Alter durch Hochwasser stark beschädigt

Saalachuferweg in Freilassing wird an anderer Stelle neu errichtet

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Der durch das Hochwasser beschädigte Saalachuferweg musste gesperrt werden.

Freilassing - Der durch Hochwasser beschädigte Saalachuferweg in Freilassing wird an anderer Stelle wieder errichtet:

Aufgrund der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie muss die Saalach im Bereich Freilassing ökologisch aufgewertet werden. Hierfür plante das zuständige Wasserwirtschaftsamt Traunstein ursprünglich eine Verbreiterung der Saalach um 30 m auf bayerischem Gebiet.

Das Hochwasser im Jahr 2013 beschädigte das Ufer erheblich und der Saalachuferweg wurde streckenweise weggerissen. Viele Waldbesitzer konnten nicht mehr zu ihren Grundstücken gelangen, um den Wald ordnungsgemäß zu bewirtschaften, um zum Beispiel die vom Borkenkäfer befallenen Bäume zu entfernen.

Eine Ufersanierung im ursprünglichen Zustand, sprich durch Verbauung und Instandsetzung des alten Uferwegs, konnte aufgrund der Wasserrechtsrahmenrichtlinie nicht mehr erfolgen. Der beliebte Wander- und Radweg ist seit dem Hochwasser unterbrochen. Die Akzeptanz für die Uferaufweitung um 30 Meter war bei den Grundstückseigentümern nicht vorhanden. Auf der österreichischen Seite ist in diesem Bereich keine Uferaufweitung vorgesehen. Dort wurden als Ausgleich im Bereich der Saalachmündung in die Salzach großflächige ökologische Maßnahmen durchgeführt.

Auf Initiative der Jagdgenossenschaft und insbesondere von ihrem Vorstand Georg Auer konnte mit den Grundstückseigentümern, der Stadt Freilassing und dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein letztendlich eine Lösung gefunden werden, mit der alle Beteiligten zufrieden sind.

Machten sich ein Bild von den vorbereitenden Arbeiten zum neuen Saalachuferweg. Im Bild von rechts: Bürgermeister Josef Flatscher, Georg Auer, Franz Lackner und Christian Singhartinger

Die Lösung sieht eine Wiedererrichtung des Uferwegs in rund 15 m Entfernung vom bisherigen Weg vor. Die Eigentümer traten für die Neuerrichtung des Uferwegs die entsprechenden Flächen ab. Die Grundabtretungen erfolgten teilweise zwischen den Waldbesitzern und dem Wasserwirtschaftsamt. Die Stadt unterstützte das Wasserwirtschaftsamt dahingehend, dass sie ebenfalls Flächen für den Uferweg erwarb und städtische Waldflächen tauschte. Die Bayerische Forstverwaltung stellte auch eine Tauschfläche in der Saalachau als Tauschobjekt zur Verfügung. Die Eigentümer der Auwaldflächen in Freilassing erhalten ein Geh- und Fahrtrecht auf dem gesamten neuen Uferweg, um so auch in Zukunft gesichert zu ihren Waldflächen gelangen zu können.

Alle 28 beteiligten Grundstückseigentümer, das Wasserwirtschaftsamt und die Stadt Freilassing kamen mit tatkräftiger Unterstützung von der Jagdgenossenschaft zu einer für alle Beteiligten guten Lösung. Die Bevölkerung erhält wieder einen Rad- und Wanderweg in einem Naherholungsgebiet.

Bürgermeister Josef Flatscher, der städtische Liegenschaftssachbearbeiter Franz Lackner, Georg Auer und Vorarbeiter Christian Singhartinger vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein - Flussmeisterstelle Piding, begingen die Saalachau und machten sich ein Bild über die vorbereitenden Arbeiten zum Bau des neuen Saalachuferwegs. Der „alte“ Uferweg wird wieder renaturiert und die Uferbereiche werden in ihrem jetzigen Zustand belassen.

Pressemitteilung Stadt Freilassing

Quelle: BGland24.de

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