„War in den letzten Jahrzehnten ein ganz zentrales Element für uns“

40 Jahre Dorferneuerung in Kirchanschöring: Was geschafft wurde und was ansteht

Start der Pflanzaktion: V. l. n. r. Hans-Jörg Birner, Bürgermeister Kirchanschöring, Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, Josef Holzmann, Amtsleiter Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, Georg Jäger, ehem. örtlicher Beauftragter der Dorferneuerung Kirchanschöring
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V. l. n. r. Hans-Jörg Birner, Bürgermeister Kirchanschöring, Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, Josef Holzmann, Amtsleiter Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern, Georg Jäger, ehem. örtlicher Beauftragter der Dorferneuerung Kirchanschöring bei der Pflanzaktion zum 40-jährigen Jubiläum der Dorferneuerung in Kirchanschöring.

Zum 40-jährigen Bestehen der Dorferneuerung in Bayern gab es am Freitag eine Baumpflanz-Aktion mit Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in Kirchanschöring. Im Gespräch mit chiemgau24.de resümiert Bürgermeister Hans-Jörg Birner (CSU), wie die Gemeinde schon von dem Programm profitiert hat.

Kirchanschöring - „Diese Aktion mit Frau Ministerin Kaniber ist eine schöne Geste. Schon mein Vor-Vorgänger Hans Strasser hatte zu Beginn der Dorferneuerung Lindenbäume als Zeichen für Nachhaltigkeit und den Generationen-Gedanken gepflanzt“, berichtet Kirchanschörings Bürgermeister Hans-Jörg Birner (CSU) gegenüber chiemgau24.de. „Die Dorferneuerung war in den letzten Jahrzehnten ein ganz zentrales Element für uns, das wir damit schön zum Ausdruck gebracht.“

Starkes Engagement für die Dorferneuerung in Kirchanschöring

Zum 40-jährigen Bestehen der Dorferneuerung in Bayern hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) am Freitag in Kirchanschöring eine Dorflinde gepflanzt. Sie startete damit eine bayernweite Pflanzaktion, bei der im Laufe des Jahres in weiteren 39 Dorferneuerungsgemeinden Dorflinden gepflanzt werden. Diese sollen als „Symbole für Orte der Begegnung und Gemeinschaft“ wirken. Die Dorferneuerung ist ein staatlich gefördertes Programm, welches die baulichen, verkehrstechnischen und kulturellen Verhältnisse in Dörfern verbessern soll. In Bayern wurde das Programm 1981 vom Landtag beschlossen. Es wird vom Amt für Ländliche Entwicklung koordiniert, einer Behörde des Landwirtschaftsministeriums.

„Hier in Kirchanschöring ging es 1986 mit dem Kulturpavillon im Achenpark los“, erinnert sich Bürgermeister Hans-Jörg Birner. „Seitdem gab es eine ganze Reihe Projekten. Etwa die Ortsdurchfahrt, die Gestaltung des Vorplatzes des Pfarrzentrums, den Umbau des Saliter-Anwesens oder auch das sehr schöne Projekt der Sanierung des Lackner-Waschhäuserls. Da ging es um eine Vielzahl an Themen, von der Gestaltung des Belags bis zur Sicherstellung der Barrierefreiheit.“ Und es gehe immer noch voran. „Gerade vor einer halben Stunde kam ich von einem Termin zur Neugestaltung der alten Bahnhofsgaststätte zurück“, freut sich Birner. „Dort soll wieder ein öffentlicher Raum entstehen.“

Dorferneuerung durch und für die Dorfgemeinschaft

2005 erhielt Kirchanschöring 2005 im Bundesentscheid „Unser Dorf soll schöner werden, unser Dorf hat Zukunft“ die Goldmedaille. Dabei wurden grundlegende und umfassende Maßnahmen für die dörfliche Lebensqualität prämiert. „Das war ein krönender Meilenstein unserer Bemühungen.Jüngst gab es außerdem im April 2020 eine Auszeichnung als „Kommune der Zukunft“ durch die Universität Göttingen. „Kirchanschöring erhielt den Titel unter anderem, weil es sich überdurchschnittlich stark für erneuerbare Energien einsetzt“, informierte Birner damals im Rahmen eines Pressegesprächs.

„Wir sind kein Tourismus-Hotspot wie beispielsweise das nahe Waging. Klar, ein wenig Radltourismus gibt es schon, aber nicht im gleichen Ausmaß. Man kann also mit Fug und Recht sagen: Diese Maßnahmen sind von und vor allem für die Einheimischen und die wertschätzen das auch sehr“, schließt Birner. „Durch die Bürgerbeteiligungsprozesse hat sich das Ganze ja auch sehr verstetigt und die gesamte Gemeinde ist in die Entscheidungen einbezogen.“

hs

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