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Durch RURASMUS-„Aufs Land-Semester“

Neue Ideen für das zentral gelegene Anwesen am Kirchplatz in Kirchanschöring

Für einen Teil des Anwesens Kirchplatz 1 im Herzen Kirchanschörings möchte die Gemeinde über das RURASMUS-„Auf’s Land-Semester“-Programm eine neue und maßgeschneiderte Nutzungsmöglichkeit erarbeiten.
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Für einen Teil des Anwesens Kirchplatz 1 im Herzen Kirchanschörings möchte die Gemeinde über das RURASMUS-„Auf’s Land-Semester“-Programm eine neue und maßgeschneiderte Nutzungsmöglichkeit erarbeiten.

 Der Gemeinderat zeigte sich in seiner jüngsten Sitzung damit einverstanden, die Idee von RURASMUS-„Aufs Land-Semester“ zu unterstützen. Das Gremium gab grünes Licht, das Angebot der RURASMUS-Initiative anzunehmen und genehmigte zugleich den Betrag von 19.200 Euro, damit die Idee umgesetzt werden kann.
 

Kirchanschöring - Bei der RURASMUS-Initiative arbeiten und wohnen Studierende ein Semester lang kostenfrei in der Gemeinde und richten ihren frischen Blick auf lokale Themen und Herausforderungen. Für Kirchanschöring sollen sie gemeinsam mit der Gemeinde und ihrer Universität/Fachhochschule kreative Lösungsansätze für das sogenannte Huberbauer-Anwesen, das Anwesen am Kirchplatz 1 finden.

Was ist RURASMUS?

„RURASMUS“ ist eine Initiative für ein europäisches „Aufs-Land-Semester“ als Ergänzung zum etablierten ERASMUS-Auslandssemester. Dabei entwickeln junge Menschen eine neue Sichtweise auf das rurale (dörfliche, ländliche) Europa. Kommunen kooperieren mit Universitäten und werden dadurch zu Ausbildungsstätten. Das Programm steht grundsätzlich allen Studierenden offen. Die Fachrichtung des Bewerbers sollte jedoch den Themen der RURASMUS-Gemeinden entsprechen. Bei RURASMUS studieren junge Menschen im Rahmen eines Präsenzsemesters für sechs oder zwölf Monate auf dem Land, in einer Gemeinde, Kleinstadt oder Region. Diese Orte werden zu temporären Universitäts- oder Forschungsstandorten.

Strukturelle Veränderungen als Ausgangspunkt

Ausgangspunkt des Projektes waren die strukturellen Veränderungen, denen der ländliche Raum unterworfen ist und die zur Abwanderung von jungen Leuten führen. Das Projekt entstand im Rahmen des Vortrags von Roland Gruber auf den Tagen der Utopie 2019, der damals über visionäre Entwicklungsstrategien des ländlichen Raumes sprach. An der Initiative, die das Projekt ins Leben gerufen hat, war auch Bürgermeister Hans-Jörg Birner mit von der Partie. Er war als Bürgermeister ausgewählt worden, um seine Meinung zur Realisierung von Projekten einzubringen.

Wie Bürgermeister Birner in der Ratssitzung wissen ließ, konnte die Gemeinde das Wirtschaftsanwesen am Kirchplatz samt Anger (ohne Wohnhaus) anpachten. „Dem war ein Grundsatzbeschluss vorausgegangen, die weiteren Nutzungsmöglichkeiten untersuchen zu lassen, Fördermittel zu suchen und die Einbindung der Bürgerschaft vorzubereiten.“ Mit dem RURASMUS-Programm könne die Gemeinde heuer neue Ideen und Umsetzungskonzepte mit einem sehr überschaubaren Budget erarbeiten lassen und dann gemeinsam mit den Bewohnern Kirchanschörings weitere Schritte andenken. „Angedacht ist ein Start mit Semesterbeginn im März 2022.“ Das Anwesen Kirchplatz 1 sei von Kirchanschöring vorgeschlagen worden.

Zwei Studierende bearbeiten Vorhaben

Schon im letzten Dezember sei mitgeteilt worden, dass dieses für die RURASMUS-Idee hochinteressante Projekt in das Portfolio des Sommersemesters aufgenommen worden sei. „Mit den Hochschulen Coburg, Luxemburg und einer Hochschule in Wien gibt es bereits drei Hochschulen, die am Kirchanschöringer Projekt interessiert sind“. Angedacht seien zwei Studierende, Diplomanden, die das Vorhaben bearbeiten sollen. Davon solle der eine aus dem Studiengang Social Design kommen und der andere vom Studienfach Architektur. „Durch das Wohnen und Arbeiten vor Ort, stehen die Studenten im intensiven Austausch mit den Bürgern, können eigene Recherchen anstellen und ersparen uns so den ersten Schritt der Bürgerbeteiligung“, informierte Birner.

Zudem sagte er, dass Kirchanschöring eine fundierte Grundarbeit und wertvolle Ergebnisse durch die Zusammenarbeit mit der Hochschule erwarten dürfe. Eine Wohnung für die beiden Studenten sei vorhanden. Die Gemeinde müsse mit Gesamtkosten von rund 20.000 Euro rechnen, wobei sie davon ausgehen könne, dass sie dafür einen LEADER-Zuschuss erhalte. Laut Bürgermeister wird Kirchanschöring auch versuchen, die Wohnkosten in die LEADER-Förderung mit aufzunehmen.

Anneliese Caruso

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