Dreiste Holzdiebe auf frischer Tat bei Fridolfing ertappt

Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein stellen zwei Männer bei illegaler Baumfällaktion

Holzdiebe haben am Mittwochmittag, 21. April, mehrere Bäume in der Salzachau bei Fridolfing gefällt. Gerade als sie einige der Stämme auf einen mitgebrachten Rückewagen laden wollten, wurden sie von Mitarbeitern des Traunsteiner Wasserwirtschaftsamtes gestellt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Fridolfing - Wie die Behörde mitteilt, handelt es sich bei den mutmaßlichen Tätern um zwei Männer aus dem Landkreis Traunstein. Mit einem Traktor samt Anhänger sowie professionellem Gerät hatten sie sich in dem Waldstück zu schaffen gemacht. Verbotenerweise, denn die Fläche gehört dem Freistaat Bayern, das Wasserwirtschaftsamt Traunstein kümmert sich um den Unterhalt. Die Verdächtigen mussten noch vor Ort abladen. Die Behörde hat den Fall bei der Polizei in Laufen gemeldet.

Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamtes werden die Wälder in der Fridolfinger Au, die vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein verwaltet werden, nicht bewirtschaftet. Totholz bleibt also bewusst liegen, lediglich entlang des Weges an der Salzach werden Arbeiten zur Verkehrssicherung vorgenommen. „In die Tiefe des Grundstücks gehen wir nicht, hier bleibt die Natur sich selbst überlassen“, teilt das Amt mit. Und nimmt an, dass die beiden Männer Ortskenntnisse besitzen und genau wussten, wo sie ihr Diebesgut finden werden und bequem abtransportieren können.

An diesem Mittwochmittag sei der Rückewagen bereits zu Dreiviertel mit vier bis fünf Meter langen Stämmen befüllt gewesen, überwiegend handele es sich um Eschen, Pappeln und Weiden. Insgesamt habe man rund 55 gefällte Bäume gefunden, daher sei davon auszugehen, dass die Männer bereits mehrfach in der Fridolfinger Au illegal Holz geschlagen haben. Einen solchen Fall habe es bisher nicht gegeben, meldet das Wasserwirtschaftsamt Traunstein. Wie hoch der entstandene Schaden ist, steht derzeit nicht fest.

Pressemeldung Wasserwirtschaftsamt Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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