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Vielfältige neue Möglichkeiten

Miteinander die Zukunft gestalten: Landwirtschaftsräte im Rupertiwinkel

Intensiver Austausch zur Ausgangsfrage „Wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft der Landwirtschaft in unserer Region?“
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Intensiver Austausch zur Ausgangsfrage „Wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft der Landwirtschaft in unserer Region?“

Im März 2022 fanden im Rahmen des Bauernrats-Projektes die sechs Landwirtschaftsräte in der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel statt. Zahlreiche Ideen wurden gesammelt und warten auf ihre Umsetzung.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Kirchanschöring – Insgesamt mehr als 60 Personen aus der Landwirtschaft, von regionalen Wertschöpfungspartnern, der Bürgerschaft und Behördenvertretern diskutierten an sechs Tagen zur Frage „Wie gestalten wir gemeinsam die Landwirtschaft der Zukunft in unserer Region?“. 

Aufbauend auf den Einzelinterviews mit den Landwirten aus den sieben ILE-Kommunen Fridolfing, Kirchanschöring, Petting, Taching am See, Tittmoning, Waging am See und Wonneberg ging es in den sechs eintägigen Landwirtschaftsräten darum, nun miteinander Lösungen für die Herausforderungen zu entwickeln, denen sich viele Landwirte gegenüber sehen. 

In den Landwirtschaftsräten, von denen zwei Veranstaltungen in Kirchanschöring, zwei in Tittmoning und zwei in Waging am See stattfanden, trafen jeweils fünf Landwirte auf fünf Verbraucher oder fünf Wertschöpfungspartner oder fünf Behördenvertreter aus der ganzen Region. An einigen Tagen waren auch Hans-Jörg Birner, Bürgermeister aus Kirchanschöring, Andreas Bratzdrum, Bürgermeister aus Tittmoning, und Matthias Baderhuber, Bürgermeister aus Waging am See, mit dabei. Miteinander tauschten die Teilnehmenden in mehreren Diskussionsrunden, die von den Moderatorinnen Tanja Schnetzer und Cordula Riener-Tiefenthaler mit Dynamic Facilitation moderiert wurden, ihre Meinungen aus und erarbeiteten erste Lösungsansätze. 

Es wurden intensiv Sichtweisen und Informationen geteilt, Probleme besprochen und zahlreiche Ideen für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Landwirtschaft entwickelt. Einig waren sich alle Teilnehmenden in dem Punkt, dass es ein realistisches Bild der Landwirtschaft braucht. Eines, das die vielen positiven Perspektiven aufzeigt und gleichzeitig die Realität nicht schönt. Diskutiert wurde auch, wie noch mehr Flächen eingespart werden können, welche Optionen es für eine Regionalvermarktung gibt und wie auch Verbindungen zu den anderen, wichtigen Akteuren in der Region entstehen. Ebenso wesentlich war den Anwesenden, dass die Bürokratie abgebaut und die Landwirtschaft weniger geregelt wird. 

„Die beiden Workshops, an denen ich teilgenommen haben, waren inhaltlich sehr abwechslungsreich“, erklärt der Vorsitzende der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel Hans-Jörg Birner, „Es wurden wertvolle Aspekte für die Gestaltung der gesamten Region sichtbar. Wir befinden uns ja aktuell auch in der Fortschreibung unseres Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts, in das Ideen wie der Aufbau von regionalen Vermarktungsmöglichkeiten, z.B. mit Regionalmarkthallen, oder Schnittstellen zwischen dem Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel und der Landwirtschaft einfließen können. Meinen Bürgermeister-Kollegen und mir ist wichtig, dass jetzt neue, die Landwirtschaft unterstützende Strukturen entstehen. Denn wir haben mit dem Projekt die große Chance, einen Teil der Wertschöpfung wieder in unsere Region zu holen.“

Durch die Verbindung und den Gedankenaustausch sowie die Öffnung des Bauernrats-Prozesses für alle Beteiligten entsteht eine große Möglichkeit zur konstruktiven Veränderung. Mit der Kommunikationsplattform kann ein gemeinsames Verständnis erreicht und somit die Grundlage für die Erhaltung bäuerlicher Strukturen und der einzigartigen Kulturlandschaft geschaffen werden. 

Im nächsten Schritt geht es nun mit der Zusammenführung aller Ergebnisse aus den sechs Landwirtschaftsräten weiter. In einem Abendworkshop Ende Mai mit den Verantwortlichen aus der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel werden Teilnehmende der eintägigen Veranstaltungen ihre Ideen und Lösungsansätze vorstellen und dann gemeinsam weiterentwickeln. 

Ziel ist es, aus den gesammelten Ideen nun diejenigen herauszufiltern, die umsetzungsreif sind. Zudem sollen sich interessierte Akteure zusammenfinden, die die Umsetzung schließlich vorantreiben wollen. Wie schon im gesamten Projektverlauf wird das weitere Vorgehen dann auf Basis dieses Abends weiter konzipiert.

Aktuell angedacht ist eine regionale Großveranstaltung im Herbst zur Vernetzung und zum Austausch. „Wir stellen damit sicher, dass der „Bauernrats“-Prozess keine Einzelmaßnahme bleibt, sondern in die Gesamtstrategie der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel eingebettet wird“, fasst Hans-Jörg Birner zusammen, „alle Maßnahmen und Aktivitäten sowie entstandene Vernetzungen der regionalen Akteure sollen langfristig in unserer Region verankert werden.“

Gefördert wird der Bauernrats-Prozess als gesamtbayerisches Pilotprojekt mit 90% durch die Bayerische Verwaltung für Ländliche Entwicklung, die die Initiative der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel und die Implementierung dieser Kommunikationsplattform sehr befürwortet. 

Pressemitteilung der Gemeinde Kirchanschöring

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