Immer noch Spendengelder übrig!

Stadt äußert sich zu Hochwasser-Spenden

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Freilassing - Immer wieder werden Unterstellungen ausgesprochen, dass noch nicht alle Spenden für Hochwasserbetroffene ausgezahlt wurden. Bürgermeister Flatscher äußerte sich nun dazu:

Unterstellungen gegenüber Behörden und Einsatzkräften

Bürgermeister Flatscher äußerte sich in der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause am 4. August enttäuscht darüber, wie teilweise von Stadträten in der Öffentlichkeit immer noch wider besseren Wissens Unterstellungen gegenüber Behörden und Einsatzkräften geäußert werden.

So auch bei der Gründung der „Initiative Hochwasseropfer“ im Juli, wo von einer Stadträtin Angriffe gegen zuständige Behörden und gegen die Stadtverwaltung geführt wurden.

„Stadträte sollten Debatten im Stadtrat führen, wo darüber ausführlich eingegangen und diskutiert werden kann“, so der Bürgermeister, „aber es ist offensichtlich wirkungsvoller, dies bei anderen Veranstaltungen zu tun, wo keine Richtigstellung oder Erläuterungen gebracht werden können.“

Spendenauszahlungen und Förderungen

Immer wieder wird auch kritisiert, dass noch nicht alle Spenden für Hochwasserbetroffene, die bei der Stadt eingingen, ausgezahlt wurden.

„Wir sind froh, noch Spendengelder zu haben,“ stellt Bürgermeister Flatscher fest, „denn wir erwarten weiter Anträge von Hochwassergeschädigten, die bisher noch nicht alle erforderlichen Rechnungen vorlegen konnten oder überhaupt auch noch keinen Antrag gestellt haben.“

Der Staat bezahlt grundsätzlich 80 Prozent von den förderfähigen Kosten. Die übrigen 20 Prozent bezahlt die Stadt aus Spendengeldern. Dazu sind ein Antrag und ein Nachweis über die staatliche Förderung vorzulegen. Übersteigt die Spendenauszahlung der Stadt die 20 Prozent, so vermindert sich die Förderung durch den Staat entsprechend.

Im Sinne eines verantwortungsbewussten Umgangs mit den der Stadt anvertrauten Spendengeldern muss vermieden werden, dass eine Förderung mehr als 100 Prozent beträgt oder ungerechtfertigt ausbezahlt wird. Im Umkehrschluss könnte dies nämlich auch dazu führen, dass Fördermittel zurückbezahlt werden müssen.

Auszahlung von Spendengeldern

Über 550.000 Euro an Spendengeldern gingen bei der Stadt Freilassing ein. Bis Juni 2014 waren 112.000 Euro ausbezahlt worden, bis Ende Juli 2014 waren insgesamt 150.000 Euro ausbezahlt worden, also 40.000 Euro in den vergangenen zwei Monaten, und es gehen noch immer Anträge bei der Stadt ein!

Etliche Hochwasserbetroffene haben ihre Nachweise noch gar nicht eingereicht beziehungsweise einreichen können, da noch nicht alle Rechnungen vorhanden sind. Somit kann die Stadt noch nicht handeln, da sie auf die Mithilfe und auf die Initiative der Geschädigten angewiesen ist. Da das staatliche Zuschussprogramm noch bis Mitte 2015 läuft, erwarten die Stadt in den kommenden Monaten noch zahlreiche Nachweise.

Eine zusätzliche Spende des Kinderhilfswerks Global-Care in Höhe von 225.000 Euro ist vorhanden. Diese Spende ist zweckgebunden, und zwar für Gebäudeschäden bei eigengenutzten Wohnhäusern. Ausbezahlt wurden hier bisher erst 25.000 Euro aufgrund der erforderlichen vorgelegten Rechnungen.

Außerdem erfolgten in den zurückliegenden Monaten in Zusammenarbeit mit der Stadt Auszahlungen von diversen Stiftungen wie Volksbank Raiffeisenbank Südost, Sparkasse Berchtesgadener Land, Passauer Neue Presse und weiteren in Höhe von mehr als 500.000 Euro.

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand und ohne Einbeziehung der Leistungen der einzelnen Versicherungen wie Hausrat oder Gebäudeversicherung, die ebenfalls Zahlungen und Hilfen veranlassten, haben die Freilassinger Hochwasser-Geschädigten allein aus den staatlichen und privaten Spendentöpfen über 4 Millionen Euro erhalten.

Pressemeldung Stadt Freilassing

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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