"Die Anlieger der Innenstadt werden dies ... nicht hinnehmen!"

Umbau der Münchner Straße heiß diskutiert

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Ortsvorsitzender der Grünen, Kaspar Müller, informierte sich vor Ort über die Funktion eines nach den gültigen Regelwerken errichteten Kreisverkehr in Salzburg-Maxglan.

Freilassing - Der Umbau der Münchner Straße erregt die Gemüter. Die Grünen sind der Meinung, dass aus dem Globus-Verfahren nicht gelernt wurde - auch die Anwohner sollten gehört werden.

Die Planung für den Umbau der Münchener Straße steht und soll abgesegnet werden, doch die Betroffenen in der Innenstadt wurden aktuell weder informiert noch gehört.

Die verantwortlichen Planer scheinen aus dem Globus-Baumarkt Verfahren nichts gelernt zu haben. Auf die Sicherheit für Fußgänger muss besonderes Augenmerk gelegt und die Planung verbessert werden. Freilassing: „Freilassings Fußgängerzone muss weiterhin von Salzburg aus direkt angefahren werden können“, fordert Stadtrat Wolfgang Hartmann im Stadtrat und auf der Grünen/Bürgerliste Ortsversammlung.

Die derzeitige Planung des Straßenbauamtes Traunstein für die Kreuzung am Salzburger Platz lässt ein Linksabbiegen von Salzburg kommend in die Hauptstrasse nicht mehr zu. Ebenso wird man künftig die Tiefgarage am Salzburger Platz nur noch über den Umweg Sebastianigasse verlassen können, kritisierte der Stadtrat. Die gegenwärtige Planung sei ein weiterer Sargnagel für eine funktionierende Fußgängerzone. Verkehrsflächen wie die Kreuzung am Salzburger Platz können nicht nur allein auf Frequenz und Abflusszahlen des Autoverkehrs reduziert und bemessen werden.

Der Umbau muss ganzheitlich gestaltet werden. Schließlich dienen Verkehrsflächen einer urbanen Gesellschaft. Handel und Gewerbe sind hierbei ebenso ein unverzichtbarer Bestandteil wie Kinder oder ältere Menschen, Radfahrer und Rollstuhlfahrer. Zudem wurde im Stadtrat wieder einmal eine fertige Planung vorgelegt, die schnellstens beschlossen werden soll, ohne dass die Betroffenen im Vorfeld eingebunden wurden.

 „Hat man von der Globus-Baumarkt Diskussion keine Lehren gezogen?“.Die Anlieger der Innenstadt werden dies mit Sicherheit so nicht hinnehmen, war sich Hartmann sicher. Edeltraud Rilling erinnerte auch an die vergangenen Jahrzehnte, in denen die Stadt und die öffentliche Hand Millionen für den Ausbau des Zentrums investiert haben. Es könne nicht sein, dass nun mit weiteren Millionen an Steuergeldern dies wieder zunichte gemacht wird, so die Stadträtin. Fußgängerüberwege gehören gesichert Die Planung sieht vor, dass entlang der Münchener Straße Radspuren verlaufen sollen was auch allgemein begrüßt wurde. Ampelgeregelte Kreuzungen werden teilweise durch Kreisverkehre ersetzt um den Autoverkehr „flüssiger“ zu gestalten. 

Fußgänger werden künftig die Straßen nur auf Höhe von Mittelinseln sicher überqueren können. Dies ist nach Ansicht der Grünen zu wenig. Für deren Sicherheit muss nachgebessert werden. Kaspar Müller erläuterte, dass die vorhandenen Regelwerke für Kreisverkehre ebenfalls mehr Sicherheit fordern. Die Richtlinien fordern zwingend zusätzliche Zebrastreifen und eine entsprechende Beschilderung. Mit Vehemenz fordert dies auch der GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft). Dieser lies auch entsprechende Studien anfertigen, die belegen, dass Mittelinseln mit Zebrastreifen die sichersten Überquerungshilfen für Fußgänger seien, so der Ortsvorsitzende. 

Der GDV fordert Bürger und Kommunen auf, sich nicht durch von wenig Sachverstand geprägte Äußerungen verunsichern zu lassen, die das Gegenteil behaupten. Da Freilassing erfreulicherweise einen höheren Anteil an Fuß- und Radverkehr aufweist als viele andere Städte, muss alles getan werden um diesen Anteil auch zu sichern und sogar zu steigern. Dies wurde auch im ISEK Verfahren beschlossen und so ist sich Müller sicher, dass der Stadtrat in seiner Gesamtheit die Sicherheit von Kindern und übrigen Fußgängern gewährleisten wird. Das Straßenbauamt wird sich diesem Wunsch nicht widersetzen können, da ja auch die entsprechenden Studien vorliegen. Auch seien derartige Ausgestaltungen von Kreisverkehren nichts Neues, in Salzburg funktionieren diese sogar mit höheren Frequenzzahlen von Autofahrern und Fußgänger recht reibungslos. Ein weiteres Thema der Ortsversammlung der Grünen/Bürgerliste war das TTIP Freihandelsabkommen. Es wurde beschlossen demnächst eine öffentliche Informationsveranstaltung in Freilassing abzuhalten.Die Bürger werden hierfür rechtzeitig über die Presse eingeladen.

Pressemitteilung Kaspar Müller, Ortsvorsitzender Bündnis90/Die Grünen

Quelle: BGland24.de

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