FWG-Heimatliste vs. Bürgermeister

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Freilassing - Der Bürgerentscheid gegen das Biomasse-Heizkraftwerk in Freilassing hat offenbar seine Spuren hinterlassen, vor allem im Verhältnis zwischen der FWG-Heimatliste und Bürgermeister Josef Flatscher.

Jüngster Auslöser zu öffentlichen Streitigkeiten war eine Pressemitteilung der FWG zum 93. Geburtstag des ehemaligen Bürgermeister Ludwig Lindner. Der Alt-Bürgermeister äußerte darin Kritik an der aktuellen Politik in Freilassing. "Gesunde Betriebe seien der Motor der heimischen Wirtschaft, die zu fördern und auszubauen sind. Dazu müssen attraktive Grundstücke gefunden und auch ausgewiesen werden. 'Bodenpolitik war schon immer und muss weiterhin Chefsache sein', mahnt Lindner an. Es dürfe kein Arbeitsplatz verloren gehen, weil sich eine Firma nicht vergrößern könne", heißt es in der Pressemitteilung.

Bürgermeister Josef Flatscher äußerte sich in einer darauffolgende Stadtratssitzung zu dieser Kritik: "Auch wenn ich Ludwig Lindner persönlich sehr schätze, muss ich hier seine Aussagen richtigstellen. Es kann nicht sein, dass Firmen Millionen Euro in unsere Stadt investieren und Arbeitsplätze erhalten und geschaffen werden und diese Unternehmen dann in einem Vergleich mit der Nachbargemeinde niedergeredet werden." Lindner hatte Saaldorf-Surheim als positives Beispiel von Wirtschaftsentwicklung herangezogen.

Flatscher kritisierte seinerseits die FWG. Er warf der Heimatliste vor, hohe Geburtstage ehemaliger Spitzenfunktionäre als Vehikel für ein Schlechtmachen eines gesamten Wirtschaftsstandortes zu gebrauchen. „Zuerst sollte Bürgermeister Flatscher nicht unterstellen, die FWG benutze Ludwig Lindner zu einer Generalabrechnung. Wie bekannt, setzt sich die FWG aus Individuen zusammen, die eigenständig denken dürfen und ihre Überlegungen auch selbstbewusst kommunizieren. Die FWG benutzt keine Menschen, sie respektiert Menschen", war die Reaktion des FWG-Vorsitzenden Bert Enzinger, der seinerseits klarstellt: "Lindner hat übrigens mit keinem Wort Kritik am Wirtschaftsstandort Freilassing ausgesprochen, sondern vielmehr eine Stärkung gefordert. Vielmehr hat Lindner das Wirtschaftsforum und die angeschlossenen Unternehmen ausdrücklich gelobt."

Quelle: BGland24.de

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