Die neuen Sicherheitswachtler im Interview

"Zivilcourage zeigen, hinschauen und helfen"

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"Die drei Neuen" der Sicherheitswacht Freilassing v.l. Manfred Fuchs, Marlies Dorfer, Gerhard Hollmann
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Freilassing - Gut 100 Tage sind die drei neuen Mitglieder der Sicherheitswacht Freilassing nun im Dienst - BGLand24.de hat sie getroffen und nach ihrem ersten Feedback befragt:

Seit 2014 geht die Sicherheitswacht in Freilassing auf Streife. "Erfahrene Polizeibeamte entscheiden nach der aktuellen Sicherheitslage, wo und wann die Sicherheitswacht auf Streife geht", so Polizeioberkommissar Michael Slamecka. 

Und ergänzt: "Sie sollen vor allem bei Vandalismus und der Straßenkriminalität entgegenwirken. Sie sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs und verbessern schon durch ihre Präsenz die Sicherheitslage und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass die drei "Neuen" sich gut ins bestehende Team eingliedern und eine gewinnbringende Verstärkung darstellen."

Nun sind auch die drei neuen Mitglieder bereits rund 100 Tage im Einsatz. BGLand24.de hat sie um ein erstes Feedback gebeten.

Marlies Dorfer

Ich bin seit circa 100 Tagen als Mitglied der Freilassinger Sicherheitswacht tätig. Mein Fazit: Es ist eine interessante, abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgabe. Sowohl beim Verhindern von Straftaten als auch bei Verstößen gegen Satzungen. 

Besonders liegt mir die Nähe zum Bürger am Herzen. Es vergeht kaum ein Streifengang, ohne dass ich mit der Bevölkerung ins Gespräch komme und mich um deren Anliegen kümmere

Auch freut mich die durchwegs positive Resonanz der Bürger. Gut finde ich auch, dass ich durch mein Handeln einen Beitrag zur inneren Sicherheit leisten kann. Zivilcourage zeigen, hinschauen und helfen, das konnte ich während der letzten Monate schon mehrmals beweisen. 

Sicherheitswacht bedeutet für mich das Erfolgmodell gegen die "Wegschaumentalität"

Manfred Fuchs

Ich habe mich für die Sicherheitswacht Freilassing entschieden,weil ich mich in „meine“ Stadt einbringen möchte:

  • weil ich meine Freizeit sinnvoll gestalten möchte
  • weil mir die Sicherheit von Mitbürgern sehr am Herzen liegt
  • weil sich die Polizei mit „schwierigeren Angelegeheiten“ beschäftigen muss

Als Familienvater von 5 Kindern kenne ich die Probleme mit pubertierenden Jugendlichen leider nur zu gut. Meine persönliche Meinung ist es auch, dass viel zu viele grundlegende Regeln unserer Gesellschaft nicht oder oft nur ungenügend eingehalten werden (rote Ampeln, Bettelverbot, Alkoholverbot am Rathausplatz oder beim Bahnhof, etc.) 

In unserer Ausbildung erfuhr ich viel Interessantes, dass mir so früher so nicht bewusst war. Nach einer kurzen Prüfung, durfte ich die Tätigkeit für die Sicherheitswacht aufnehmen. Ich bin stolz darauf, dass ich einigen Menschen schon helfen konnte. Es handelt sich meist um Kleinigkeiten, für die die Beamten oft leider mangels Personal keine Zeit haben

Einige werden wahrscheinlich nicht so gut auf mich und meine Kollegen zu sprechen sein, ich musste schon einiges klarstellen. Insgesamt macht mir diese Arbeit sehr viel Spaß, die Zusammenarbeit mit den Kollegen und der Polizei funktioniert einwandfrei. 

Mein Wunsch für die Zukunft ist eine Stadt, in der man sich sicher fühlen kann. Und dass wir weniger zu arbeiten finden.

Gerhard Hollmann

Geschafft - die ersten 100 Tage sind vorüber. lch ging mit gemischten Gefühlen an die neue Arbeit heran. Dabei musste ich feststellen, dass meine Skepsis im Bezug auf die Bürger und Polizeikollegen total unbegründet war. 

Wir, die"Drei Neuen" wurden sehr herzlich und freundlich von den Kollegen und Freilassinger Bürgern aufgenommen. Der Dienst läuft sehr strukturiert und professionell ab. lch hoffe, dass die Bürger weiterhin so positiv gegenüber uns eingestellt sind und dadurch der Dienst doppelt so viel Spaß macht.

Quelle: BGland24.de

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