Weil eine Pumpanlage noch fehlt

Neue Badylon-Unterführung überschwemmt - Erinnerungen an Jahrhundert-Hochwasser 2013

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links (Archivbild): Beim Jahrhunderthochwasser Anfang Juni 2013 war die Unterführung beim Lobmayr-Parkplatz tagelange überschwemmt, wie ganze Stadtteile auch.rechts: Nach heftigen Regenschauern am frühen Morgen des Montag lief auch die Wanne der neuen Lobmayr-Unterführung voll, weil eine Pumpanlage noch nicht installiert ist.

Freilassing - Eine mit Regenwasser vollgelaufene Unterführung vom Lobmayr-Parkplatz zum Badylon erinnerte am Montag viele an das Hochwasser vom 2. Juni 2013, als auch diese Unterführung vollgelaufen war, damals vom Saalach-Hochwasser.

Am Montag war es der sintflutartige Regen, der in wenigen Stunden die Wanne der neuen Unterführung voll laufen ließ. Der Grund ist, dass der Regenwasserkanal innerhalb der Unterführung noch nicht an das nötige Pumpwerk, die sogenannten Hebeanlage angeschlossen ist. Da die Unterführung ohnehin noch nicht für den Verkehr freigegeben ist bestand keinerlei Gefahr.

80 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter sind in den frühen Morgenstunden des Montag teilweise im Nordstau der Alpen gefallen, auch in Freilassing. Noch am Nachmittag sahen Autofahrer von der kurzen Baustellen- Umfahrung aus, dass die neu gebaute, tiefere Unterführung vom Lobmayr-Parkplatz zum Badylon überschwemmt ist, Erinnerungen an das Hochwasser vom Juni 2013 wurden wach, als ganze Stadtteile überschwemmt waren und auch die Technik des damaligen Badylon zerstört wurde.

Kein Pumpwerk-Anschluss - kein Problem

Auf entsprechende Fotos auf Facebook reagierte unmittelbar ein Ingenieur der beauftragten Firma und erklärte, dass der Regenwasserkanal innerhalb der Unterführung noch nicht an das geplante Regenwasser- Pumpwerk angeschlossen sei. Solange die Unterführung nicht für den Verkehr freigegeben ist stelle das auch kein Problem dar.

Am Dienstag antwortete dann auch das Staatliche Bauamt auf eine entsprechende Nachfrage, wie es zu der Überschwemmung in einer neuen Unterführung kommen konnte. „Nachdem die Sohle einer Grundwasserwanne immer unterhalb des (maximalen) Grundwasserspiegels liegt, kann das in die Wanne laufende Wasser nicht versickern und auch nicht ohne weiteres im Freispiegel in die Kanalisation abgeleitet werden. 

Auspumpen derzeit nicht erforderlich

Es muss stattdessen zunächst mit einer Hebeanlage in einen höher liegenden Schacht gepumpt werden, von wo es dann durch die Schwerkraft weiter fließt“, so Florian Paukner, Leiter der Abteilung Konstruktiver Ingenieurbau beim Staatlichen Bauamt in Traunstein. Diese Hebe- und Pump- Anlage müsse erst noch eingebaut werden, ein Auspumpen der Wanne sei derzeit aber auch nicht erforderlich.

hud

Quelle: BGland24.de

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