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Bürgerbeteiligung als Fundament einer gesunden Dorfentwicklung

Kirchanschöringer erhalten wertvolle Einblicke von Altbürgermeister aus Weyarn 

Michael Pelzer berichtete über seine Erfahrungen als Bürgermeister in Weyarn
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Michael Pelzer berichtete über seine Erfahrungen als Bürgermeister in Weyarn

Eines der erfolgreichsten Beispiele einer nachhaltigen Dorfentwicklung ist der Gemeinde Weyarn unter ihrem Altbürgermeister Michael Pelzer gelungen.

Meldung im Wortlaut

Kirchanschöring - Da Pelzer nicht nur ein Experte auf dem Gebiet der Siedlungsentwicklung und der Bürgerbeteiligung, sondern darüber hinaus ein eloquenter Redner ist, war er der ideale Gast für den 3. Vortrag der Reihe “Zukunftstaugliches (Um-)Bauen & Wohnen”.

Wieder versammelten sich dreißig interessierte Bürgerinnen und Bürger im Saliterwirt und Online vor den Bildschirmen, um sich zu informieren. Im Nachgang nutzten bereits mehr als 40 Nutzer die Möglichkeit, den Vortrag auf dem YouTube-Kanal „Kirchanschöring“ in aller Ruhe anzusehen. Hans-Jörg Birner freute sich sichtlich, seinen befreundeten Bürgermeister-Kollegen wieder in Kirchanschöring begrüßen zu dürfen. Beide inspirieren sich mit innovativen Projekten bereits seit vielen Jahren.

Michael Pelzer, in dessen Amtszeit das gigantische Bau- und Umbauprojekt rund um das Gelände des Kloster Weyarn fiel, ließ in seinem Vortrag keinen Zweifel daran, dass eine intensive Bürgerbeteiligung das Fundament einer gesunden Dorfentwicklung sei. Besonders, wenn es um Baugrund und viel Geld geht, erklärte Pelzer, ist es wichtig, dass die Bürger und Bürgerinnen verstehen, was die Gemeinde vorhat. „Denn das, was man nicht versteht, hält man für Willkür. Und Willkür sorgt für Misstrauen.”

Ein weiterer Vorteil der Bürgerbeteiligung ist, so erklärte Pelzer, dass möglichst viel Wissen und Kompetenz der Gemeinde in das Projekt mit einfließt. “Es ist empirisch falsch zu glauben, dass der gesammelte Fachverstand der Gemeinde im Gemeinderat sitzt”, versuchte Pelzer die Bürger zum Mitwirken zu animieren. Auch ein weitläufiges Missverständnis klärte er sogleich auf:

“Eine Bürgerbeteiligung ist etwas ganz anderes als ein Bürgerentscheid. Beim Bürgerentscheid wird nur über etwas abgestimmt, das ohnehin schon entschieden ist.” Nicht ohne Stolz erzählte er beispielsweise, wie in Weyarn die beteiligten Bürger mit einem eigenen Budget den Platz vor der alten Klosterbrauerei in Eigenregie gestalten durften. 

Um besser zu erklären, warum Bürgerbeteiligung so wichtig ist und warum die Gemeinde sogar verpflichtet ist, sich in die bauliche Siedlungsentwicklung einzumischen, zeigte er einige Rechtsgrundlagen auf. So sind die Gemeinde und der Staat verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Bürger die Möglichkeit haben, angemessen zu wohnen.

Pelzer erläuterte ausführlich, wie es seiner Gemeinde gelungen war, einerseits Grund zu erwerben. Und andererseits die neuen Bauflächen nachhaltig und bezahlbar an Menschen aus der Gemeinde mit unterschiedlichen Wohnbedürfnissen zu geben. 

Zum Abschluss seines Vortrages wies er noch einmal auf die essentielle Wichtigkeit der Bürgerbeteiligung hin. 

Schon nächsten Mittwoch (24. November) um 19.30 Uhr geht es in Kirchanschöring mit dem vierten Abend und der Möglichkeit zur Beteiligung weiter. Dann wird Peter Pospischil von der Energie-Agentur aufzeigen, welche Förderungen und Beratungsangebote zu klimaschonendem (Um-) Bauen und Sanieren es gibt. Im Anschluss stellen Florian Baubin und Wolfgang Sojer vom Forum Ökologie mehrere, bereits erfolgreich umgesetzte Bau-Projekte aus dem Landkreis Traunstein vor und laden zur Diskussion ein.  

Die Veranstaltung wird aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung per Online-Stream zu verfolgen sein. Der Link dazu ist auf der Website www.kirchanschoering.de ganz einfach zu finden.

Pressemitteilung der Gemeinde Kirchanschöring

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