Nur noch Tiefgaragenplätze frei

Richtfest für erstes "Wohnbau Bayern"-Projekt in Freilassing

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Christian Struber, Roland Richter und Josef Flatscher im Hintergrund beim Richtfest des Neubaus an der Saaldorfer Straße.
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Freilassing - Ende November vergangenen Jahres war erst Spatenstich an der Kreuzung Wasserburgerstraße/Salzstraße, acht Monate später ist schon Richtfest und alle 17 Wohnungen sind bereits verkauft, „rund ein Drittel an Österreicher, der Rest an Bayern“, so Bayern Wohnbau-Geschäftsführer Christian Struber.

Es ist der erste Neubau im Freistaat des Tochterunternehmens der Wohnbau Salzburg, das schon ein zweites Grundstück in Freilassing gekauft hat, „wir wollen von Salzburg bis Rosenheim aktiv sein, aber Baugrundstücke zu bekommen ist derzeit nicht so einfach, weder in Salzburg, noch in Bayern“.

Für den planenden Architekten Roland Richter ist das neue Haus direkt an der Wasserburgerstraße mit seiner ökologischen Ausrichtung „ein Vorbild für Freilassing“, gemeint sind große Pflanzentröge an den Balkonen, ein begrüntes Dach und in den oberen Stockwerken ein „Private Gardening“.

Im Dezember sollen die ersten Wohnungen übergeben werden, „alle Wohnungen sind bereits verkauft und die neuen Eigentümer haben schon jede Menge Sonderwünsche zur Individualisierung der Wohnungen“. Frei sind nur noch sechs Tiefgaragenplätze, „entweder für Eigentümer die später einen Platz wollen oder auch für Nachbarn“, so Richter. Das Verhältnis der Käufer aus Deutschland und Österreich beträgt 2:1, „es sind junge Familien als auch ältere Leute, zum Beispiel ein Ehepaar aus München, dass die Landeshauptstadt eben nicht mehr so attraktiv findet“. 

Am Rande war zu erfahren, dass einige Interessenten auch mehrere Wohnungen gekauft haben, Immobilien bleiben also das bevorzugte Anlagegut. Auf dem rund 2.000 Quadratmeter-Grundstück an der Wasserburgerstraße standen vor acht Monaten noch Fertigteilgaragen, ab Dezember werden Singles und Familien in 2- bis 4-Zimmerwohnungen mit Größen zwischen 62 m² bis 105 m² wohnen können.

Neue Firma und neue Wohnanlage

Wie beim Spatenstich freute sich Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher nicht nur über die neuen Wohnungen und damit neue Einwohner, sondern auch über das neue Unternehmen, die Wohnbau Bayern, die mittlerweile in Freilassing ihre Zelte aufgeschlagen hat. Der Neubau an sich sei eine große Aufwertung, „ich fahre ja jeden Tag zweimal vorbei auf dem Weg in die Arbeit und nach Hause, sogar am Samstag wird auf dieser Baustelle hier gearbeitet“. 

Dass immer noch gefragt wird, wie viele Salzburger oder Bayern einziehen nerve ihn ein wenig, „dass ist doch auch in Regensburg oder Augsburg so dass die Bewohner ins Umland ziehen“, man lebe in einer wunderschönen Gegend, egal ob auf der einen oder der anderen Seite der Saalach.

„Wir bauen nicht nur Wohnungen“

Vor zwei Jahren hat die Salzburg Wohnbau ihre Fühler nach Bayern ausgestreckt und die Wohnbau Bayern gegründet, in Bayerisch Gmain hat man einen Bau fertiggestellt, Freilassing ist das erste, eigene Projekt, ein zweites Grundstück in der Pommernstraße ist in der Pipeline. 

Die Salzburg Wohnbau ist eine gemeinnützige Wohnbaugesellschaft unter anderem im Eigentum des Siedlungswerkes, einer Versicherung und einer Hypothekenbank, in Stadt und Land Salzburg baut die Gesellschaft im Jahr nicht nur rund 300 Wohnungen, sondern auch kommunale Einrichtungen wie Kindergärten und Seniorenheime. Das hat sich in Bayern noch nicht herumgesprochen, „deshalb wollen wir uns im Herbst den Bürgermeistern in den Kreisen Traunstein und Berchtesgadenerland präsentieren“, verrät Struber.

Michael Hudelist

Quelle: BGland24.de

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