Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Mit Bürgerdiskussion

„Zukunftstaugliches Bauen und Wohnen“ - Vortrag zu nachhaltigem Bauen in Kirchanschöring

Bürgerbeteiligungsprojekt „Gesunder und ressourcenschonender (Um-) Bau“
+
Im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprojektes informierten sich Kirchanschöringer/-innen in Stammtisch-Atmosphäre rund um das Thema „Gesunder und ressourcenschonender (Um-) Bau“.

Kirchanschöring - Am 27. Oktober fand im Salitersaal die erste Informationsveranstaltung zum Thema „Nachhaltiges Bauen“ statt.

Die Meldung im Wortlaut

„Nachhaltiges Bauen – schön und gut, aber wie kann man sich das leisten?“ So lautete eine der Kernfragen in der Bürgerdiskussion zum Thema „Gesunder und ressourcenschonender (Um-) Bau“. Dr.-Ing. Heide Schuster, Expertin für energetisches Bauen und Sanieren, stellte sich den Fragen der Kirchanschöringer Bürgerinnen und Bürger und sensibilisierte in ihrem Vortrag dafür, dass man „Zukunft bauen kann“. Auch dieser zweite Teil der Veranstaltungsreihe innerhalb des Bürgerbeteiligungsprojektes „Zukunftstaugliches (Um-) Bauen und Wohnen in Kirchanschöring” fand zeitgleich online und in Präsenz im Salitersaal statt und war mit insgesamt knapp 50 interessierte Zuhörer/-innen erneut gut besucht.

Gemeinde will und muss in Zukunft anders bauen

Gesundes und ressourcenschonendes (Um-) Bauen ist kurzfristig teurer. Warum es sich dennoch lohnt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, zeigte Dr.-Ing. Heide Schuster in ihrem Vortrag auf. Sie begann mit dem Megathema Klimawandel: „Das Bauen ist der Elefant im Klimaraum“, erklärte sie. Bautätigkeiten sind für 30 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich und binden 50 Prozent der verwendeten Rohstoffe. „Was geht das uns in Kirchanschöring an?“, war eine berechtigte Frage. Das herkömmliche Bauen verursacht neben einem hohen CO2-Ausstoß zudem eine weltweite Knappheit von Kies und Sand. Und diese sorgt auch am heimischen Baumarkt für stark steigende Baukosten.

Eine Lösung könnte die Verwendung von nachwachsenden Baustoffen wie Holz sein. „Oder aber, gar nicht – oder weniger bauen“, schlug Heide Schuster provokant vor. Und schon war das Hauptthema wieder präsent, das die Gemeinde Kirchanschöring und Bürgermeister Hans-Jörg Birner seit vielen Monaten beschäftigt: Warum es künftig notwendig sein wird, anders zu bauen. Und welche Vorteile dies haben wird. Für Erstaunen im Saal sorgte beispielsweise die Tatsache, dass die Straßen und Verkehrsflächen ein ganzes Drittel der Siedlungsfläche des Landkreises Traunstein ausmachen und weiter gebaut wird. 

Heide Schuster machte noch einmal klar, dass „Gesundes Wohnen nicht selbstverständlich ist.“ Sie erinnerte an den einst staatlich geförderten Dämmstoff Asbest, der sich bis heute in vielen Gebäuden befindet. Am Beispiel Holz als alternativen Baustoff konnte sie gut aufzeigen, dass das Material zwar kurzfristig teurer ist. Da man beim Holz weniger Material verbauen muss, gleichen sich die Kosten wieder an. Zudem hat Holz eine gute Klimabilanz und ist ein gesunder Baustoff. 

Termin für nächste Info-Veranstaltung steht bereits fest

Bei der anschließenden, von Projektleiterin Tanja Schnetzer moderierten Bürgerdiskussion, war vor allem die Sanierung von bereits bestehenden Gebäuden ein großes Thema. „Wer ist denn mein erster Ansprechpartner, wenn ich einen Umbau plane“, war eine der Fragen. Dr.-Ing. Heide Schuster gab den Tipp, als erstes mit einem Architekten und/ oder einem Energieberater zu sprechen. Für reges Interesse sorgte auch ein bereits existierendes Modell eines „flexiblen Hauses“. Ein Haus, das durch eine simple Baumaßnahme so verändert werden konnte, dass zwei Generationen getrennt voneinander im selben Gebäude wohnen konnten.

Da auch mehrere Fragen zum Thema Bau im Außenbereich von Hofleerstellen kamen, verwies Bürgermeister Hans-Jörg Birner darauf, dass dazu im Frühjahr 2022 eigene Aktivitäten stattfinden werden. 

Die nächste Info-Veranstaltung im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprojekts “Zukunftstaugliches (Um-)Bauen und Wohnen” findet am 10. November wieder ab 19.30 Uhr im Salitersaal statt. An diesem Abend wird Michael Pelzer, Altbürgermeister von Weyarn, vorstellen, welchen Spielraum eine Gemeinde konkret hat, um gute Lösungen für alle bei der Baulandvergabe zu finden. Erneut ein spannendes Thema, das sicher viele interessiert!

Zur Teilnahme live vor Ort gelten die, zu diesem Zeitpunkt, gültigen Coronaregeln. Alternativ können interessierte Bürger/-innen auch wieder über einen Online-Zugang teilnehmen. Alle Veranstaltungen und Videos sind auf www.kirchanschoering.de verlinkt.

Pressemitteilung der Gemeinde Kirchanschöring

Kommentare