Beispiel Freilassing

So läuft die Ausbildung einer Sicherheitswacht

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von links nach rechts: Manfred Fuchs, Ausbildungsleiter POK Michael Slamecka, Gerhard Hollmann, Marlies Dorfer

Freilassing - Seit fast drei Jahren gibt es hier schon eine Sicherheitswacht. Nun gibt die Polizeiinspektion Einblicke in die Ausbildung der freiwilligen Helfer.

Erfolgreiche Arbeit zur inneren Sicherheit kann nur in enger Zusammenarbeit von Polizei und Bevölkerung stattfinden. Deshalb wurde in Bayern das Konzept der Sicherheitswacht ins Leben gerufen, in dessen Rahmen sich Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich für die Innere Sicherheit einsetzen können.

Erfolgsmodell seit drei Jahren

Seit nunmehr fast drei Jahren wird die Arbeit der Freilassinger Polizei durch diesen ehrenamtlichen Dienst ergänzt. Das gestiegene Sicherheitsgefühl, die durchweg positiven Erfahrungen sowie die Resonanz in der Bevölkerung haben die Stadtverwaltung sowie die Polizei dazu veranlasst, beim Bayerischen Ministerium für Inneres, Bau und Verkehr eine Erhöhung des Personalstandes für Freilassing zu beantragen.

Erfreulicherweise sah man das im zuständigen Ministerium genauso und stimmte einer Erhöhung von 8 auf 12 Aktive zu.

In weiterer Folge begann bei der PI Freilassing im Frühsommer 2016 die Personalbewerbung. Mittels Presseveröffentlichungen, Plakataushang sowie Vorsprachen bei örtlichen Organisationen und Vereinen wurde intensiv um Interessenten für das Ehrenamt geworben. Ab Oktober fanden die Eignungstests, bestehend aus einem schriftlichen Teil mit Fertigung eines handschriftlichen Lebenslaufes und einem Auswahlgespräch, statt. 

Da von Beginn an klar war, dass gerade ein hoher Qualitätsmaßstab bei der Personalauswahl ein möglicher Garant für eine erfolgreiche Tätigkeit ist, wurden die Bewerber intensiv hinterfragt. Im Ergebnis konnten 3 Personen, zwei Männer und eine Frau als geeignet befunden werden.

Seit Januar läuft nun die Schulung der künftigen “Sicherheitswachtler” in den Bereichen Soziale Kompetenz, Dienstkunde sowie Straf- und Eingriffsrecht, für die insgesamt 40 Unterrichtseinheiten vorgesehen sind.

Bewerber müssen nochmal die Schulbank drücken

von links nach rechts: Manfred Fuchs, Marlies Dorfer, Gerhard Hollmann, Ausbildungsleiter POK Michael Slamecka

Eine "der drei Neuen", Frau Marlies Dorfer aus Ainring, führt hierzu aus: "Ich finde es wichtig, durch meine Präsenz und meine Handlungen den Bürgern eine gewisse Sicherheit zu vermitteln." Manfred Fuchs aus Freilassing ergänzt: "Für mich ist es sehr interessant, Einblicke in das Polizeiwesen zu bekommen und das Erlernte dann in der Praxis umzusetzen." Auch Gerhard Hollmann, ebenfalls aus Freilassing kommend, erläutert: "Mir liegt es sehr am Herzen ein Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Polizei und zugleich Ansprechpartner für die Bürger zu sein."

Etwas ungewohnt ist für die fast alle noch im Berufsleben stehenden Teilnehmer der Umstand, im Zuge der Ausbildung hier Neuland in Bezug auf theoretisches Wissen gepaart mit rechtlichem Hintergrund zu betreten. "Die Schulzeit ist in der Tat schon einige Jahre her, doch mit dem nötigen Willen ist das zu schaffen", lautet der einhellige Tenor der Drei.

Im April werden sie ihre erworbenen Kenntnisse vor einer Kommission in jeweils 30-minütigen Prüfungsgesprächen unter Beweis stellen.

Es sind noch Plätze frei

"Die Tätigkeit ist sehr interessant, die Angehörigen der Sicherheitswacht stellen sich in den Dienst der Gemeinschaft. Jeder Einwohner profitiert von ihrem Einsatz und dem Engagement für die Gesellschaft” so der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Freilassing, Erster Polizeihauptkommissar Gerhard Huber. Und fügt zum Abschluss noch hinzu:"Für weitere Interessenten haben wir noch zwei Plätze frei !"

Pressemeldung Polizeiinspektion Freilassing

Quelle: BGland24.de

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