Fluglärm: Schnelle Lösung nicht in Sicht

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Freilassing - Mit der "Durchführungsverordnung" sollte alles besser werden: Weniger An- und Abflüge von Salzburg über Bayern und weniger Fluglärm. Doch Minister Dobrindt trübt die Hoffnungen.

Der größte Teil aller An- und Abflüge des Salzburger Flughafens verläuft über bayerische Seite - gar von 90 Prozent sprach das Bundesverkehrsministerium bereits. Mit einer, noch von Peter Ramsauer, auf den Weg gebrachten "Durchführungsverordnung" sollte vieles besser werden: "Die Belastungen auf deutscher Seite müssen deutlich sinken - auf möglichst ein Verhältnis von 70 zu 30", ließ das Ministerium damals noch verlauten. Eine Delegation aus dem Landkreis um Landrat Grabner flog im vergangenen August deswegen eigens zum neuen Verkehrsminister Dobrindt, um beim Thema Druck zu machen.

Als Dobrindt jüngst in der Region war, erhoffte man sich neuen Schwung in der Verwirklichung dieser Verordnung. Doch daraus wird nun wohl so schnell nichts. Wie Heimatzeitung.de berichtet, habe Dobrindt den heimischen Politikern deutlich gemacht, dass die Durchführungsverordnung wohl nicht in absehbarer Zeit kommen werde. Das Problem: Eine Überprüfung durch die EU könnte sie wohl nicht standhalten.

Vor allem der Fluglärmschutzverband Rupertiwinkel zeigt sich verärgert und nennt Dobrindts Hinhalten einen "Skandal". Wenn die Verordnung bei der EU nicht durchführbar sei, müssten die Politiker in die Pflicht genommen werden. Auch Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher geht die Sache zu langsam - formelle Wege müssten jedoch eingehalten werden.

xe

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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