Große Krippenausstellung im Fürstenstock

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Tittmoning - Im Fürstenstock der Tittmoninger Burg kann man eine Krippenausstellung mit zahlreichen Krippen bestaunen. Los geht's ab dem 4. Dezember 2010.

Ab Samstag, 4. Dezember, kann man im Fürstenstock der Tittmoninger Burg an drei Adventswochenenden eine große Krippenausstellung mit etwa 30 Krippen, wertvollen Fatschenkindln sowie vielen kleinen Krippendarstellungen bewundern. Veranstalter ist die Stadt Tittmoning gemeinsam mit dem Verein für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach e.V..

Im frisch renovierten Fürstenstock sind die vielen Krippen unterschiedlicher Stilrichtungen am 4. und 5., 11. und 12. sowie 18. und 19. Dezember zu bewundern. Öffnungszeiten sind samstags von 14 bis 19 Uhr und sonntags von 13 bis 18 Uhr. Der Verein für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach e.V. besteht seit 1989, gegenwärtig besteht er aus 132 Mitgliedern. Der Krippenverein unterstützt die Förderung der Volkskunst, des Krippenschnitzens und Krippenbauens. Aber auch die religiösen und erzieherischen Werte, welche mit dem Arbeiten an der Krippe eng verbunden sind, werden der Jugend durch Kurse an Schulen vermittelt. In einer Zeit, in der viele Werte im Sog des Konsums und der fehlenden Nächstenliebe unterzugehen drohen, wollen die Krippenfreunde ihren Beitrag zum Erhalt christlichen Kulturgutes erbringen. So haben vor allem im Landkreis Rosenheim und im Chiemgau viele Menschen ihre handwerklichen und künstlerischen Talente in den Krippenverein eingebracht.

Große Krippenausstellung im Fürstenstock

Im Mittelpunkt der Krippenausstellung, die heuer erstmals in Tittmoning zu sehen sein wird, steht das Fatschenkindl des Vereins, das unter Anleitung von Rosi Bauer, einer Spezialistin für Wachs- und Klosterarbeiten, von zahlreichen Vereinsmitgliedern hergestellt wurde – eine etwa 60 Zentimeter große Nachbildung eines Augustiner-Gnadenbildes. Zu sehen ist auch die Vereins-Kastenkrippe „Haager Krippe.“ 2004 wurde diese Krippe in 260 Stunden Arbeit renoviert. Daneben kann man sich ein Bild von vielen Krippen machen, die aus dem Privatbesitz der Vereinsmitglieder stammen, viele Bauten und Figuren wurden in Eigenarbeit hergestellt. Ein besonderes Highlight ist auch die „Hans Ginthör-Krippe“ aus Rosenheim, die Kleider der Figuren sind maßgeschneidert und wurden von Evi Forster und Elisabeth Schachner ausgebessert, der Krippenstall stellt einen Rosenheimer Bauernhof dar, die Gipssteine des Mauerwerks sind ebenfalls Handarbeit. Der Verein unterhält eine eigene Krippenwerkstatt im Studienseminar Traunstein, Krippenbaukurse werden angeboten.

Während der Krippenausstellung, die bei freiem Eintritt zu besichtigen ist, sorgt der historische Verein Tittmoning für eine kleine Stärkung der Besucher, zusätzlich werden an den Öffnungstagen jeweils um 14 Uhr öffentliche Führungen zum Thema Krippen im Heimathaus des Rupertiwinkels geboten. Besonders interessant für Besucher ist das Wochenende vom 4. bis 5. Dezember: neben dem traditionellen Barbaramarkt rund um die Stiftskirche St. Laurentius in Tittmoning wird mit vielen Programmpunkten der Fußweg zur Burg adventlich gestaltet. Ein Besuch lohnt sich!

Monika Pingitzer

Rubriklistenbild: © Monika Pingitzer

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