Bürgermeister dankt BRK-Bereitschaft

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Für 25jährige Tätigkeit im Bayerischen Roten Kreuz erhielten Raphael Braun (2.v.li.) und Martin Tradler (2.v.re.) von Bereitschaftsleiter Stefan Fuchs (li.) und Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rautter eine Ehrenurkunde sowie das Ehrenzeichen des BRK in silber.

Freilassing - Bei der Jahreshauptversammlung der BRK-Bereitschaft hat Bürgermeister Flatscher die Gelegenheit ergriffen, um den 66 Mitgliedern zu danken.

"Ihr macht etwas, das wirklich wichtig ist. Ohne ehrenamtliche Helfer wäre vieles schwer oder gar nicht möglich" lobte Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher die Geschicke der Führung und die Motivation der einzelnen Helfer auf der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung der BRK Bereitschaft Stadt Freilassing. Bereitschaftsleiter Stefan Fuchs, sein Stellvertreter Florian Löw und Kreisbereitschaftsjugendwart Christian Koller informierten die Anwesenden über die Aktivitäten der BRK-Bereitschaft im letzten Jahr.

Mit einem großen Dankeschön an seine Helfer und für die Unterstützung aller Freunde und Gönner der Bereitschaft leitete Fuchs seinen Bericht ein. "Ohne Helfer, die sich stets einbringen, würde die Bereitschaft nicht existieren und dann bräuchte man auch keine Führung" so Fuchs. In der Freilassinger BRK-Ortsgruppe sind derzeit 66 Mitglieder, davon 42 Aktive und elf Jugendliche. Die Mitglieder haben einen hohen Ausbildungsstand: Neben Sanitätslehrgang und Rettungshelfer haben zehn die Ausbildung zum Rettungssanitäter, sieben sind als Rettungsassistenten ausgebildet. Auch sind zwei Krankenpfleger, eine Kinderkrankenschwester sowie ein Fachkrankenpfleger und zwei Ärzte in der BRK-Bereitschaft aktiv. Derzeit befinden sich mehrere Mitglieder in Ausbildung, besonders freute sich Fuchs über eigene Ausbildungskurse, die in Freilassing durchgeführt werden konnten.

Sanitätsdienstae, Schnelleinsatzgruppe und Rettungsdienst sind auch nötig, da es im vergangenen Jahr an Einsätzen und Aufgaben für die freiwilligen Helfer nicht mangelte. So wurde die Schnelleinsatzgruppe Freilassing-Laufen, die als Erweiterung des Rettungsdienstes vorgehalten wird und bei größeren Schadenslagen oder zur Verstärkung des Rettungsdienstes alarmiert wird, insgesamt 13 Mal gefordert. Hier bewährte sich der neue Rettungswagen, der bereits einen Tag nach seiner Indienststellung seinen ersten Einsatz hatte. Bei 28 Sanitätsdiensten sicherten Helfer der Bereitschaft Veranstaltungen medizinisch ab. Insgesamt wurden 84 Patienten bei diesen Einsätzen versorgt, nicht mitgerechnet etwa 130 Personen, die bei einem Bombenfund in Bad Reichenhall zu evakuieren und zu betreuen waren.

Ein weiteres Steckenpferd der Bereitschaft und landkreisweit eine einzigartig hohe ehrenamtliche Beteiligung ist der Rettungsdienst. Beeindruckende 6341 Stunden leisteten die Helfer in den Rettungswachen Freilassing und Laufen, zudem kommen noch 1150 Stunden Ausbildung von "Rettungsdienstnachwuchs", die auf den Fahrzeugen als Praktikanten auf ihren künftigen Dienst vorbereitet werden und Einsätze begleiten.

Im Bereich "Blutspende und Soziales" wurden 932 Stunden geleistet. Hier steht dem Bereitschaftsleiter ein Team von 17 Helfern zur Verfügung, die sich gänzlich in diesem Dienst engagieren. Leider sinken die Zahlen der aktiven Blutspender jedes Jahr, jedoch konnte man in Freilassing und Saaldorf-Surheim wieder 42 Erstspender gewinnen.

In Zeiten von sozialen Netzwerken, Onlinespielen, Netzwerkpartys und 3D-Kino zuhause plagen Vereine und Organisationen sorgen um ihren Nachwuchs. Hier hat die Bereitschaftsleitung mit Kreisbereitschaftsjugendwart Christian Koller frühzeitig eine gezielte Werbeaktion mit dem Slogan "Wir haben die passende Jacke für Dich" durchgeführt. Eine starke Jugendgruppe mit 12 Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren steht nun als Garant, dass die Bereitschaft auch künftig hochmotivierte Helfer hat. Neben Ausbildungsabenden und praktischem Training für Notfälle kam die Gemeinschaft nicht zu kurz. Bei Grill- und DVD Abenden, einem gemeinsamen Ausflug mit der Bereitschaft nach Regensburg sowie dem Besuch eines Bogenschützen-Parcours kam die Kameradschaft nicht zu kurz. Die Jugendlichen waren auch beim Kreisjugendfeuerwehrtag in Bad Reichenhall und Saaldorf, beim Ausbildungstag in Ainring sowie beim Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuzes in Freilassing dabei. Zudem waren im Zuge des Ferienprogrammes der Stadt Freilassing 30 Kinder zu Besuch bei der Bereitschaftsjugend und dem Roten Kreuz Freilassing.

Mit dem Tod von Dr. Hans Pallaske, dem Initiator des Notarztdienstes im Landkreis und bis ins hohe Alter aktiven Rot-Kreuz-Mann und Waltraud Böhm, die viele Freilassinger als humorvolle "Markt-Traudl" vom Wochenmarkt und dem Blutspendeteam kennen, verlor die Bereitschaft zwei motivierte Helfer. Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rautter und Bereitschaftsleiter Stefan Fuchs bedauerten den unerwarteten Verlust und freuten sich aber, langjährig aktive Mitglieder für ihren Dienst im Roten Kreuz auszeichnen zu können. Für 25jährige Mitgliedschaft im Bayerischen Roten Kreuz erhielten Martin Tradler und Raphael Braun die Zeitauszeichnung sowie das Ehrenzeichen des BRK in silber. Horst Franke (5 Jahre) und Hermann Iszovics (45 Jahre) konnten krankheitsbedingt nicht teilnehmen und werden ihre Dienstborten nachträglich erhalten.

In seinen Grußworten dankte Bürgermeister Josef Flatscher der Bereitschaft Freilassing für ihr Wirken. "Was mir ganz wichtig ist, Danke zu sagen an die Bereitschaft, die Führung und an die Jugend im Namen der Stadt und stellvertretend für die Gemeinde Saaldorf-Surheim". Auch Hans Zimmermann von der Feuerwehr Freilassing dankte im Namen seiner Amtskollegen für die bewährte Hilfe der Bereitschaft. Sandra Huber, Ortsbeautragte des THW Berchtesgadener Land hatte neben ihrem Dank für den Ausbildungstag in Ainring und die Helferausbildung des THW noch eine Bitte an die Bereitschaft: "Seid genauso für uns da, wie wir für euch da sind". Freilassings Polizeichef Gerhard Meier dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er sieht in dem Wirken der Bereitschaft vor allem im Bereich der Jugendarbeit eine Kriminalprävention für die Stadt. "Ihr gebt anderen die Möglichkeit, sich für die Gemeinschaft zu engagieren, sich einzubinden und vor allem jungen Menschen einen Halt."

Pressemitteilung BRK Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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