Bund Naturschutz:

Zahlreiche Unterschriften gegen Fluglärm

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Freilassing - Das Aktionsbündnis "Lebensqualität ohne Fluglärm" hat bereits 4000 Unterschriften gesammelt. Die Aktion endet am Samstag mit einer kleinen Feier.

Das Aktionsbündnis „Lebensqualität ohne Fluglärm“ – ein Zusammenschluss von Bund Naturschutz und dem Schutzverband Rupertiwinkel – hat eine Unterschriftenaktion zur Kündigung des Staatsvertrags zum Flughafen Salzburg zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreich. Diese Kündigung wird als der notwendige zweite Schritt nach der Einführung einer Durchführungsverordnung betrachtet.

Die wesentlichen Gründe für die Kündigung sind:

• Ein 45 Jahre alter Vertrag, der mit den heutigen Verhältnissen am Flughafen Salzburg nichts mehr zu tun hat, muss den heutigen Verhältnissen angepasst werden.

• Seit 45 Jahren kann und hat die Salzburger Seite alle möglichen und unmöglichen Maßnahmen ohne die deutsche Seite zu beteiligen durchführen, beginnend mit der Drehung und Verlängerung der Start- und Landebahn auf Freilassing über die Veränderung der Routen über bayerischem Gebiet bis hin zum Bau des Terminals 2.

• Die deutsche Politik hat sich 45 Jahre nicht bzw. erfolglos gegen die einseitige Belastung durch den Salzburger Flughafen gewehrt.

• Der Ratifizierungsvertrag zum Staatsvertrag schreibt eine Überprüfung der Bewährung des Vertrags vor, was in 45 Jahren nicht ein einziges Mal befolgt wurde.

• Wir haben kein Mitspracherecht bei den bisherigen Ausbauten und zukünftigen Erweiterungen des Flughafens, obwohl er nur knapp 2 km von der Staatsgrenze entfernt liegt.

• Wir müssen uns wehren und berechtigte Forderungen der Einbeziehung vertraglich festhalten, um dem sukzessiven Ausbau des Salzburger Flughafens zu einer internationalen Drehscheibe auf Kosten der bayerischen Anwohner einen Riegel vorzuschieben.

• Es gilt auch, den im April 2012 gefassten einstimmigen Stadtratsbeschluss, dass der Staatsvertrag in der vorliegenden Form revidiert werden muss, endlich Taten folgen zu lassen.

• Die in der Verhandlung stehende Durchführungsverordnung muss durch einen neuen Staatsvertrag abgesichert werden. Und wenn die DVO nicht besteht, dann bleibt der Bundesrepublik Deutschland nur noch eines übrig: Kündigung, denn dann muss innerhalb eines Jahres gehandelt werden.

• Ansonsten machen die Österreicher so weiter, wie sie bisher über Jahrzehnte erfolgreich mit unseren Politikern gespielt haben.

Die Initiatoren haben 4.000 Unterschriften gesammelt und am kommenden Samstag, den 5. April, werden wir diese Aktion von 10-13 Uhr in der Fußgängerzone in Freilassing (Ecke Jahnstraße/Hauptstraße) feiern.

Feiern ohne Musik?

Die Second Hand Brothers bringen die Hauptstraße zum Klingen, sodass der Fluglärm „fast“ verstummt. Für die Kinder, die die Ergebnisse der Bemühungen in Zukunft spüren sollen, gibt es Luftballons mit Wunschzetteln: Was Kinderherzen sich für Freilassing wünschen. Unsere Kinder sollen in ihrer Gesundheit und Lebensqualität NICHT durch Luftverschmutzung, ein drohendes Absturzrisiko und den krankmachenden Lärm beeinträchtigt werden. Der kommende Samstag ist der erste Samstag, an dem der betörende Winterflugplan uns nicht mehr so beeinträchtigt. Wir werden alle Ihre Fragen zu der Thematik beantworten, um die aufrührerischen Aussagen, wie „der bestehende Vertrag darf nicht angerührt werden“ oder „wir verlieren sonst das Nachtflugverbot“, zu entkräften. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und danken an dieser Stelle schon allen, die unsere Aktion unterstützt haben.

Für das Aktionsbündnis „Lebensqualität ohne Fluglärm“

Pressemitteilung Bund Naturschutz in Bayern e.V.

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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