Harte Strafe für ESV Freilassing

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Freilassing/Laufen - Der erste Vorsitzende des ESV Freilassing, Rudi D., und sein Vorgänger Werner B. sind am Montag vor dem Amtsgericht Laufen verurteilt worden.

Laut Gericht hätten beide über längere Zeit hinweg und in insgesamt mehr als fünfzig Fällen Sozialabgaben nicht korrekt abgeführt. Konkret geht es um eine Summe von etwa 22.000 Euro. Die Verteidigung hatte dafür plädiert, dass der ESV keine Angestellten habe, es sich lediglich um Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlich Arbeitenden handle.

Trotzdem wurde Rudi D. zu einer Bewährungsstrafe von vier Monaten plus 600 Euro Geldbuße verurteilt. Werner B., sein Vorgänger, erhielt ein halbes Jahr auf Bewährung und 900 Euro Geldbuße. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die beiden Angeklagten haben sich Bedenkzeit erbeten, um mit ihren Anwälten zu sprechen. Demnach ist also noch offen, ob sie die Urteile akzeptieren oder anfechten werden.

Auslöser einer Buchprüfung beim ESV Freilassing im Jahr 2008 war der Fall Michael Kostner. Der ehemalige Fußballprofi war in der Saison 2006/2007 Trainer der ersten Fußball-Mannschaft des ESV. Die Höhe seiner Aufwandsentschädigung sorgte bei einer Jahreshauptversammlung für Diskussionen. Außerdem geriet er ins Visier der Zollfahndung: Kostner war zu diesem Zeitpunkt arbeitslos gemeldet, hatte aber seine Aufwandsentschädigung bei der Agentur für Arbeit nicht angegeben.

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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