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Zukunft der Landwirtschaft in der Region

Bauernrat in Kirchanschöring erfolgreich gestartet - ein gesamtbayerisches Pilotprojekt

Traktor
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Traktor (Symbolbild)

Erfolgreich startete Ende November der Bauernrats-Prozess in der ILE Waginger See – Rupertiwinkel mit insgesamt 25 Landwirtinnen und Landwirten aus Kirchanschöring und Petting. Aufgrund der Corona-Vorgaben fanden die ursprünglich zweitägig geplanten Veranstaltungen nun im ersten Schritt als Einzelgespräche mit den Moderatorinnen Tanja Schnetzer und Cordula Riener-Tiefenthaler in den beiden Gemeinden statt.

Der jedes Mal bis zu 1,5 Stunden dauernde Austausch zur Ausgangsfrage „Wie gestalten wir die Landwirtschaft der Zukunft in unserer Region?“, ermöglichte einen tieferen Einblick in die aktuelle Situation der Landwirte und Landwirtinnen in diesen beiden Kommunen und ergab erste Ansätze für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.

„Zusammen mit meiner Kollegin und meinen Kollegen freue ich mich sehr, dass die Interviews positiv aufgenommen wurden und die Landwirte unseren Moderatorinnen sehr offen geschildert haben, was ihnen auf dem Herzen liegt“, zeigte sich Kirchanschörings 1. Bürgermeister und Sprecher der ILE Waginger See – Rupertiwinkel, Hans-Jörg Birner, erfreut über die ersten Erkenntnisse. „Wir sind gespannt, ob sich die Situation in den noch folgenden Kommunen Fridolfing, Taching, Tittmoning, Waging und Wonneberg bestätigt und welche Lösungsansätze dort sichtbar werden. Diese sollen im weiteren Verlauf des Projekts in ein gemeinsames Zukunftsbild der Landwirtschaft in unserer Region münden.“ 

Erste Ideen erkennbar

So wurden bereits erste Ideen und Lösungsansätze erkennbar, um die Landwirtschaft in der Region für die Zukunft auszurichten, wie zum Beispiel gemeinsame Vermarktungsaktivitäten, Verbesserung der Akzeptanz in der Bevölkerung oder die Verringerung von Regularien, um nur einige zu nennen.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass es für eine erfolgreiche Bewältigung der Herausforderungen vermutlich nicht ausreicht, wenn nur die Landwirte unter sich Lösungen erarbeiten. „An den bisherigen Resultaten lässt sich ablesen, dass eine bessere Vernetzung aller Beteiligten nötig ist, um eine gesunde und auch für die Bauernfamilien auskömmliche Zukunft in der Landwirtschaft in unserer Region zu gestalten“, erklärte Birner den aktuellen Status quo. „Wir wollen mit den Einzelgesprächen in den folgenden fünf ILE-Kommunen ermitteln, welche Aktivitäten und Veränderungen es genau braucht, um ein gesundes Maß an Wertschätzung und eine angemessene Wertschöpfung für alle Landwirte zu erreichen.“

Workshops in der Zukunft

Nach allen Interviews, die Ende Januar und Anfang Februar in den verbleibenden ILE-Kommunen stattfinden, könnten im Februar und März 2022 mehrere, eintägige Workshops stattfinden. „Wir denken aktuell zum einen an Räte mit Landwirten und Bürgern und an weitere Räte, bei denen Landwirte und regionale Dienstleister sowie Vertreter des Handels zusammenkommen. Darüber hinaus erscheint es mir wichtig, anschließend auch an einen Rat mit Landwirten und Vertretern aus dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München zu organisieren“, fasste der Sprecher Birner den aktuellen Planungsstand zusammen.

„Als Abschluss ist eine große Veranstaltung auf regionaler Ebene mit Landwirten und allen an der Landwirtschaft Interessierten angedacht.“ Dabei solle es neben den Möglichkeiten zum intensiven Austausch auch Workshops zur Weiterentwicklung der Ideen geben, in denen ein gemeinsames Zukunftsbild formuliert wird. „Wir öffnen damit einen Raum der für Beteiligung und wünschen uns, dass möglichst viele an dieser Entwicklung mitwirken und die Chance nutzen, im Miteinander das Neue zu gestalten.“

Gesamtbayerisches Pilotprojekt

Der als gesamtbayerisches Pilotprojekt ausgelegte Bauernrat wird auf Basis der Ergebnisse und unter Berücksichtigung der jeweiligen Corona-Situation konzipiert und angepasst. Die Landwirte in den ILE-Kommunen werden rechtzeitig über das weitere Vorgehen und die anstehenden Termine informiert.

Landwirte und Landwirtinnen, die Interesse haben, an den Gesprächen in Fridolfing, Taching am See, Tittmoning, Waging am See und Wonneberg oder auch an den danach geplanten Workshops teilzunehmen, sind eingeladen, sich bei Projektleiterin und Moderatorin Tanja Schnetzer telefonisch unter +49 8051 96 57 555 oder per E-Mail an ts@schnetzer-ruthmann.de zu melden. Tanja Schnetzer beantwortet zudem Fragen zum allgemeinen Vorgehen.  

Tanja Schnetzer und Anneliese Caruso

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