40.000 Euro für die Mittelschule

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Freilassing - Die Stadt Freilassing gehört zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs „Kommunaler Klimaschutz 2012“. Die Sanierung des Schulgebäudes brachte ihr den Preis ein.

Den Wettbewerb schreibt das Bundesumweltministerium in Kooperation mit dem "Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz" aus. Freilassing erhielt die Auszeichnung für die Generalsanierung eines Schulgebäudes aus den 70er-Jahren zum Passivhaus.

Preisgeld für zwei Projekte

1. Bürgermeister Josef Flatscher nahm den Preis im Rahmen der Konferenz „Mit der Energiewende kommunale Zukunft gestalten“ in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro ist wieder in die Umsetzung von Klimaschutzvorhaben zu investieren. Flatscher dazu: "Ein Teil des Geldes kommt der Kinderkrippe zugute, die wir derzeit als Plus-Energiehaus bauen. Der größere Teil fließt in ein Projekt aus unserem Integrierten Stadtentwicklungskonzept: Wir wollen künftig Klärgas und Klärschlamm energetisch und wirtschaftlich optimal in einem Energieverbundnetz für unsere Liegenschaften nutzen."

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, gratulierte Freilassing und den weiteren Preisträgern. Reiche: "Städte, Gemeinden und Landkreise bringen den Klimaschutz voran. Mit einer Vielfalt innovativer Strategien und Maßnahmen erfüllen sie die Energiewende vor Ort mit Leben."

Heizenergiebedarf um mehr als 90 Prozent gesenkt

Seit der Sanierung zum Passivhaus konnte der Energiebedarf des zu Beginn der 70er-Jahre errichteten Gebäudes der Mittelschule St. Rupert in Freilassing um mehr als 90 Prozent gesenkt werden. Damit werden Jahr für Jahr nicht nur die vormals hohen Heizkosten, sondern auch über 170 Tonnen CO2 eingespart.

Der Heizwärmebedarf des Gebäudes liegt nun bei 13 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr. Dies entspricht etwa 1,3 Litern Heizöl. Das ist zehnmal weniger als durchschnittlich an deutschen Schulen verbraucht wird. Als Passivhaus kommt das Gebäude seit der Sanierung ohne klassische Heizanlage aus. Das Gebäude ist so gut gedämmt und so luftdicht, dass es von den anwesenden Personen und Sonnenschein durch die Fenster erwärmt wird und die Wärme sehr lange gespeichert bleibt.

Für die Regulierung des Energieeintrags durch die Fenster wurden besondere Sonnenschutzanlagen eingebaut. Sie folgen täglich dem Sonnenlauf: Im Winter lassen sie die Sonnenenergie optimal eintreten, im Sommer wirken sie als Verschattung. Wo möglich, wurde bestehende Bausubstanz weiterverwendet, zudem wurde auf nachhaltige Materialien und Bauweisen geachtet. Die Dämmung erfolgte in einer Stärke zwischen 36 und 50 Zentimetern. Eine Besonderheit liegt in der innovativen Dämmung der Bodenplatte mit Vakuumpaneelen.

Raum- und Lernklima verbessert

Den größten Vorteil aus der Klimaschutz-Sanierung ziehen aber die Nutzer des Gebäudes: Die neue Lüftungsanlage verbessert das Raumklima. Schüler berichten, sie könnten sich besser konzentrieren. Durch Einbau eines Aufzugs ist das Gebäude außerdem barrierefrei. Insgesamt erfüllt es nun die vielfältigen Anforderungen an eine multifunktionale Nutzung: Nicht nur Ganztagschule und Kinderhort, auch Musik- und Volkshochschule nutzen das Gebäude und geben unisono positive Rückmeldungen.

Beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2012“, den das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gemeinsam mit dem beim Deutschen Institut für Urbanistik angesiedelten „Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz“ durchgeführt hat, wurden insgesamt 163 Beiträge in drei unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Die Stadt Freilassing hat sich mit der Sanierung eines Schulgebäudes zum Passivhaus in der Kategorie „Klimaschutz in kommunalen Liegenschaften“ beworben. In dieser Kategorie gab es 79 Bewerber, aus denen fünf Gewinner ausgewählt wurden.

Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie Fotos von der Preisverleihung und vom ausgezeichneten Projekt unter www.klimaschutz-in-kommunen.de/wettbewerb.

Pressemeldung Stadt Freilassing/bit

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Rupertiwinkel

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser