Leonhardiritt: Ein besonderes Jubiläum  

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Holzhausen/Teisendorf - Am Pfingstmontag wurde ein besonderes Jubiläum gefeiert: 400 Jahre Leonhardi-Ritt! Die Prozession begann mit Verspätung, weil ein Pferd in eine Güllegrube fiel.

Am Pfingstmontag feiert Holzhausen ein besonderes Jubiläum: 400 Jahre Leonhardi-Ritt in Holzhausen! Die Geschichte des Leonhardi-Ritts, sowie der Heilig-Kreuz-Kapelle in Holzhausen, reicht zurück ins Jahr 927. Die Prozession zu Pferde wurde zu Ehren des heiligen Leonhard von Limoges, dem Schutzheiligen der landwirtschaftlichen Tiere, abgehalten.

Insgesamt 352 Pferde - Ramsauer vor Ort

352 Pferde, zehn Wägen und drei Kutschen waren unterwegs, mit kunstvoll geflochtenen Perücken aus Hanf oder geflochtenen und mit Blumen besteckten Mähnen. Die Prozession war erneut ein Zeugnis gelebten christlichen Brauchtums. Einmalig zum Jubiläum war heuer der imposante, von Franz Edfelder aus Anger gefahrene, 10-er Zug mit den mächtigen Kaltblutpferden der Zuchtgenossenschaft Berchtesgadener Land dabei.

400 Jahre Leonhardiritt - Teil 1

400 Jahre Leonhardiritt - Teil 2

400 Jahre Leonhardiritt - Teil 3

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, sowie Landrat Georg Grabner, Weildorfs Pfarrer Kress und der Erste Bürgermeister aus Teisendorf, Franz Schießl, ließen sich das Spektakel nicht entgehen.

Die Reiter und Fuhrleute trugen in ihrer durchwegs heimatlichen Tracht zu einem herrlichen Gesamtbild bei. Den Hut gezogen erhielten sie in Ehrfurcht am Leonhardikircherl den Segen von Msgr. Karl Ellmann für ein gutes, unfall- und krankheitsfreies kommendes Jahr. Die Feldmesse wurde von Altabt Dr. Burkhard Ellegast des Stift Melk, Msgr. Karl Ellmann und Pfarrer Parzinger zelebriert.

Der Wahlspruch der Leonhardigilde lautet: "Lasst uns wie in Väterszeiten, am Pfingstmontag nach Holzhausen reiten, der Segen Gottes ist Dir gewiss, Garant dafür St. Leonhard is'!"

Nach der Messe wurde mächtig gefeiert, reichlich gegessen und getrunken. Am Rotkreuzstand konnte man auch Lose kaufen.

Pferd fällt in Güllegrube

Die Prozession begann mit etwas Verspätung: Beim Entladen eines Pferdes ging das Pferd über eine hölzerne Abdeckung einer Güllegrube und fiel mit dem linken Hinterfuß durch das Brett. Das Tier steckte bis zum Bauch in dem Gülleloch fest.

Die Feuerwehr wurde gerufen. Noch bevor diese eintraf, konnten Bauern mit Hilfe eines Gabelstaplers das Tier befreien. Sie befestigten hierzu Gurte unter dem Pferdebauch und hoben das Pferd vorsichtig heraus.

400 Jahre Leonhardiritt - Teil 4

400 Jahre Leonhardiritt - Teil 5

400 Jahre Leonhardiritt - Teil 6

Glücklicherweise ist das Pferd bei dem Sturz - bis auf einige Schürfwunden - unverletzt geblieben.

Gläubige werden das wohl dem heiligen Leonhard von Limoges dem Schutzheiligen der landwirtschaftlichen Tiere zu zuschreiben. Mit etwas Verspätung konnte die Prozession zu Pferde zu Ehren des Heiligen erfolgen.

kaf

Quelle: BGland24.de

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