Stadtbus soll attraktiver werden

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Die Stadt Freilassing will das Angebot der Stadtbusse noch attraktiver gestalten.

Freilassing - Um das Angebot der Stadtbusse noch attraktiver zu machen, sollen Anbindungen und Preise besser ausgebaut werden. Außerdem will man die Bürger nun besser aufklären.

Wichtig ist es, dazu attraktive Angebote zu bieten, die es ermöglichen das eigene Auto stehen zu lassen. Der Verkehrsworkshop von "gemeinsam.gestalten Stadtentwicklung Freilassing" beschäftigte sich daher mit dem Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs in Freilassing.

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Wichtigstes Nahziel ist es in den Augen der Bürger, der Verkehrsplaner, der Verwaltung und des Busunternehmens die Informationen über den Takt des Stadtbusses, Anbindungsmöglichkeiten und Tarif bekannter zu machen.

Die Zukunftsvision ist das Regionenticket, bei dem man im Viertelstundentakt problemlos überallhin kommt. Der Stadtbus fährt in der Innenstadt im Viertelstundentakt und in den einzelnen Stadtteilen alle halbe Stunde. Er ist optimal auf die Linie 24 nach Salzburg abgestimmt.

Bushaltestellen sind weg von den Hauptverkehrswegen, um vor allem für Kinder die Gefahren zu minimieren. Kinder und Jugendliche zahlen 50 Cent und Erwachsene 1 Euro pro Fahrt. Die Busse sind barrierefrei und fahren während der ganzen Betriebszeit in einem einheitlichen Takt.

Der Stadtbus funktioniert gut, waren sich die Teilnehmer/innen des Verkehrsworkshops von gemeinsam.gestalten einig. Den Busfahrern, die mit am Tisch saßen, wurde ein Dankeschön ausgesprochen. Sie sind gerne behilflich, wenn es um die günstigste Verbindung geht und helfen auch mal beim Ein- und Ausladen von Rollatoren. Wenn niemand an der Haltestelle wartet, dann wird ein älterer Fahrgast mit schweren Taschen auch mal ein wenig näher an der eigenen Haustür abgesetzt.

Besonders voll ist der Stadtbus jedoch selten. Freilassing ist zwar die Stadt der kurzen Wege und trotzdem gibt es viel Binnenverkehr, der zu einem größeren Teil als bisher über den Stadtbus abgewickelt werden könnte. Bei Sonderaktionen, wie den kostenlosen Fahrten an den Adventswochenenden fahren die Leute verstärkt mit. Auch wissen die Busfahrer von Freilassinger/innen, dass sie ihr Auto aufgaben und feststellten, dass hätten sie auch vorher schon machen können. Sogar alternative Nutzungen konnte das Busunternehmen Hogger feststellen.

Jugendliche nutzten eine Weile die warmen, bequemen Busse als Treff. Und auch als Kinderbetreuer sah sich Busfahrer Hubert Moosleitner bereits. Eltern setzten ihre Kinder in den Bus und ließen sie die genau eine Stunde dauernde Runde mitfahren, während sie selbst Einkäufe erledigten.

Um das reguläre Angebot besser bekannt zu machen, planen Stadt und Busunternehmer Thomas Richter die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken und auch eine noch attraktivere Preisgestaltung anzugehen, sei es mit einer Ausweitung des Kindertarifs, günstigeren Gruppen- oder Tageskarten und auch mit einer Happy Hour Aktion bei der in den besonders ruhigen Zeiten am Vormittag und am Nachmittag die Busnutzung nochmals günstiger ist. Auch eine Ausweitung der Betriebszeit wird genau durchkalkuliert und angeboten, wenn es sich finanziell darstellen lässt.

Schließlich ist es erklärtes Ziel des Stadtbusses „Nah am Kunden“ zu sein. Der Stadtbus soll sowohl für Kinder und alte Menschen, die bisher die Hauptnutzer/innen sind, als auch für Erwachsene sein. Um den Bedarf im Detail zu prüfen, stellte der in der Stadtverwaltung für den Stadtbus verantwortliche Dr. Ulrich Zeeb eine Neuauflage der vor acht Jahren durchgeführten Kund/inn/enbefragung in Aussicht.

Wolfgang Fieweger, das Lenkungsgruppenmitglied für den Bereich mobil mit und ohne Auto bei gemeinsam.gestalten, setzt vor allem auf eine Ausweitung der Angebote im Bereich des ÖPNV und brachte auch das Thema der Quersubventionierung mit ein, um den mit vier bis acht Prozent recht geringen ÖPNV-Anteil in der Region zu stärken.

Langfristig erschien es allen Workshopteilnehmer/innen attraktiv und wünschenswert in einem dichten Takt überall in der Region zu leistbaren Preisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein zu können. Eine Vision, an der die Stadt Freilassing auch durch eine aktive Rolle bei der RSB, Regional Stadt Bahn, arbeitet.

Pressemitteilung Stadt Freilassing

Quelle: BGland24.de

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