Hundesteuer wird erhöht

Gemeinde Kirchanschöring setzt Abgabe für Vierbeiner auf 40 Euro fest

Kirchanschöring - Beschlossen hat der Gemeinderat die Neufassung der Hundesteuersatzung, so wie es momentan in vielen Gemeinden geschieht.

Damit wird die Satzung an die aktuelle Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetags angepasst. In der Praxis ergeben sich dadurch nun aber größere Änderungen. Die Steuersätze, die in Kirchanschöring gestaffelt sind, werden nämlich deutlich angehoben. Der erste Hund soll künftig 40 Euro statt bislang 25 Euro kosten, der zweite 75 Euro pro Jahr. Bisher waren es 40 Euro.

Für jeden weiteren Hund sind 100 Euro zu bezahlen. Damit verdoppelt sich die Abgabe für den dritten und jeden weiteren Hund. Unverändert bleibt hingegen die Jahressteuer für die Kampfhunde, für die die Gemeinde auch weiterhin 600 verlangt. Bei der Anhebung der Hundesteurer orientierte sich der Kirchanschöringer Gemeinderat an den Steuersätzen der Nachbargemeinde Petting. Damit sind die beiden Gemeinden aber noch nicht an der oberen Grenze im Landkreis. So ist zum Beispiel die Hundehaltung in Waging am See, wo man nun für den ersten Hund 60 Euro verlangt, noch etwas teurer.

Geschäftsleiterin Sabine Strohhammer, die vor der Beschlussfassung über die Sachlage informierte, ließ auch wissen, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren bei der Hundesteuer Einnahmen zwischen 3.500 Euro und 4.500 Euro erzielte. „Die derzeitigen Steuersätze wurden im Jahr 2006 festgelegt.“ Strohhammer teilte auch mit, dass die Hundesteuer eine so genannte Bagatellsteuer ist, bei der es der Gemeinde freisteht, eine solche zu erheben.

Für Diskussion sorgte die Regelung, nach der für Kampfhunde 600 Euro pro Jahr bezahlt werden müssen. Ratsmitglied Andreas Albanbauer regte an, einen noch höheren Betrag zu verlangen, damit in der Gemeinde möglichst wenige davon gehalten würden. Seiner Meinung nach wären 1.000 Euro angebracht für Hunde, die auf der Kampfhundeliste stehen, „weil diese Tiere doch ein gewisses Aggressionspotential besitzen, also angriffslustig sind“. Albanbauer konnte sich mit dieser Forderung aber nicht durchsetzen. So bleibt es also wie bisher bei 600 Euro für diese Tiere.

Anneliese Caruso

Rubriklistenbild: © Carsten Rehder / dpa

Kommentare