Keine "Verschandelung" im Lattengebirge

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Schneizlreuth - Der Gemeinderat diskutierte über den Bau eines Pumpspeicherkraftwerks im Lattengebirge. Die Entscheidung darüber fiel einstimmig aus:

Als "Naturverschandelung" wurden der von der Firma Max Aicher geplante Dolomitabbau sowie das Pumpspeicherkraftwerk im Gemeinderat Schneizlreuth betitelt. Die emtionale Beratung über das Projekt mündete schließlich in einer Abstimmung mit klarem Ergebnis: Einstimmig entschied sich der Gemeinderat gegen die Errichtung des Kraftwerks am Poschberg.

Der Rat begründete seine Entscheidung mit der Befürchtung zu großer Eingriffe in die Natur, die sich beispielsweise in Form von Sprengungen auch auf das Leben der Anwohner auswirken könnten. Mit einer gleichzeitigen Zunahme des Schwerlastverkehrs wäre dieses Projekt somit unzumutbar für die Bürger.

Die Bürgermeister sollen die Ergebnisse der Beratungen nun in der am 10. Oktober stattfindenden Antragskonferenz deutlich machen. Hauptpunkt, der laut Ratsmitglieder gegen die Anlage spreche, ist eine "enorme Naturverschandelung" im Lattengebirge mit unabsehbaren Folgen für die wichtige Ressource "Natur" und die nachfolgenden Generationen. Obendrein bestehen nach wie vor Planungen für ein zweites Pumpspeicherkraftwerk der Stadtwerke Ulm. Standort wäre das Müllnerhorn. Deshalb sei laut Schneizlreuther Gemeinderat Vorsicht geboten.

Angeregt hatte die Diskussion Gemeinderat Dr. Horst Radinger mit einem ausführlichen und leidenschaftlichen Plädoyer gegen das geplante Bauwerk - jedenfalls nach derzeitigem Stand der Planungen.

rr/bgland24

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © pa

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