Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nachhaltig bauen - und finanziell gefördert werden

Kirchanschöringer erhielten wertvolle Tipps von Experten

Alle Referenten online versammelt: Peter Pospischil von der Energieagentur Südostbayern (links unten), Florian Baubin (rechts oben) und Wolfang Sojer (rechts unten) beide von dem Forum Ökologie e.V. und der einladende Bürgermeister aus Kirchanschöring Hans-Jörg Birner (links oben).
+
Alle Referenten online versammelt: Peter Pospischil von der Energieagentur Südostbayern (links unten), Florian Baubin (rechts oben) und Wolfang Sojer (rechts unten) beide von dem Forum Ökologie e.V. und der einladende Bürgermeister aus Kirchanschöring Hans-Jörg Birner (links oben).

Bereits zum vierten Mal ließen sich Kirchanschöringer:innen im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprojektes “Zukunftstaugliches (Um-) Bauen und Wohnen” informieren.  Der Fokus lag an diesem Abend bei den Themen nachhaltige, ressourcenschonende Baumöglichkeiten und Klimaschutz. Und - ebenso wichtig: Die finanziellen Fördermöglichkeiten dazu. Als Referenten begrüßte Bürgermeister Hans-Jörg Birner wieder ausgewiesene Fachexperten: So konnte er von Seiten der Energieagentur Südostbayern GmbH Peter Pospischil für das Thema Förderung und vom Forum Ökologie Florian Baubin und Wolfgang Sojer gewinnen.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Kirchanschöring - Aufgrund der aktuellen Corona-Situation fand der Vortrag diesmal ausschließlich online statt. Über 30 Interessenten nutzten die Gelegenheit, live zuzuhören und auch im Chat Fragen zu stellen. Wie alle Vorträge der Reihe ist auch die Aufzeichnung dieses Abends auf der Homepage der Gemeinde und auf Youtube abrufbar. Der Vortrag begann gleich hochinformativ mit einer Fülle an unzähligen Fördermöglichkeiten. Peter Pospischil von der Energieagentur brachte etwas Licht in den komplexen Förderdschungel. Er verwies auf die vielen verschiedenen Fördermittel, die Bauherren zur Verfügung gestellt bekommen, wenn sie beispielsweise ihre Heizungsanlage, die Gebäudedämmung oder auch Fenster austauschen oder modernisieren.

Wichtig sei, so Pospischil, dass sich Interessenten vor einer Sanierung von einem Experten beraten ließen. So biete die Energieagentur an, einen individuellen Sanierungsfahrplan zu erstellen. Mit der Energieagentur könne jederzeit telefonisch ein Termin zu einem Basischeck oder einem Gebäudecheck vereinbart werden. Neben den Bundesförderungen verwies er natürlich auch auf das eigene kommunale Förderprogramm der Gemeinde Kirchanschöring. Die Gemeinde fördert auf unterschiedliche Weise nachhaltiges Bauen und Sanieren. Hans-Jörg Birner erklärte, dass der Fördertopf weiterhin gut gefüllt sei und man sich darüber auf der Homepage der Gemeinde informieren könne.

Florian Baubin füllte die Theorie durch seinen Vortrag plastisch mit Leben. Der Architekt und Baubiologe erzählte ganz praktisch von seinem eigenen Bauvorhaben. Er hatte sich ein Haus, Baujahr 1958, gekauft und ist derzeit dabei, dieses zu renovieren. Die Entscheidung einer Sanierung zugunsten eines Neubaus hatte er ganz bewusst getroffen, um die sogenannte “Graue Energie” des vorhandenen Baumaterials zu erhalten. Vor der Sanierung ließ er ein Konzept vom Energieberater erstellen und achtete darauf, energieeffizient und nachhaltig umzubauen. Hier konnte Baubin wieder auf die Fördermöglichkeiten seines Vorredners verweisen. Baubin beispielsweise ließ sich den Austausch der alten Ölheizung finanziell fördern. Als Dämmstoff entschied er sich für das eher ungewöhnliche Material einer Strohwand. Er freue sich, diesen nachhaltigen Dämmstoff in der Region populärer zu machen, so Baubin. Dass Stroh als Baumaterial im stets innovativen Kirchanschöring nichts Unbekanntes ist, erfuhr er sogleich durch die Reaktionen im Chat. 

Sein Kollege vom Forum Ökologie, Wolfgang Sojer, übernahm den dritten Part des Abends. Er berichtete von einem aktuellen Bauprojekt in Traunstein. Dort stand man vor der Herausforderung auf engem Raum ein Mischkonzept aus Reihenhaus und Mehrfamilienhaus nachhaltig zu realisieren.  Durch den Verzicht auf einen Keller und die Nutzung von Holz als Hauptbaumaterial gelang eine eindrucksvolle CO2-Bilanz. Insgesamt 187 Tonnen CO2 konnten im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise eingespart werden.  Die Zuhörer im Chat interessierten sich im Anschluss noch für einige Detailfragen. So wollten sie mehr über die Emission des dort verwendeten Estrich erfahren, oder warum keine zentrale Wärmeversorgung geplant wurde. Sojer erklärte, dass in diesem Fall die Bauherren jeweils autarke Wärmeversorgung über separate Wärmepumpen wünschten.

Energieeffizienter, so führte er an, wäre natürlich eine zentrale Wärmeversorgung gewesen. Am Ende hatte Sojer noch einen Zukunftsausblick im Gepäck: Nach Durchsicht des neuen Koalitionsvertrages wies er explizit darauf hin, dass künftig das sogenannte “Effizienzhaus 40” Standard in Deutschland sein würde. Was alle derzeitigen Bauherren beachten sollten. Die Vortragsreihe rund ums zukunftstaugliche (Um-) Bauen und Wohnen in Kirchanschöring geht bereits am 8. Dezember um 19.30 Uhr weiter. Thema ist dann: “Siedlungsentwicklung und Energieversorgung neu gedacht”. Als Referent kündigte Hans-Jörg Birner den Vorstand vom Regionalwerk Rupertiwinkel an. Auch diese Veranstaltung wird wieder online stattfinden. Der Link zur Teilnahme ist auf www.kirchanschoering.de ganz einfach zu finden.

Pressemitteilung Gemeinde Kirchanschöring

Kommentare