Bagger in Kirchanschöring sind angerollt

Erschließung für das Geothermie-Kraftwerk ist angelaufen

Vor ein paar Tagen hat die Erschließung des Grundstücks begonnen, auf dem die Geothermie-Anlage in Kirchanschöring entsteht.
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Vor ein paar Tagen hat die Erschließung des Grundstücks begonnen, auf dem die Geothermie-Anlage in Kirchanschöring entsteht.

Kirchanschöring - Anfang der Woche sind die Bagger auf dem Grundstück angerollt, auf dem das Kirchanschöringer Geothermie-Kraftwerk entstehen soll. chiemgau24.de hat sich mit Diplom-Ingenieur Helmut Schmid über den aktuellen Stand der Arbeiten unterhalten.

Seit ein paar Tagen ziehen die Bagger große Gräben in den an der Bahnlinie verlaufenden Feldweg. Mit dem Aushub erfolgen die ersten Maßnahmen zur Erschließung des Areals und dessen Zufahrt. Die Maschinen arbeiten sich von der Leobendorfer Straße her langsam bis zum geplanten Bohrplatz, der in der Nähe des Waldrandes liegt, vor. In die Gräben werden dann Leitungen für Wasser, Abwasser, Strom und Internet verlegt.


Mit den entsprechenden Bauarbeiten sind die Kirchanschöringer Firma Josef Kraller KG und die TTB Traun-Tiefbau GmbH aus Traunreut betraut worden. Die Erschließungsplanung entwarf der Kirchanschöringer Diplom-Ingenieur Helmut Schmid, der in diesen Tagen regelmäßig auf der Baustelle zu sehen ist. chiemgau24.de traf ihn dort an und informierte sich über die laufenden Arbeiten.

"Die Erschließung des Geothermie-Kraftwerkes erfolgt von der Leobendorfer Straße aus. Dazu wird der vorhandene Kiesweg entsprechend befestigt und soweit erforderlich auch asphaltiert. In dieser Straße sollen auch die für das Kraftwerk erforderlichen Leitungen verlegt werden. Hier ist bereits die Trasse für eine Fernwärmeleitung vorgesehen, die später dann Richtung Ort verlegt werden kann. Der im Kraftwerk produzierte Strom soll dann über eine neue Trafostation westlich des bestehenden Schuppens an der Bahnlinie in das Netz eingespeist werden", sagte Helmut Schmid. "Der Vorhabenträger ist die Geothermie Rupertiwinkel GmbH mit Firmensitz in München."


Die Geothermie-Rupertiwinkel übernehme die Herstellung und den dauerhaften Unterhalt der im Bebauungsplan dargestellten öffentlichen Straßenverkehrsfläche nach Maßgabe der anerkannten Regeln der Bautechnik auf den im Eigentum der Gemeinde stehenden Grundstücken. Die Straße werde nach Fertigstellung von der Gemeinde abgenommen. Die Geothermie Rupertiwinkel GmbH sorge auch dafür, dass die naturschutzrechtlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erbracht und dass die Ausgleichsfläche dauerhaft gepflegt werden. Das Unternehmen habe alle im Erschließungsplan enthaltenen Einrichtungen der Wasserversorgung, Regenwasserentsorgung, Schmutzwasserentsorgung, Löschwasserbereitstellung und die Elektroversorgung herzustellen und komme auch für die Erschließungskosten auf.

Das Geothermie-Grundstück brauche eine ausreichend ausgebaute Zufahrt. Für die wegemäßige Erschließung der Bohrplätze und des Kraftwerks habe die GmbH von ihm einen detaillierten Erschließungsplan erarbeiten lassen, sagte Helmut Schmid. Die Pläne sehen auch die Befestigung und die teilweise Asphaltierung der Straße vor, auf der auch eine Wendemöglichkeit für Lastwagen entstehen soll. Die neue Zufahrtsstraße, die bis zu fünf Meter breit wird, führt auch später an der Bahnlinie entlang und reicht bis zum technischen Gebäude des Geothermie-Kraftwerks. "Wir rechnen damit, dass diese ersten Erschließungsarbeiten in etwa drei Wochen erledigt sein werden", so Schmid. Bis dahin liegen dann rund 400 Meter Kabel und Leitungen für die Ver- und Entsorgung des Bohrplatzes im Erdreich.

Anneliese Caruso

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