Jahreshauptversammlung der Wasserwacht

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Freilassing - Kürzlich fand im Rot-Haus in Freilassing die Jahreshauptversammlung der Wasserwacht Ortsgruppe Freilassing-Ainring statt. Zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste waren gekommen.

Im Vordergrung standen die Ausführungen der Vorstandschaft über die Leistungen der Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr.

Der technische Leiter Peter Kuchlbauer konnte die Anwesenden mit den geleisteten Stunden der Wasserretter beeindrucken. 1020 unentgeltliche Stunden erbrachten die 33 aktiven Ehrenamtlichen bei den zahlreichen Wachdiensten in den Freibädern in Freilassing und Ainring, wobei die Helfer der Ortsgruppe 96 Mal Erste Hilfe leisten mussten. Hinzu kam die Absicherung des Feldkirchner Triathlons mit zwei Booten und 14 Helfern. An der Kreis-Wasserwacht-Übung am Höglwörther See nahmen die Freilassinger mit zwei vollbesetzten Fahrzeugen teil. Bei Fortbildungen, Mittelbeschaffung und Gerätepflege fielen nochmals 2403 Stunden an. An 372 Stunden waren Helfer im Landrettungsdienst an der Rettungswache in Laufen im Einsatz.

Seit mehreren Jahren leisten die Wasserwacht-Einsatzkräfte in Freilassing, Ainring, Saaldorf und Surheim auch den Hausnotruf-Hintergrunddienst. Bei Bedarf werden die Wasserretter von der Hausnotruf-Zentrale als schnelle Erstversorger eingesetzt: Sie leisten Hebehilfen, schauen im Alarmfall bei den Hausnotruf-Teilnehmern nach dem Rechten und überbrücken im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes mit Erster Hilfe. Bei 20 alarmierten Einsätzen wurden von den Helfern 27 Stunden erbracht.

Die Schnelleinsatzgruppe der Wasserwacht Freilassing-Ainring wurde auch im vergangenen Jahr wieder zu mehreren Vermisstensuchen in Anspruch genommen. Als Beispiel nannte Kuchlbauer die Suche nach einem versunkenen Fischer, welcher am zweiten und dritten September 2009 im Abtsdorfer See gesucht und schließlich durch einen Rettungstaucher gefunden und geborgen wurde.

Bei den im vergangenen Jahr durchgeführten Schwimmkursen wurden 174 Seepferdchen, 191 Jugendschwimmabzeichen in Bronze, 84 Jugendschwimmabzeichen in Silber, 22 Jugendschwimmabzeichen in Gold, 9 Rettungsschwimmabzeichen in Bronze, 17 Rettungsschwimmabzeichen in Silber und ein goldenes Rettungsschwimmabzeichen verliehen. Auch wurden vier Anfängerschwimmkurse angeboten, wo 72 Kinder mit dem Element Wasser vertraut gemacht werden konnten.

Auch die Jugend ist engagiert

Mit Freude stellt die Jugendleiterin der Ortsgruppe Monika Graf ihre aus 18 Kinder und Jugendlichen bestehende Jugendgruppe vor. Die Kinder im Alter zwischen zehn und 15 Jahren haben im vergangenen Jahr rund 1000 Stunden für Ausbildung und Wachdienst geleistet. Zusätzlich zu den wöchentlichen Fortbildungsabenden mit Inhalten aus den Bereichen Wasserrettung, Naturschutz und Erste Hilfe konnten die Jugendlichen einen Ausflug zur Braunauer Hütte machen. „Wir möchten „unseren Kids“ Zivilcourage, Selbstbewusstsein und die Freude am Helfen mitgeben, damit sie in unserer Gesellschaft etwas bewegen können“ so Jugendleiterin Monika Graf. Auch bedankte Graf sich bei ihrer Stellvertreterin, Tanja Hager, deren im Januar 2009 geborene Tochter das jüngste Jugendmitglied ist.

Neuer Wachraum

Der gelungene Umbau des Wachraumes der Wasserwacht im neu gebauten Freilassinger Freibad war ein großer Schritt nach vorne. Der Vorsitzende Peter Graf lobte hier die Zusammenarbeit zwischen den Bauverantwortlichen, dem Bademeister und den Wasserrettern. Am Eröffnungstag des Freibades musste auch das neu erarbeitete Wege- und Rettungskonzept umgesetzt werden, als die Retter zu einem hilfsbedürftigen Kind gerufen wurden. Ein weiterer Meilenstein sind auch die neuen Alamierungspläne für die Wasserrettung, die mit der Einrichtung der integrierten Leitstelle (ILS) Traunstein erarbeitet wurden. „Für mich macht es Sinn, dass zusammen kommt was zusammen gehört bzw. zusammen arbeitet“ so Graf. Alle Wasserrettungsorganisationen der vier, der ILS Traunstein angehörenden Landkreise, pflegen Besonderheiten aller Gewässer und Anfahrts- sowie Bootwasserungsstellen in ein EDV-System ein. Damit kann dann in einem Notfall den Hilfsbedürftigen effektiver geholfen werden. In diesem Jahr wird auch das neue Einsatzfahrzeug den in die Jahre gekommenen bisherigen Einsatzwagen der Wasserwacht Schnelleinsatzgruppe ablösen. Durch unermüdliche Mittelbeschaffung und großzügige Spenden einheimischer Unternehmen konnte das Fahrzeug beschafft werden. „Auch 2010 werden wir Bewährtes bewahren, Neuem aufgeschlossen gegenüberstehen und unseren Aufgaben mit dem nötigen Eifer und dem notwendigem Ernst nachkommen“ so der Vorsitzende Peter Graf.

Mitgliederehrung

Barbara Kuchlbauer (10 Jahre), Holger Krinke (15 Jahre) und Maria Krinke (25 Jahre) wurden für langjährige Mitgliedschaft in der Wasserwacht geehrt. Monika Kuchlbauer wurde für 30jährige passive Mitgliedschaft besonders ausgezeichnet. An Doris Fegg, Michael Hartje und Klaus Beindorf konnte der Ortsvorsitzende das Mitgliedsbuch übergeben. Für besondere Verdienste in der Wasserwacht überreichte der Vorsitzende der Kreiswasserwacht Rudi Schierghofer die goldene Wasserwacht-Medaille an Gerhard Kriwan.

Auch Bürgermeister lobt

Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger überbrachte seine Grußworte auch im Namen seiner Amtskollegen aus Freilassing und Saaldorf-Surheim und dankte der Wasserwacht für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Besonders hob Eschlberger den persönlichen Einsatz der Wasserretter hervor, welche einem Mädchen aus Salzburg im vergangenen Jahr im Ainringer Schwimmbad das Leben gerettet haben. Auch dankte der Ortsgruppe für ihre seit Jahren zuverlässige Absicherung des Feldkirchner Triathlons. Feuerwehr-Kreisbrandmeister Leonhard Schaller erinnerte in seinem Grußwort an die gemeinsamen Sucheinsätze auf Saalach und Salzach. Im Zusammenhang mit den neuen Alarmierungsplänen sichert KBM Schaller den Wasserwachten die Beteiligung bei allen relevanten Einsätzen zu. Kreis-Wasserwacht-Ehrenvorsitzender Alfons Kandler und der amtierende Kreis-Wasserwacht-Chef Rudolf Schierghofer lobten das vielfältige Aufgabenspektrum der Freilassinger Wasserwacht und dankten den Ehrenamtlichen für ihre unzähligen freiwillig geleisteten Stunden im Dienst am Nächsten.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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