Kein Homo-Ehe-Boom in Salzburg

Salzburg - Seit Anfang des Jahres sind in Österreich gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt. Ursprünglich sollte am 2. Februar die erste Homo-Ehe in Salzburg geschlossen werden.

Doch entgegen aller Annahmen waren die behördlichen Hürden schnell überwunden und am 8. Januar gaben sich bereits zwei Frauen im Schloß Mirabell das Ja-Wort. Sie wollen - genauso wie die zehn Paare, die das Aufgebot bereits bestellt haben - unerkannt bleiben. Am Dienstag soll nach Angaben von Salzburgs Standesamtsleiter Franz Schefbaumer aber auch eine Homo-Ehe geschlossen werden. "Aber auch dieses Paar hat darum gebeten, dass es keinen Presserummel bei seiner Trauung gibt."

So unspektakulär wie die Homo-Ehe in Salzburg über die Bühne geht, ist derzeit auch die Nachfrage. "Bisher gibt es hauptsächlich viele Anfragen zum genauen Ablauf", so Schefbaumer gegenüber Bgland24. Die Paare wollen also wissen, was vorher alles erledigt werden muss, was im Falle einer Trennung passiert, und und und... Konkret seien bisher zehn Anfragen. In diesen Fällen seien auch bereits Termine vereinbart worden, erklärt der Standesamtsleiter.

"Bei den gleichgeschlechtlichen Ehen wird es ähnlich sein wie bei den heterosexuellen Ehen. In den Sommermonaten rechne ich schon mit einem Boom", verrät Schefbaumer zum Abschluss.

red-bgl24/cz

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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