschaftsweg an der B20 soll vorgenommen werden. Hierzu soll der Weg neben der B 20 wie ein Hochwasserdamm ausgeführt werden. Dadurch wird ein Überlauf des Mühlbaches auf die B 20 verhindert und naheliegende Siedlungen geschützt. Das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren dazu läuft. Nach vorliegen der Plangenehmigung und der Leistungsausschreibung für diesen Schutzdeich können die Arbeiten vergeben werden. Wenn alles plangemäß verläuft, kann die Maßnahme im Sommer abgeschlossen werden.

Darauf werden weitere Maßnahmen folgen:

  • Die Standsicherheitsnachweise für die Kraftwerksdämme sind angefordert. Dafür zuständig ist das Landratsamt Berchtesgadener Land.
  • Ausbaggern der Saalachsohle: Die Salzburg AG und der Freistaat Bayern baggern zurzeit die Saalach aus, um eine für Freilassing günstigere Sohllage zu erreichen.
  • Die Sohlrampe wird überrechnet. Das Wasserwirtschaftsamt hat Prof. Rutschmann von der TU München damit beauftragt.
  • Eine wichtige Rolle kommt auch der Gründung der Eisenbahnbrücke zu, die 1860 erbaut wurde. Dort Änderungen zu erreichen ist enorm schwierig. Die Stadt versucht dennoch, hier Verbesserungen zu erreichen. Es wird dazu einen gemeinsamen Termin mit allen Beteiligten in Deutschland und Österreich, einschließlich der Deutschen Bahn AG als Eigentümer, geben.
  • Als vorübergehende Schutzmaßnahme planen das Wasserwirtschaftsamt und die Salzburg AG eine vorübergehende Erhöhung des Uferwegs.

Diese Maßnahmen sollen den Hochwasserschutz für Freilassing vorläufig verbessern. Einen Schutz vor dem sogenannten 100jähirgen Hochwasser kann jedoch erst durch den Bau des Deichs erreicht werden und das wird aus den oben genannten Gründen noch ein paar Jahre dauern.

Pressemeldung Stadt Freilassing

Quelle: BGland24.de

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