BRK: Dr. Hans Pallaske erhält höchste Ehrung

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Saaldorf - Nach 50 Jahren außerordentliches Engagement wurde Dr. Pallaske als erster im Landkreis zum BRK-Ehrenmitglied ernannt.

Alters- und krankheitsbedingt war der Weg zur Verleihung nach München zu weit: Nun hat der ehemalige Chefarzt des Roten Kreuzes Dr. Hans Pallaske als erster im Kreisverband Berchtesgadener Land und als dritter in ganz Oberbayern die höchste Ehrung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) bekommen – bei sich Zuhause in Saaldorf. Eine Abordnung der BRK-Bereitschaften besuchte den Begründer des Notarztdienstes im Landkreis und überbrachte die Glückwünsche von BRK-Präsidentin Christa von Thurn und Taxis zur Ehrenmitgliedschaft im Roten Kreuz.

Zum 85. Geburtstag von Dr. Pallaske überbrachte eine Delegation des Roten Kreuzes Glückwünsche (wir berichteten); nur wenige Wochen später wurde der Begründer des Notarztdienstes im Landkreis nun mit der höchsten Auszeichnung im BRK geehrt: Die Ehrenmitgliedschaft im Roten Kreuz. Unter den Gratulanten waren der stellvertretende BRK-Kreisvorsitzende Roland Richter, Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rautter, der stellvertretende Freilassinger Bereitschaftsleiter Florian Löw sowie Hermann Iszovics, Elfriede Ehrmann und Peter Poetsch von der BRK-Bereitschaft Freilassing.

In einer kurzen Rede erinnerte Roland Richter, wie sich Dr. Pallaske über Jahrzehnte hinweg für das Rote Kreuz im Landkreis eingesetzt hat: Seine Tätigkeit begann er als stellvertretender Chefarzt des damaligen Kreisverbandes Laufen, zu der Zeit als er beruflich als Stationsarzt im Krankenhaus Freilassing tätig war. Die Rotkreuz-Sanitätskolonne Freilassing war seine zweite Heimat, für die er sich mit unheimlichem Engagement einsetzte. Nach der Gebietsreform 1972 war er von der ersten Stunde an im Kreisverband Berchtesgadener Land zuerst als stellvertretender Chefarzt neben seinem Vater und später als Chefarzt tätig. Dieses Amt hatte er 20 Jahre inne.

Durch seine unermüdliche Unterstützung und sein Drängen war er maßgeblich an der Errichtung des Rotkreuz-Hauses in Freilassing beteiligt. Die Verbesserung der Ausbildung aller BRK-Helfer lag ihm sehr am Herzen, weshalb er zahlreiche Kurse und Fortbildungsveranstaltungen anbot. Bei vielen Einsätzen und Übungen war er selbst aktiv tätig und stand mit Rat und Tat jedem Ehrenamtlichen zur Seite. Als Schiedsrichter hat er bei fast allen Jugendrotkreuz-Kreis- und Bezirkswettbewerben mitgewirkt. Er legte den Grundstein für die heute sehr schlagkräftigen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´en) der BRK-Bereitschaften und arbeitete bis zu seinem Ausscheiden aus der Vorstandschaft im Jahr 2001 an der Verbesserung der Ausrüstung und Ausbildung mit.

Bis vor der Einführung eines regulären Notarztdienstes im Jahr 1986 stand Dr. Pallaske Tag und Nacht bereit, um bei schweren Einsätzen im nördlichen Landkreis auf Anforderung des BRK-Rettungsdienstes oder der Polizei vor Ort helfen zu können. Ebenso setzte er sich für die Einführung der Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) im Kreisverband ein. Zusammen mit einer Kollegin war Pallaske der einzige BRK-Angehörige im Team des Deutschen Roten Kreuzes bei der Betreuung der DDR-Flüchtlinge in der Prager Botschaft. Für diese Leistung wurde er später mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Aber nicht nur wegen seiner besonderen ehrenamtlichen Tätigkeiten und Leistungen war und ist Dr. Pallaske ein geschätzter und gefragter Kollege. Insbesondere seine Kameradschaftlichkeit machte ihn sehr beliebt. „Dr. Hans Pallaske war ein super Hausarzt; wir konnten ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen und er war immer zur Stelle. Aber besonders seine Menschlichkeit, Ehrlichkeit und Geradlinigkeit überzeugten uns jedes Mal wieder aufs Neue! Hierfür noch einmal recht herzlichen Dank“, lobte Roland Richter.

Bayerisches Rotes Kreuz

Quelle: BGland24.de

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