Heimatgeschichte lebendig gestalten

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Ainring - Im Moos ist was los – und dafür sorgt vor allem der vor acht Jahren gegründete Verein "Freunde Ainringer Moos e.V.".

Technik, Natur und Heimatgeschichte treffen hier zusammen und begeistern Besucher ebenso wie die ständig wachsende Zahl von Mitgliedern. Diese haben im vergangenen Jahr einiges bewegt, wie die mittlerweile neunte Mitgliederversammlung im Adelstettener Gasthaus Doppler zeigte.

Mit Konsequenz kümmert sich der Verein um die nachhaltige Bewahrung des regionalen Erbes. So fand eine große Fotoaktion unter Regie von Andreas Brunschede aus Nicklheim statt, in der sämtliches Fahrgerät des Moosvereins in Szene gesetzt und dokumentiert wurde. „Auch die systematische Inventarisation aktueller und künftiger Schauobjekte und der Depotbestände läuft auf Hochtouren“, berichtete erster Vorsitzender Max Gaisreiter. Die wichtigsten Gegenstände samt Beschreibung und Fotodokumentation sind bereits per EDV erfasst und in die Datenbank der bayerischen „Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen“ integriert. Gaisreiter informierte auch über den aktuellen Stand der beantragten und eingegangenen Fördermittel im zum Kauf des Torfwerks, das als Museum genutzt werden soll.

Der Moosverein kann auf die tatkräftige Unterstützung seiner Mitglieder bauen und ist auch überregional vernetzt. So begrüßte Max Gaisreiter besonders den Ehrenvorsitzenden Josef Winkler, Obmann Reinhard Kaiser vom „Torferneuerungsverein Bürmoos“, Walter Schramm von der Lokwelt Freilassing sowie Andreas Brunschede als Vertreter der „Fuizler“ aus Nicklheim bei Raubling.

Viele helfende Hände konnte der Verein bei seinen Aktivitäten zur Wege- und Trassenpflege im vergangenen Jahr gut gebrauchen. Bei der Instandsetzung eines alten Traktors, einem Geschenk von Gruber Rudi, sowie eines gekauften Heuaufnehmers investierte Ernst Steinbrecher gut hundert Arbeitsstunden. Ein weiterer Großeinsatz fand mit dem THW statt. Mit schwerem Gerät wurde der alte Torfaufnehmer im Außenbereich angehoben, auf sicheren Untergrund gestellt und stabilisiert. 30 Arbeitskräfte waren einen ganzen Tag lang beschäftigt.

Ein Höhepunkt war die Schul-Projektwoche „grünes Klassenzimmer“ vom. Dabei erhielten 25 Kinder der vierten Klasse der Grundschule Feldkirchen Unterricht im Moos und am Torfwerk. Daraus entstand die Zulassungsarbeit des angehenden Grundschullehrers Wolfgang Kerschl an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Der Vereinsausflug, zu dem auch die Moorfreunde aus Bürmoos und Nicklheim eingeladen waren, ging zum Salzburger Freilichtmuseum. Eine besondere Attraktion war dort die Fahrt mit der Feldbahn durch das weitläufige Gelände.

Der Saisonabschluss im Oktober 2010 bewegte nochmals knapp 200 Gäste ins Moos. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1500 Besucher in 50 Gruppen von ehrenamtlichen Helfern durch das Moor geführt. Nach dem Kassenbericht des Schatzmeisters Ernst Steinbrecher und dem Bericht des Kassenprüfers Eckart Kellner wurde die Vorstandschaft durch die Mitgliederversammlung einstimmig entlastet.

Bei der folgenden Wahl, geleitet durch Walter Schramm, wurde die gesamte Vorstandschaft einstimmig wieder gewählt: 1. Vorsitzender Maximilian Gaisreiter, 2. Vorsitzender Hans-Georg Riefer, Schatzmeister Ernst Steinbrecher, Schriftführer Dr. Johannes Kerschl, Beisitzer Walter Soraruf, Georg Thesz und Robert Winterer. Zu Kassenprüfern wurden Hermann Schmirl und Eckhart Kellner gewählt.

Nach der Wahl bedankte sich Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger für die geleistete und zukunftsweisende Arbeit und die guten Kontakte zu den Partnervereinen. Die Mitgliederzahl hat sich auf 220 eingependelt, im Jahr 2010 wurden insgesamt 2350 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. Schon jetzt können sich moorbegeisterte Besucher auf die Saisoneröffnung am 14. Mai freuen.

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild/pa

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